Aktualisiert: 01.04.2021 - 18:27

11 Punkte-Checkliste Aus dem Supermarkt: Daran erkennen Sie einen guten Wein!

Die Qual der Wahl: Wie erkennt man da einen guten Wein? Das sind die besten Tipps für den Weinkauf im Discounter.

Foto: Getty Images / d3sign

Die Qual der Wahl: Wie erkennt man da einen guten Wein? Das sind die besten Tipps für den Weinkauf im Discounter.

Worauf soll man beim Weinkauf im Supermarkt achten, wenn man kein Experte ist? Was sagen Jahrgang, Sorte, Lage und Preis aus? Überblick und Entscheidungshilfen bekommen Sie hier.

Die Deutschen sind vielleicht keine Weintrinker-Nation, ca. 20 Liter werden pro Kopf im Jahr dennoch konsumiert. Den größten Teil des traubigen Tropfens kaufen wir aber im Supermarkt und nicht im Fachhandel. Deshalb ist es wichtig zu erkennen, was drin ist und wie man einen guten Wein von Fusel unterscheiden kann.

Wein aus dem Supermarkt: So erkennen Sie einen guten Tropfen!

Von einem bis über 20 Euro ist so ziemlich alles dabei. Sie stehen mit bunten Etiketten in Reih' und Glied im Regal, sehen alle irgendwie gleich aus, nur die Preise unterscheiden sich wie gesagt. Wer kein Connaisseur ist, tut sich da oft schwer, einen guten Tropfen herauszupicken. Das geht aber, wenn man die wichtigsten Kriterien kennt. Und es ist nicht nur eine Frage des Geldes!

Laut Deutschen Weininstitut (DWI) wurden im Schnitt 3,31 Euro im Jahr 2019 für eine Flasche Wein ausgegeben.

Hätten Sie das gewusst? Diese Marken verbergen sich hinter den No-Name-Produkten der Lebensmittel-Discounter.

Entscheidet der Preis immer über die Qualität?

Es muss nicht immer das Teuerste sein. Experten gehen davon aus, dass man auch für acht Euro pro Flasche einen hervorragenden nachhaltig erzeugten Wein kaufen kann. Natürlich kommt es vor allem auf den persönlichen Geschmack an und hier können preiswertere Weine sogar noch besser abschneiden.

Das Etikett sagt einiges über die Qualität

Auf dem Etikett stehen neben Anbaugebiet, Rebsorte, Erzeuger und Jahrgang auch der Alkoholgehalt und die Qualitätsstufe. Wichtig: Wenn auf dem Etikett nicht trocken der halbtrocken steht, ist davon auszugehen, dass der Wein lieblich ist.

Auch die Rebsorte gibt Aufschluss

Nicht immer steht die Rebsorte auf dem Etikett, wenn Sie sie aber dort verzeichnet finden, hilft folgender Tipp: Der Fruchtsäuregehalt eines Rieslings ist höher als beim Silvaner oder Müller-Thurgau. Hellere Rotweine wie der Spätburgunder haben in der Regel weniger Gerbstoffe als zum Beispiel Weine aus südlichen Gefilden oder als Dornfelder. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass die Komplexität des Geschmacks darunter leidet.

Der Alkoholgehalt

Der Alkoholgehalt kann anzeigen, für welches Gericht der Wein geeignet ist (wenn das nicht als Tipp schon drauf steht): Die leichte Küche und scharfe Gewürze harmonieren eher mit weniger alkoholhaltigem Wein (12 Prozent). Schwere Gerichte dagegen benötigen Weine mit viel Alkohol.

Nachhaltiger Wein?

Wem die Nachhaltigkeit wichtig ist, erkennt Herstellung und Vertrieb am aufgedruckten Logo, zum Beispiel am EU-Gemeinschaftslogo. Spezialisierte Marken wie Bioland oder Demeter verkaufen ausschließlich ökologisch produzierte Weine.

Aussuchen nach Jahrgang

Die Masse der Weine aus dem Supermarkt ist für den sofortigen Genuss vorgesehen. Sie werden im gleichen oder spätestens im Jahr nach der Lese ins Regal gestellt und sind nicht zur langen Lagerung geeignet, d.h. sie werden nicht besser, wenn man sie jahrelang einkellert.

Tipp Weißwein: Greifen Sie beim Weißwein zu sehr jungen Jahrgängen, die sind dann nämlich am Besten!

Tipp Rotwein: Bei guten Rotweinen sieht das etwas anders aus. Sie reifen in Holzfässern vor, bevor sie nach zwei bis drei Jahren als Flaschen ins Regal gestellt werden. Hier gibt es unterschiedlich starke Jahrgänge. Winzer sehen den 2020er Jahrgang als starken an.

Die Herkunft als Kriterium bei der Auswahl

Große Unterschiede macht auch die Herkunft des Weines bei seiner Qualität und dem persönlichen Geschmack der Verbraucher. Der Grund: Klima und Boden sowie die persönliche Note des Winzers beeinflussen den Geschmack. Findet sich das Zusammenspiel aller Komponenten in einem Wein, und ist die Herkunft klar bezeichnet, kennt man den Namen des Winzers, ist von besserer Qualität auszugehen, als wenn nichts dazu auf dem Etikett steht.

Konkret: Steht auf dem Wein nur das Anbaugebiet oder ein Gut, ist die Qualität auf unterem Niveau, man spricht von so genannten Gutsweinen. Etwas höher sind die Ortsweine anzusiedeln, da hier der Charakter der Weinberge eines Ortes Widerhall finden. An der Qualitätsspitze finden sich Lagenweine, diese benennen ein "Terroir", also ein Zusammenspiel von Mikroklima, Bodenqualität, also den Besonderheiten des speziellen Weinbergs sowie der individuellen Winzerhandschrift.

Das Aussehen der Flasche

Das Aussehen der Flasche hat wohl die geringste Aussagekraft über die Qualität eines Supermarktweins, eine Tendenz lässt sich aber erkennen. Ist ein Wein in eine durchsichtige Flasche abgefüllt, sollte er schnell konsumiert werden und ist nicht zur Lagerung gedacht, die Qualität ist entsprechend niedriger.

Die Platzierung im Supermarktregal

Intelligente Warenplatzierung? Auf Griff- und Sichthöhe stehen in der Regel Markenweine mit hohem Marketingbudget, das heißt aber nicht, dass sie qualitativ hochwertiger als anders Platzierte sind. Ein Trend ist aber auch hier bekannt: Ganz unten, also als "Bückware", stehen Tetrapacks und minderwertigere Weine. Je höher man ins Regal greift, umso größer ist in der Regel auch die Qualität.

Geheimtipp: Kleiner Adler auf Kapsel

Der VDP Traubenadler am Verschluss einer Flasche kann ein Indiz für die Qualität eines Supermarktweines sein. Hintergrund: Derart gelabelt werden nur Weine, die aus einer zum Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) gehörigen Kellerei kommen.

Tipp: Achten Sie also auf den kleinen Adler auf dem Weinverschluss.

Regionalität und besondere Traube als Kriterium

Wer auf regionale Produkte setzt, liegt erstmal ganz richtig. Mit Weißweinen wie gutem Grau- und Weißburgunder kann man aufgrund der geringeren Säure auch nicht viel falsch machen.

Wer es geschmacksintensiver mag, kann sich auch an Gewürztraminer, Sauvignon Blanc und Scheurebe versuchen, die immer mehr im Kommen sind.

Quelle: businessinsider.de, eigene Recherche, deutscheweine.de

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