01.04.2021 - 10:02

Verändertes Konsumverhalten 1.000 Stellen weniger: Media Markt und Saturn müssen Filialen schließen!

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Shopping spielt sich zunehmend online ab. Auch Media Markt und Saturn bekommen diese Entwicklung zu spüren. Nun sieht sich die Geschäftsführung gezwungen, zu handeln: Sie will 13 Filialen schließen und 1.000 Stellen streichen.

Foto: imago images/Manfred Segerer

Shopping spielt sich zunehmend online ab. Auch Media Markt und Saturn bekommen diese Entwicklung zu spüren. Nun sieht sich die Geschäftsführung gezwungen, zu handeln: Sie will 13 Filialen schließen und 1.000 Stellen streichen.

Dass sich der Konsum immer mehr ins Internet verlagert, ist kein Geheimnis. Auch die Elektro-Riesen Media Markt und Saturn spüren die Auswirkungen.

Das Konsumverhalten der Menschen verändert sich: Immer mehr Anschaffungen werden online getätigt. Online-Shopping-bedingtes Innenstadtsterben, Insolvenzen und Co waren bereits vor der Corona-Pandemie ein Thema, die Krise beschleunigte den Vorgang allerdings. Auch vor vermeintlichen Giganten der deutschen Ladenlandschaft macht diese Entwicklung nicht Halt: Jetzt haben Media Markt und Saturn bekanntgegeben, 13 Filialen in Deutschland schließen und 1.000 Stellen streichen zu müssen.

Media Markt & Saturn streichen Stellen und schließen Filialen

Media Markt und Saturn, die beide zum Mutterkonzern Ceconomy gehören, spüren die Auswirkungen der Corona-Krise. Wie n-tv bereits berichtete, erlitten die Elektronikhandelsketten wegen der Lockdown-bedingten Filialschließungen deutliche Umsatzverluste. Das Unternehmen sieht sich nun dazu gezwungen, zu handeln: In einem Brief an die Mitarbeiter kündigte die Media-Markt-Saturn-Geschäftsführung an, 13 der 419 Märkte in Deutschland schließen zu wollen. Laut dem Unternehmen ließen die betroffenen Filialen "sich nicht dauerhaft wirtschaftlich betreiben". Bedingt dadurch sollen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2021/22 circa 1.000 Stellen gestrichen werden.

Es sei "zwingend erforderlich, die Anzahl und die Größe unserer stationären Märkte auf die neuen Gegebenheiten auszurichten", heißt es in dem Schreiben. Außerdem plane man, verstärkt in Logistik zu investieren. Auf diese Weise möchte man den neuen Online-Shopping-Bedürfnissen der Kunden gerecht werden.

Nachhaltige Veränderung des Konsumverhaltens

Die Umstrukturierungspläne sind nicht neu. Bereits im August letzten Jahres hatte Ceconomy bekanntgegeben, 3.500 der konzernweit rund 45.000 Vollzeitstellen abbauen zu wollen. Damals hieß es, dass vor allem das europäische Ausland von den Schließungen und Streichungen betroffen sei.

Nun trifft es die deutschen Märkte doch stärker als anfangs gedacht. Wie groß der Anteil der Corona-Pandemie an dieser Entwicklung ist, ist unklar, leugnen lässt sich ihr Einfluss kaum: Durch den Dezember-Lockdown war unter anderem das Weihnachtsgeschäft weggebrochen, die Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklungen ist ebenfalls alles andere als förderlich. Und selbst, wenn der Einzelhandel wieder öffnen darf, so ist unklar, ob sich der Lockdown-Effekt einfach wieder umkehren lässt: Die Pandemie habe das Konsumverhalten der Verbraucher nachhaltig geändert, heißt es im Brief der Geschäftsführung.

Meldungen dieser Art häufen sich: Bereits im Dezember meldete die Friseurkette Klier, ein Drittel ihrer Salons schließen zu müssen. Die Süßwarenkette Hussel musste Insolvenz beantragen und auch die Adler Modemärkte sind insolvent.

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