30.03.2021 - 10:15

Einzelhandel retten Bekommt jetzt jeder Bürger 500 Euro Einkaufsgeld von der Regierung?

Der Einzelhandelsverband schlägt vor, jedem Bürger 500 Euro zukommen zu lassen. Das Einkaufsgeld soll dem Einzelhandel zu Gute kommen.

Foto: Getty Images/ Andreas Krumwiede / EyeEm

Der Einzelhandelsverband schlägt vor, jedem Bürger 500 Euro zukommen zu lassen. Das Einkaufsgeld soll dem Einzelhandel zu Gute kommen.

Der Dauer-Lockdown macht der Wirtschaft schwer zu schaffen. Deshalb hat der Einzelhandelsverband jetzt einen Vorschlag…

Bereits seit Dezember befindet sich Deutschland im Lockdown. Was zuerst als zeitlich begrenzte Wellenbrecher-Maßnahme geplant war, scheint mittlerweile der Normalzustand geworden zu sein. Darunter leidet nicht nur die Psyche der Bevölkerung, auch die Wirtschaft nimmt Schaden. Um dem etwas entgegenzusetzen fordert der Einzelhandelsverband HDE nun, jedem Bürger 500 Euro Einkaufsgeld zukommen zu lassen. Auf diese Weise soll der Einzelhandel unterstützt werden.

500 Euro für jeden: Einkaufsgeld soll Einzelhandel zugutekommen

Wie unter anderem die Tagesschau bereits berichtete, sieht der Vorschlag des Einzelhandelsverbands vor, jedem Bürger 500 Euro zu Konsumzwecken zukommen zu lassen. Laut HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth könnten die Beträge über die Arbeitgeber, Rentenkassen oder Arbeitsämter verteilt werden.

Der Bundesregierung würden laut Deutschlandfunk durch eine solche Maßnahme Kosten in Höhe von 40 Milliarden Euro entstehen. Eine schwindelerregende Summe – doch in Anbetracht dessen, dass laut ZDF die Corona-Krise Bund und Länder allein 2020 bis zu 1,3 Billionen Euro gekostet haben könnte, doch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Ein wertvoller Tropfen allerdings: Die Summe würde die Wirtschaft ankurbeln und entspräche laut DHE den Einbußen, die der Einzelhandel durch den Lockdown erlitten hat.

Einkaufsgeld für alle – eine gute Idee?

Ganz neu ist der Vorschlag, der sich unter anderem an den in den USA ausgegebenen Stimulus Checks orientiert, nicht: In Deutschland wurde während der Pandemie bereits der Kinderbonus ausgezahlt, der den Konsum ebenfalls angekurbelt hat. Eine Sonderzahlung für alle könnte also durchaus sinnvoll sein.

Es gibt allerdings zwei Kritikpunkte: VWL-Professorin Dominika Langenmayr merkt im Gespräch mit dem Deutschlandfunk an, dass sich nicht kontrollieren lässt, ob das Geld schlussendlich wirklich in den stationären Einzelhandel fließt – oder ob es überhaupt ausgegeben und nicht gespart wird. Zum anderen sieht der Vorschlag vor, das Geld auszuzahlen, wenn der Einzelhandel wieder öffnen darf. Das sei aber eigentlich zu spät, um die Wirtschaft wieder zu beleben.

Falls der Konsumgutschein kommen sollte, erfahren Sie das auf jeden Fall bei uns: Unsere Themenseite Ratgeber Recht hält Sie stets über aktuelle Verbraucherthemen informiert. Hatten Sie beispielsweise auf dem Schirm, dass im April wieder einige wichtige Änderungen anstehen? Und auch weiteres nützliches Wissen finden Sie hier – wie zum Beispiel die Antwort auf die Frage, ob es Pflicht ist, regelmäßig seinen Briefkasten zu leeren.

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