21.03.2021 - 11:37

Zu früh gefreut Zurück in den Lockdown: Zieht Deutschland morgen die Notbremse?

Die Corona-Zahlen steigen. Zieht Deutschland die Notbremse und geht zurück in den Lockdown?

Foto: Getty Images/ ANA69

Die Corona-Zahlen steigen. Zieht Deutschland die Notbremse und geht zurück in den Lockdown?

Die Corona-Zahlen steigen – und statt neuer Lockerungen erwartet uns wohl die Rückkehr zu den alten, strengen Lockdown-Regeln.

Am 3. März hatten Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten beschlossen, den Lockdown bis zum 28. März zu verlängern, gleichzeitig aber Lockerungen zu ermöglichen. Kontrolliert und sicher öffnen, so lautete die Strategie – und die sinkenden Corona-Zahlen schienen dies zuzulassen. Der Beschluss sah allerdings auch vor, dass im Fall steigender Zahlen die Notbremse gezogen werden kann, die Deutschland zurück in den Lockdown befördert.

Corona-Notbremse: Geht es morgen zurück in den Lockdown?

Die Sieben-Tage-Inzidenz für Deutschland liegt derzeit bei 104. Ab einem Inzidenzwert von 100 soll die Notbremse gezogen werden, so sieht es der Beschluss der Kanzlerin und der Ministerpräsidenten vor. Das bedeutet, dass wieder die alten, strengen Lockdown-Regeln gelten: Geschlossene Geschäfte, Treffen nur mit einer haushaltsfremden Person etc.

Noch ist das nicht offiziell der Fall – das könnte sich aber schon bald ändern. Am Montag, den 22. März beraten die Kanzlerin und die Länder-Chefs erneut, wie es in Sachen Corona-Maßnahmen weitergehen soll. Und die Richtung, in die es gehen wird, scheint bereits festzustehen…

Politiker und Ärzte ganz klar für Notbremse

Wie die Deutsche Welle berichtete, fordern Politiker und Ärztevertreter, dass bei der morgigen Konferenz die Notbremse gezogen wird. Auch Intensivmediziner hatten die Rückkehr in den Lockdown verlangt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte sich im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ebenfalls für die Notbremse und gegen Sonderwege ausgesprochen: "Weitere Öffnungen ergeben angesichts der erneut steigenden Infektionen keinen Sinn. Die Notbremse muss für alle gelten, und zwar konsequent."

Auch Kanzlerin Angela Merkel hatte am Freitag im Anschluss an den Impfgipfel in Berlin verlauten lassen, dass das Ziehen der Notbremse notwendig sei. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte zugegeben, dass die Corona-Lockerungen gescheitert seien.

Hamburg macht den Anfang

Derzeit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in den meisten Bundesländern über der 100er-Marke, in Thüringen ist sie mit 208 sogar doppelt so hoch. Niedriger liegt sie nur in Schleswig-Holstein (Sieben-Tage-Inzidenz: 60), im Saarland (65), in Mecklenburg-Vorpommern (69), in Rheinland-Pfalz (74), in Niedersachsen (88) und in Berlin (94).

Ob und wie die Notbremse umgesetzt wird, liegt im Ermessen der Bundesländer. Es ist zu vermuten, dass die Regeln wieder von Bundesland zu Bundesland variieren werden, mehr wissen wir aber wohl erst nach der morgigen Konferenz. Hamburg (108) ging übrigens bereits mit gutem Beispiel voran: Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz in der Hansestadt drei Tage in Folge über 100 lag, gelten dort seit gestern wieder strengere Regeln.

Je mehr Zeit vergeht, desto mehr finden wir über das Coronavirus heraus. Mittlerweile zeichnet sich ab, dass die Corona-Impfung auch gegen Long Covid helfen könnte. Und auch an Medikamenten gegen Covid-19 wird weiter geforscht.

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