Aktualisiert: 19.03.2021 - 12:28

Mmh, Lachs! 150 Taiwaner ließen ihren Namen in "Lachs" ändern – aus gutem Grund

Sie lieben Sushi aus ganzem Herzen? Okay – aber würden sie der Delikatesse zuliebe auch ihren Namen ändern? 150 Personen in Taiwan haben genau das getan. Sie heißen jetzt Lachs.

Foto: Getty Images/ StagnantLife

Sie lieben Sushi aus ganzem Herzen? Okay – aber würden sie der Delikatesse zuliebe auch ihren Namen ändern? 150 Personen in Taiwan haben genau das getan. Sie heißen jetzt Lachs.

Wäre die Aussicht auf eine Schlemmerei der Extraklasse Grund genug für Sie, um Ihren Namen ändern zu lassen?

Haben Sie schon einmal überlegt, Ihren Namen ändern zu lassen? Gründe dafür gibt es ja viele. Viele Transgender-Personen wählen irgendwann einen neuen Namen, Personen, die inoffiziell schon lange einen Spitznamen nutzen, oder Leute, denen der von ihren Eltern ausgesuchte Name einfach nicht gefällt. Doch würden Sie Ihren Namen auch ändern lassen, um dafür etwas gratis zu bekommen? Genau das haben um die 150 Personen jetzt getan: Nachdem ein beliebtes Sushi-Restaurant in Taiwan angekündigt hatte, dass alle, die das Schriftzeichen für Lachs im Namen tragen, eine Woche lang gratis Sushi speisen könnten, ließen zahlreiche Taiwaner ihren Namen ändern.

Gestatten, Lachs! Taiwaner ließen ihren Namen für Sushi ändern

Es war eine witzige Aktion, die sich die beliebte Sushi-Restaurantkette Sushiro einfallen lassen hatte: Eine Woche lang sollten alle, die das chinesische Schriftzeichen für Lachs im Namen tragen, dort in den Genuss von kostenlosem All-You-Can-Eat-Sushi kommen können. Ein verführerisches Angebot – doch wie gut dieses tatsächlich ankommen würde, hatte wohl keiner der Verantwortlichen vorhergesehen.

In Taiwan ist es erlaubt, seinen Namen bis zu drei Mal ändern zu lassen. Viele, vornehmliche junge, Taiwaner fanden offenbar, dass ein gratis Sushi-Festmahl ein guter Grund sei, um zwei dieser Namensänderungen zu verbrauchen: Wie unter anderem die britische Boulevard-Zeitung Daily Mail berichtete, ließen circa 150 Taiwaner, darunter viele Studenten, ihren Namen dahingehend ändern, dass dieser die chinesischen Zeichen "Gui Yu" beinhaltete, was Lachs bedeutet.

Behörden missvergnügt über "unnötigen Papierkram"

Viele beließen es nicht bei Lachs, sondern wurden richtig kreativ. Ein Sushi-Liebhaber ließ seinen Namen in "Bao Cheng Gui Yu" ändern, was übersetzt so viel bedeutet wie "explosiver gutaussehender Lachs". Ein anderer fand so viel Gefallen an dem Prozess, dass er seinen Namen sogar um 36 neue Schriftzeichen erweitern ließ, die meisten davon hatten etwas mit Fisch und Meeresfrüchten zu tun. Von Dauer wird der fischige neue Name für die meisten vermutlich nicht sein: Gegenüber einem TV-Sender gab eine Aktionsteilnehmerin freimütig zu, dass sie und ihre Freunde ihren Namen danach wieder auf den alten Namen ändern lassen würden.

Die Restaurantkette konnte die finanziellen Verluste durch den plötzlichen Lachs-Ansturm vermutlich verkraften und sich über den gelungenen Marketing-Gag freuen. Wer die ganze Aktion weniger spaßig fand, waren die taiwanischen Behörden. Diese baten die Menschen inständig darum, sich nicht mehr in Lachs umzubenennen. Zwar ist die Namensänderung legal, geht für die Behörden aber mit zusätzlichem Aufwand einher: Laut The Guardian sprach sich auch der Vize-Innenminister Taiwans, Chen Tsung-yen, gegen den "unnötigen Papierkram" aus und forderte die Menschen dazu auf, die verwaltungstechnischen Ressourcen des Landes etwas mehr zu wertschätzen.

Kaum zu glauben, auf was für Ideen Menschen kommen, sobald es etwas gratis gibt. Diese Eltern aus der Schweiz benannten ihr Kind nach einem Internetanbieter!

Lust auf weitere skurrile Geschichten bekommen? Dann ist vielleicht die Geschichte der japanischen Bikerin, die es gar nicht gibt, etwas für Sie. Etwas zum Schmunzeln sind hingegen diese Fotos der Großeltern aus Taiwan, die eine Wäscherei betreiben und sich in den dort vergessenen Klamotten ablichten…

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