08.03.2021 - 11:58

Kindheitsheldin mit Lernfaktor "Die Sendung mit der Maus" feiert ihren 50. Geburtstag!

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"Die Sendung mit der Maus" ist ein echter Klassiker des Kinderfernsehens. Seit 50 Jahren ist sie der beste Beweis dafür, dass jedes noch so komplexe Thema kindgerecht und spannend aufbereitet werden kann.

Foto: Getty Images/ CHRISTOF STACHE

"Die Sendung mit der Maus" ist ein echter Klassiker des Kinderfernsehens. Seit 50 Jahren ist sie der beste Beweis dafür, dass jedes noch so komplexe Thema kindgerecht und spannend aufbereitet werden kann.

Fernsehen verblödet? Nicht, wenn man bei dieser Sendung einschaltet! Die Maus begleitet uns mittlerweile schon seit 50 Jahren...

Selbst die motiviertesten, engagiertesten und kreativsten Eltern brauchen ab und an eine kleine Verschnaufpause. Besonders am Sonntagvormittag scheint es verführerisch, die Kleinen einfach vor dem Fernseher zu parken und sich dann ganz entspannt noch eine zweite Tasse Kaffee zu gönnen… Eine Sendung macht genau das jetzt schon seit 50 Jahren möglich: Seit 1971 hat "Die Sendung mit der Maus" es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern Wissen zu vermitteln – anschaulich, unterhaltsam und altersgerecht.

Happy Birthday: "Die Sendung mit der Maus" wird 50 Jahre alt!

Wer auf der Suche nach einer guten Kindersendung durch die Programme zappt, kann oft nur den Kopf schütteln: War das Kinderfernsehen schon immer so laut, so grell, so aufgedreht? Zum Glück gibt es immer noch Ausnahmen, die beweisen, dass Kinderfernsehen auch heute immer noch anders funktionieren kann. Eine davon ist zweifellos "Die Sendung mit der Maus": Seit mittlerweile fünf Jahrzehnten begeistern die liebevoll gemachten "Lach- und Sachgeschichten" rund um die freundliche orangefarbene Maus, den knuddeligen blauen Elefanten und andere Helden wie Käpt'n Blaubär oder den kleinen Maulwurf Groß und Klein.

Wetten, dass die Sendung auch schon die ein oder andere Frage beantwortet hat, die Sie sich in der Vergangenheit gestellt haben? Und wetten, dass in Ihrem Kopf immer noch Fakten herumschwirren, die Sie nicht etwa in der Schule, sondern in der "Sendung mit der Maus" aufgeschnappt haben? Kein Wunder: In den letzten 50 Jahren wurde dort, so scheint es, jede nur denkbare Frage beantwortet – wie die Löcher in den Käse kommen zum Beispiel, oder wie viele Luftballons ein Mensch benötigt, um fliegen zu können.

Geht nicht? Gibt’s nicht!

Die "Sendung mit der Maus" schreckt vor nichts zurück, es gibt keinen Sachverhalt, den sie nicht erklären kann. Sie schafft es nicht nur, komplexe wissenschaftliche und historische Vorgänge nachvollziehbar zu beschreiben, sie zeigt auch, dass sich Kindgerechtigkeit und ernste Themen nicht ausschließen müssen – solange sie dementsprechend aufbereitet werden. Das beste Beispiel dafür ist die Sondersendung über die Katastrophe von Tschernobyl, die 1988 ausgestrahlt wurde.

Wer nun denkt, dass 50 Jahre doch langsam genug sind, der irrt sich: Die Maus wächst an ihren Herausforderungen. Seit Beginn der Corona-Krise ist sie verstärkt im Einsatz: Als der erste und der zweite Lockdown in Deutschland in Kraft traten, strahlte der WDR täglich Maus-Folgen aus, um Kinder sinnvoll zu beschäftigen und Eltern eine kleine Verschnaufpause zu gönnen – genau wie die letzten 50 Jahre in dem Wissen, dass es vollkommen in Ordnung ist, die Kleinen vor dem Fernseher abzusetzen. In diesem Sinne: Auf die nächsten 50 Jahre!

Die "Sendung mit der Maus" ist gut gealtert. Doch es gibt auch Kindergeschichten, bei denen das nicht der Fall ist: Wegen rassistischer Darstellungen werden diese Kinderbücher von Dr. Seuss jetzt nicht mehr gedruckt.

Und auch eine andere beliebte Figur hat kürzlich für Aufruhr gesorgt – wenn auch aus vollkommen anderen Gründen: Die Kinderbuchheldin Conni verärgerte Corona-Leugner.

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