Aktualisiert: 07.03.2021 - 08:46

Online-Shop nicht erreichbar Enorme Nachfrage nach Corona-Selbsttests: Bei Aldi & Lidl bricht Chaos aus

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Lidl und Aldi verkaufen seit 6. März Corona-Selbsttests. Doch der erste Ansturm zwang die Läden in die Knie.

Foto: [M] Shutterstock.com/John-Fs-Pic/CorinnaL

Lidl und Aldi verkaufen seit 6. März Corona-Selbsttests. Doch der erste Ansturm zwang die Läden in die Knie.

Wer am Tag des Verkaufsstarts einen Corona-Selbsttest abstauben wollte, musste schnell sein. Die Discounter Aldi und Lidl konnten die enorme Nachfrage nicht stemmen – weder im Laden noch online.

Sowohl Lidl als auch Aldi haben am Samstag, 6. März, mit dem Verkauf von Schnelltests für zu Hause begonnen. Doch die Nachfrage nach den Corona-Selbsttests konnten die Discounter kaum stemmen. Zeitweise ist sogar die Online-Seite der Discounterkette Lidl nicht abrufbar ist.

Corona-Selbsttest anwenden: So geht’s!
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Corona-Selbsttests heiß begehrt: Discounter entschuldigen sich

In den Filialen von Aldi war das Angebot derweil stark begrenzt. Teilweise, so etwa in Hamburg, habe es nur fünf Packungen gegeben – die entsprechend schnell ausverkauft waren. Denn die Testwilligen standen bereits vor Ladenöffnung Schlange. Man hatte offenbar noch Probleme, sofort an große Mengen zu kommen. Aldi-Pressesprecherin Nastaran Amirhaji erklärt im Gespräch mit dem Hamburg Journal etwa, dass das Angebot derzeit nicht im Gleichgewicht mit der starken Nachfrage sei.

Die Online-Seite der Kette war am Samstag zwar immer noch erreichbar, aber auch hier mussten die Kunden bereits ab den Mittagsstunden vertröstet werden. Die Corona-Selbsttests sind ausverkauft. "Es tut uns leid, wenn du kein Glück hattest", heißt es auf der Website. Neue Ware sei jedoch bereits geordert "und kommt schon in der nächsten Woche".

Unterdessen bei Lidl: Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur spot on news erklärt das Unternehmen: "Aufgrund des aktuell hohen Besucheraufkommens in unserem Onlineshop sind die Zugriffe teilweise kurzzeitig eingeschränkt." Man arbeite "mit Hochdruck daran, den gewohnten Service schnellstmöglich und vollumfänglich wieder herzustellen" und entschuldige sich für die Unannehmlichkeiten.

Warum alle einen Selbsttest wollen

Die Corona-Selbsttests sind ein wenig einfacher in der Anwendung als die bisherigen Schnelltests sowie die PCR-Tests, bieten aber eine recht sichere Momentaufnahme über die eigene Infektiösität. Damit sind sie zum Beispiel sinnvoll, bevor man etwa vorerkrankte oder ältere Familienmitglieder besucht, um diese noch besser vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. So funktionieren die Corona-Schnelltests aus dem Handel.

Beachten Sie aber, dass das Ergebnis nur kurzzeitig als nahezu sicher gilt, wenn der Test korrekt durchgeführt wurde. Sie könnten allerdings bereits infiziert sein und wenige Stunden bis Tage später durchaus infektiös sein. Bei einem Corona-Selbsttest müssen Sie sich außerdem isolieren und einen PCR-Test zur Bestätigung durchführen lassen.

Auf die anderen Schutzmaßnahmen wie Maske und Abstand, regelmäßiges Lüften und Händewaschen sowie sonstige Kontaktbeschränkungen sollten Sie trotzdem weiter achten. Nur gemeinsam lässt sich die Coronavirus-Pandemie eindämmen.

Was kostet ein Corona-Selbsttest?

Aldi Nord und Aldi Süd hatten erstmals am 4. März angekündigt, Corona-Selbsttests schon zwei Tage später, ab dem 6. März in ihren Filialen und auch online anzubieten. Für einen Fünferpack bezahlen Kunden an der Kasse 24,99 Euro.

Lidl verkauft die Selbsttests für Laien erst einmal online – ebenfalls im Fünferpack und versandkostenfrei für 21,99 Euro. In Kürze, so informiert das Unternehmen, sollen die Tests dann auch in allen Filialen erhältlich sein. Ein Termin wird jedoch noch nicht genannt. Der Ansturm auf den Discounter dürfte dann ähnlich hoch sein wie auf die Aldi-Märkte – sollte die Testverfügbarkeit bis dahin nicht stärker ausgeweitet worden sein.

Denn auch Drogeriemärkte und Apotheken sollen nebst Discountern in Kürze vermehrt Corona-Selbsttests verkaufen. Außerdem soll es schon ab Montag, so richtig dann aber ab April eine ausgeweitete Schnelltest-Strategie geben, um etwa in Schulen oder beim Arbeitgeber bundesweit wöchentlich mindestens einmal testen zu können.

Mehr Infos dazu gibt's hier: Wann, Wo, Wie und Wieviel? – eine Übersicht zu den Corona-Selbsttests

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