Aktualisiert: 06.03.2021 - 21:30

Schauspieler-Paar im Interview Andrea Sawatzki & Christian Berkel: "Am liebsten lachen wir über uns selbst"

Power-Paar: Andrea Sawatzki und Christian Berkel sind nicht nur vor der Kamera ein echtes Team. Auch privat halten sie immer zusammen. Im Interview plaudern die beiden über ihr gemeinsames Leben und ihren Beruf.

Foto: imago images/APress

Power-Paar: Andrea Sawatzki und Christian Berkel sind nicht nur vor der Kamera ein echtes Team. Auch privat halten sie immer zusammen. Im Interview plaudern die beiden über ihr gemeinsames Leben und ihren Beruf.

Normalerweise arbeiten sie getrennt, doch jetzt spielt das Schauspieler-Ehepaar endlich auch mal wieder zusammen. Im Interview mit BILD der FRAU sprechen Andrea Sawatzki & Christian Berkel darüber.

Andrea Sawatzki wurde am 23.2.1963 als Tochter einer Krankenschwester und eines Journalisten geboren. Zu ihren größten Erfolgen zählt die Rolle der Oberkommissarin Charlotte Sänger von 2002-2010 bei "Tatort" in Frankfurt. 2011 nahm sie an der RTL-Show "Let's Dance" teil. Seit 2013 ist sie neben der Schauspielerei außerdem eine erfolgreiche Roman-Autorin. Alle fünf Romane über ihre "Familie Bundschuh" wurden mittlerweile verfilmt und im ZDF ausgestrahlt. Beim Dreh zu "Tod auf Amrum" im Jahr 1997 lernte Sie ihren Ehemann Christian Berkel kennen und lieben.

Christian Berkel ist am 28.10.1957 in Berlin-Tegel geboren. Seine schauspielerische Karriere startete schon früh. Im Jahr 1976 hatte er sein Kinodebüt. Zu seinen bekanntesten Projekten zählt "Das Experiment" (2001), "Mogadischu" (2008) und "Der Mann im Fagott" (2011). Außerdem übernahm er von 2006-2020 die Hauptrolle in der Serie "Der Kriminalist". Mit Andrea Sawatzki ist er seit 2011 verheiratet und hat mit ihr zwei Söhne: Bruno (18) und Moritz (21).

Im Interview mit BILD der FRAU spricht das Schauspieler-Paar Andrea Sawatzki und Christian Berkel über das neue gemeinsame Filmprojekt, Bucherfolge und die Familie.

Andrea Sawatzki und Christian Berkel im Interview: Wir haben beide genügend Selbstironie

BILD der FRAU: Liebe Frau Sawatzki, lieber Herr Berkel, in Ihrer Komödie spielen Sie zwei Streithähne und Besserwisser. Wer von Ihnen weiß denn privat immer alles besser?

Christian Berkel: Im Film bin ich der Schlauberger, ganz klar. Und ich gebe zu: Privat muss ich mich auch manchmal am Riemen reißen.

Andrea Sawatzki: Christian lässt sich aber auch gerne von mir eines Besseren belehren!

C.B.: Das würde bei Andrea auch gar nicht gelingen, dass sie nicht zu Wort kommt. Zum Glück haben wir aber beide genügend Selbstironie, um in den entscheidenden Momenten über uns zu lachen

Weitsprung, Kugelstoßen, Sprint – das alles müssen Sie in Ihrem Film fürs Sportabzeichen können. Hat der Film bei Ihnen den Wunsch ausgelöst, wieder mehr zu trainieren?

C.B.: Zum Glück sind wir nicht so unsportlich, wie es im Film aussieht. Aber Andrea, erzähl doch mal, wie unser Trainer an uns verzweifelt ist.

A.S.: Wir hatten vorm Dreh einen sehr engagierten Trainer zugeteilt bekommen, der sich in den Kopf gesetzt hatte, aus uns Supersportler zu machen. Leider hat er nicht verstanden, dass wir die Disziplinen für den Film nicht wirklich können mussten. Wir haben versucht, ihn immer zu bremsen – ohne Erfolg (lacht).

Sport? Machen wir nur getrennt...

Und privat: Sind Sie da in Sachen Sport ehrgeiziger?

Beide: Wir machen keinen Sport zusammen. Nur getrennt. (lachen).

A.S.: Ich gehe joggen…

C.B.: … und ich mache mehr so Gymnastik und Liegestütze.

A.S.: So gibt‘s zum Glück keine direkte Konkurrenz.

Wie sieht das beim Bücherschreiben aus? Frau Sawatzki, Sie liegen in dieser Disziplin ja mengenmäßig vorne…

Ich habe mehr Bücher geschrieben, das stimmt. Aber Christian ist mir in Sachen Bestsellerlisten weit voraus. Wir sehen uns auch nicht als Konkurrenten, es sind ja unterschiedliche Genres, die wir bedienen. Ich schreibe Komödien und Christian Romane.

BUCH-TIPP: "Woanders ist es auch nicht ruhiger", Piper, 15 Euro (ab März)

C.B.: Wir freuen uns am Erfolg des anderen. In dem Moment, wo ein Paar denselben Beruf ausübt und in eine negative Konkurrenz gerät, sieht die Prognose für ihre Zukunft auch nicht sehr rosig aus.

BUCH-TIPP: "Ada", Ullstein Verlag, 24 Euro

Wir hatten immer das Ziel, als Eltern irgendwann nicht mehr gebraucht zu werden

Wie viel Humor gibt es denn bei Ihnen im Alltag? Spielen Sie Ihrer Frau Streiche?

Manchmal versuche ich, Andrea hinters Licht zu führen: Wenn ich Geschenke für sie aussuche und sie dann aber aufs Glatteis führe…

A.S.: Ja, bei uns geht es schon immer lustig zu. Ich drehe auch gerne die Heizung runter, wenn Christian sie vorher raufgedreht hat.

Worüber wird sonst noch daheim gelacht?

C.B.: Über uns selbst. Tatsächlich. Ich musste auch beim Dreh ständig losprusten, besonders als Andrea sich Kaffeepads in den Mund schob und wie ein Breitmaulfrosch aussah.

Sie sind auch Eltern zweier Söhne. Der Große, Moritz, ist inzwischen ausgezogen. Wie gehen Sie damit um?

C.B.: Andrea und ich hatten immer das Ziel, dass wir als Eltern irgendwann nicht mehr gebraucht werden. Dass unsere Kinder ihr Leben selbständig gestalten können. Natürlich hat das auch einen schmerzhaft en Aspekt – keine Frage. Aber: Man muss im Leben loslassen.

A.S.: Wir waren ja auch erfolgreich, denn unser Sohn kommt immer wieder gern zu uns. Natürlich tut es auch weh, wenn die Kinder weg sind. Wir haben aber regen Kontakt miteinander. Uns bringt nicht einmal die Distanz auseinander.

Zusammen kochen? Das geht wunderbar

Wo die Kinder groß sind, haben Sie wieder mehr Zeit als Paar. Was machen Sie dann gemeinsam, Herr Berkel?

Wir kochen gerne zusammen. Und das können wir richtig gut im Team. Andrea übernimmt die vegetarischen Gerichte und den Nachtisch. Ich bin Fleisch- und Fischspezialist. Und: Andrea ist eine begnadete Bäckerin.

Lecker! Aber wie bleiben Sie bei all der Bäckerei dann so schön schlank, liebe Frau Sawatzki?

Ich stelle den Kuchen den Männern hin.

TV-TIPP: Das Paar spielt zwei Alleinerziehende, die sich in Sachen Besserwisserei nichts schenken. Ein Streit beim Elternabend eskaliert zum sportlichen Wettstreit. Lustig.

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