04.03.2021 - 08:05

Die aktuellen Beschlüsse Lockdown-Verlängerung: Diese Regeln gelten bis zum 28. März!

In ihrer gestrigen Videokonferenz beschlossen Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder die Verlängerung des Lockdowns bis zum 28. März. Gleichzeitig wird es Öffnungen geben. Mit welchen Lockerungen wann zu rechnen ist, erfahren Sie hier.

Foto: Getty Images/ Omer Messinger

In ihrer gestrigen Videokonferenz beschlossen Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder die Verlängerung des Lockdowns bis zum 28. März. Gleichzeitig wird es Öffnungen geben. Mit welchen Lockerungen wann zu rechnen ist, erfahren Sie hier.

Gestern beschlossen die Kanzlerin und die Länder-Chefs die Verlängerung des Corona-Lockdowns. Gleichzeitig sind Lockerungen vorgesehen.

Der Corona-Lockdown geht in die Verlängerung: Bis zum 28. März sollen die herrschenden Maßnahmen vorerst weiterhin gelten. Diesen Entschluss fassten Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder gestern bei ihrer gemeinsamen Videokonferenz. Das Paradoxe daran: Obwohl der Lockdown verlängert wird und die Inzidenz-Werte nicht weiter sinken, wird es gleichzeitig einige Lockerungen und Öffnungen geben.

Lockdown mit Lockerungen: Was während der Verlängerung bis zum 28. März gilt

Für viele wahrscheinlich die wichtigste Nachricht: Sie dürfen sich bald wieder mit mehr Leuten treffen. Bereits ab dem 8. März sind private Zusammenkünfte wieder mit bis zu fünf Personen aus zwei verschiedenen Haushalten möglich. Kinder, die jünger sind als 14 Jahre, werden dabei nicht mitgezählt. Paare gelten als ein Haushalt, auch wenn sie nicht zusammenleben.

In Regionen, in denen die Inzidenz bei unter 35 liegt, dürfen sich sogar bis zu zehn Personen aus zwei verschiedenen Haushalten treffen. Auch hier sind Kinder bis 14 Jahre von den Beschränkungen ausgenommen.

Die neuen Kontaktbeschränkungen sind allerdings nicht in Stein gemeißelt. Es gibt eine Notbremse: Steigt die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über 100, gelten ab dem zweiten darauffolgenden Werktag wieder die vorher gültigen Regeln, d.h. Treffen sind erneut nur mit dem eigenen Haushalt und einer haushaltsfremden Person möglich.

Nach den Friseursalons: Diese Einrichtungen öffnen als Nächstes

Wer gehofft hatte, dass bald wieder spontane Shopping-Trips möglich sein würden, muss sich noch ein wenig gedulden. Doch es wird Öffnungen geben: Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte gelten nun als "Einzelhandel des täglichen Bedarfs" und sollen bundesweit öffnen – vorausgesetzt, sie können ein Hygienekonzept vorweisen, außerdem wird die Anzahl der Kunden begrenzt (ein Kunde pro 10 qm für die ersten 800 qm Verkaufsfläche, ab da ein Kunde pro weiterer 20 qm).

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Weiterhin können körpernahe Dienstleistungsbetriebe und Fahr- und Flugschulen wieder öffnen. Wenn bei der Inanspruchnahme der körpernahen Dienstleistungen das Tragen einer Maske nicht durchgängig möglich ist, muss der Kunde einen tagesaktuellen negativen Corona-Schnelltest oder -Selbsttest vorlegen. Auch das Personal muss ein Testkonzept vorweisen können.

Die "zwei Helfer gegen das Virus": Impfstoffe…

Kanzlerin Angela Merkel hatte eine hoffnungsvolle Botschaft an alle, die sich sorgen, ob die Rückkehr zu einem normalen Leben jemals möglich sein wird. "Der Frühling 2021 wird anders sein als der Frühling vor einem Jahr", sagte die Kanzlerin. Dies liege an den "zwei Helfern", die wir mittlerweile gegen das Coronavirus haben: verschiedene Impfstoffe und Tests.

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Laut Bundesregierung werden bis zum Ende der laufenden Kalenderwoche nach Angaben der Hersteller über elf Millionen Impfdosen an die Bundesländer ausgeliefert sein. Aktuell werden am Tag bis zu 200.000 Impfungen durchgeführt. Es ist also zu erwarten, dass "die Impfkampagne nun deutlich an Fahrt gewinnt".

In einem nächsten Schritt soll die Impfstrategie der Bundesregierung auf die Arztpraxen ausgeweitet werden. Bereits vor der Konferenz wurde darüber berichtet, dass die Corona-Impfung in den Arztpraxen ab Mitte März möglich sein soll. Von Seiten der Bundesregierung heißt es jetzt, dass die Impfung in den Arztpraxen ab Ende März/Anfang April möglich sein soll.

… und Corona-Tests

Einen weiteren "wichtigen Baustein, um mehr Normalität zu ermöglichen", stellen regelmäßige Corona-Tests dar. Bereits im Februar hatte Gesundheitsminister Jens Spahn allen Bürgern kostenlose Corona-Tests ab dem 1. März versprochen. Laut aktuellem Stand soll die Erweiterung der nationalen Teststrategie bis Anfang April umgesetzt werden.

Es ist geplant, dass das Personal in den Schulen und der Kinderbetreuung sowie die Schüler selbst dann mindestens einen kostenlosen Schnelltest pro Präsenz-Woche erhält. Das Gleiche gilt für Unternehmen. Auch allen anderen Bürgern soll, auch wenn keine Symptome vorliegen, mindestens einmal pro Woche ein kostenloser Schnelltest angeboten werden. Die Kosten dafür übernimmt der Bund.

Welche Öffnungen gibt es als Nächstes?

Auch die Öffnung weiterer Einrichtungen und Freizeitangebote ist im Gespräch, wann diese tatsächlich erfolgen, ist jedoch abhängig vom Infektionsgeschehen. Nachdem die Öffnung der Friseure als erster und die von Buchhandlungen und Co als zweiter Schritt gilt, sieht der Plan der Regierung folgende weitere Öffnungsschritte vor:

Erreicht eine Region eine stabile Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50, kann der Einzelhandel öffnen (mit Hygienekonzept und Kundenbeschränkung), außerdem Museen, Galerien, Zoos und botanische Gärten sowie Gedenkstätten. Kontaktfreier Sport in Gruppen von bis zu 10 Personen in Außensportanlagen soll dann ebenfalls möglich sein.

Bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 soll der Einzelhandel Click & Meet, also Shopping mit Termin, anbieten dürfen. Auch Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten sowie Gedenkstätten dürfen mit Terminvergabe öffnen. In Außensportanlagen ist außerdem Individualsport mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten und Sport in Gruppen von bis zu 20 Kindern bis 14 Jahren erlaubt.

Steigt die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgen Tagen wieder auf über 100, gelten wieder die Regeln, die bis zum 7. März gegolten haben.

Weitere Öffnungsschritte bei stabiler Inzidenz

Der vierte Öffnungsschritt sieht die Öffnung von Außengastronomie, von Theatern, Konzert- und Opernhäusern sowie Kinos und die Ausübung von kontaktfreiem Sport im Innenbereich und Kontaktsport im Außenbereich vor. Dazu muss allerdings zuerst eine stabile Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 vorliegen.

Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 sind die gleichen Öffnungen möglich, Besucher und Teilnehmer müssen dann jedoch einen tagesaktuellen Corona-Schnelltest vorweisen können. Außerdem werden beispielsweise in der Gastronomie die Kontaktdaten erfasst.

Bleibt die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50, sollen auch Freizeitveranstaltungen mit bis zu 50 Teilnehmern sowie Kontaktsport in Innenräumen wieder möglich sein. Über "weitere Öffnungsschritte und die Perspektive für die hier noch nicht benannten Bereiche aus den Branchen Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen, Reisen und Hotels" soll am 22. März noch einmal beraten werden.

Quelle: bundesregierung.de

Den vollständigen Beschluss der Kanzlerin und der Ministerpräsidenten finden Sie hier: Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 3. März 2021

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