02.03.2021 - 11:25

Bürgertests Es geht voran: Bald kommen die kostenlosen Corona-Tests für alle!

Noch im März sollen jedem Bürger zwei kostenlose Corona-Schnelltests pro Woche zur Verfügung stehen.

Foto: imago images/photothek

Noch im März sollen jedem Bürger zwei kostenlose Corona-Schnelltests pro Woche zur Verfügung stehen.

Bald sollen die kostenlosen Corona-Schnelltests für alle verfügbar sein. So viele Tests soll jeder Bürger pro Woche machen können...

Lange haben wir darauf gewartet, jetzt sieht es aus, als ob der Plan, die Corona-Testkapazitäten umfassend auszuweiten, endlich Gestalt annimmt. Das Gesundheitsministerium plant, dass jeder Bürger schon bald auf zwei kostenlose Corona-Schnelltests pro Woche zurückgreifen kann. Diese sollen von geschultem Personal in dafür vorgesehenen Einrichtungen vorgenommen werden. Das umfangreiche Testangebot soll im März starten, der genaue Termin steht allerdings noch nicht fest.

Kostenlose Corona-Schnelltests: Zwei pro Woche für jeden

Auch, wenn voraussichtlich nicht jeder Bürger das Angebot voll ausschöpfen wird, kommt da trotzdem eine große Menge an Schnelltests zusammen. Wie das Ärzteblatt unter Bezugnahme auf ein neues Diskussionspapier des Gesundheitsministeriums berichtete, rechnet das Ministerium damit, dass 2 bis 2,5 Prozent der Bevölkerung pro Tag das Angebot nutzen wird. Das sind täglich immerhin über 2 Millionen Menschen, die getestet werden müssten.

Um dieses Mammut-Projekt zu stemmen, sollen die Corona-Schnelltests nicht nur in Testzentren oder Arztpraxen verfügbar sein, sondern auch von weiteren Dienstleistern durchgeführt werden. Dabei soll es sich um Dienstleister handeln, die bereits in der Vergangenheit an Flughäfen, Bahnhöfen o.ä. kurzfristig Testzentren aufgebaut haben.

Die Kosten für das Projekt werden derzeit auf 540 bis 810 Millionen Euro pro Monat geschätzt. Die Kosten übernimmt der Bund. Das Angebot soll vorläufig bis Ende Juni gelten, Anfang Juni soll dann eine Evaluation der Teststrategie vorgenommen und über den weiteren Vorgang entschieden werden.

Positives Testergebnis – was nun?

Personen, die auf das Coronavirus getestet wurden, sollen ihr Ergebnis schriftlich oder digital erhalten. Das Ergebnis soll nicht nur der eigenen Gewissheit dienen, sondern auch zur Vorlage in verschiedenen Einrichtungen genutzt werden können, beispielsweise beim Besuch in Pflegeheimen oder bei der Einreise aus Risikogebieten. Eventuell ließe sich die Strategie auch für andere Einrichtungen nutzen.

Sollte der Schnelltest positiv ausfallen, soll es möglich sein, das Ergebnis noch vor Ort mit einem PCR-Test zu überprüfen – schließlich ist bekannt, dass falsch positive Ergebnisse bei den Corona-Schnelltests keine Seltenheit sind.

Ebenfalls im Kommen: Selbsttests für Zuhause

Das Konzept des Gesundheitsministeriums stimmt mit der Ankündigung überein, die Gesundheitsminister Jens Spahn bereits Mitte Februar machte: Ab März sollen ihm zufolge allen Bürgern kostenlose Corona-Schnelltests zur Verfügung stehen. Der Minister stellte außerdem die baldige Zulassung sogenannter Laientests in Aussicht. Die Schnelltests für zu Hause sollen frei im Handel erhältlich sein. Bei diesen Discountern wird es die Corona-Schnelltests voraussichtlich zu kaufen geben – und so viel sollen sie kosten.

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Denkbar ist auch der Einsatz solcher Laientests, um bestimmte Freizeiteinrichtungen zu betreten, beispielsweise Restaurants oder Kinos. In dem Fall sollen die Selbsttests direkt vor Ort unter Aufsicht durchgeführt werden, um die Echtheit des Testergebnisses zu garantieren.

Ein weiterer möglicher Einsatzort für die Selbsttests sind Schulen und Unternehmen. Schulen und Arbeitgeber müssten in diesem Fall die Tests bereitstellen und Schülern und Arbeitnehmern zeigen, wie man sie richtig durchführt.

Wie viel genau die Selbsttests kosten sollen, ist noch nicht klar. Jens Spahn hatte in Aussicht gestellt, dass Bürger für diese nur eine geringe Eigenbeteiligung zahlen müssen. Ob dies umsetzbar ist, soll eine Arbeitsgruppe der Bundesregierung prüfen.

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