02.03.2021 - 07:40

Öffnungsperspektiven Der Lockdown soll verlängert werden – mit Ausnahmen!

Der Lockdown soll bis Ende März verlängert werden. Doch wie es aussieht, ist auch mit Ausnahmen zu rechnen. So gehören komplett geschlossene Geschäfte vielleicht schon bald der Vergangenheit an: Termin-Shopping soll es möglich machen.

Foto: imago images/IPA Photo

Der Lockdown soll bis Ende März verlängert werden. Doch wie es aussieht, ist auch mit Ausnahmen zu rechnen. So gehören komplett geschlossene Geschäfte vielleicht schon bald der Vergangenheit an: Termin-Shopping soll es möglich machen.

Morgen diskutieren Bund und Länder über den Fortgang des Lockdowns. Womit bereits jetzt zu rechnen ist.

Mittlerweile sind wir dieses Spiel bereits gewohnt: Am morgigen Mittwoch beraten sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten mal wieder darüber, wie es mit den Corona-Maßnahmen weitergeht. Wird der Lockdown verlängert? Darf man auf Öffnungen hoffen? Offenbar herrscht bereits Einigkeit bezüglich des weiteren Vorgehens: Der Lockdown soll bis Ende März verlängert werden – aber mit Ausnahmen.

Lockdown-Verlängerung bis Ende März – das sind die Ausnahmen

Wie das Nachrichtenportal Business Insider berichtete, planen Bund und Länder, den Lockdown generell bis Ende März zu verlängern. Die bislang herrschenden Maßnahmen sollen weiterhin gelten – doch es soll Ausnahmen geben. So ist beispielsweise eine neue Öffnungsstrategie im Gespräch.

Bislang war lediglich die Öffnung der Friseursalons ab dem 1. März geplant, weitere Öffnungen sollten erst ab einer 7-Tage-Inzidenz von unter 35 umgesetzt werden. Da die Infektionszahlen – möglicherweise befeuert durch die neuen Varianten des Coronavirus – derzeit jedoch stagnieren bzw. teilweise sogar wieder leicht steigen, scheint es unrealistisch, den angestrebten Inzidenzwert zu erreichen. Aus diesem Grund ist ein "Öffnungskorridor" bei einer 7-Tage-Inzidenz unter 70 geplant.

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Mit diesen Öffnungen können wir rechnen

Dieser Öffnungskorridor umfasst beispielsweise die Öffnungen der Außenbereiche von Restaurants – vorausgesetzt, diese können ein Hygienekonzept vorweisen, und es stehen genügend Schnell- und Selbsttests zur Verfügung. Erst neulich hatte Gesundheitsminister Jens Spahn angekündigt, dass es ab März kostenlose Schnelltests für alle geben solle.

Auch Shopping im Einzelhandel soll, nach vorheriger Vergabe von Einzelterminen, wieder möglich sein. Click & Meet nennt sich diese Form des Termin-Shoppings, die in einigen Bundesländern, beispielsweise Rheinland-Pfalz, Hessen oder Baden-Württemberg, schon jetzt oder bald möglich ist.

Lockdown-Müdigkeit vs. dritte Welle

Kürzlich hatte das Robert-Koch-Institut in Zusammenhang mit seinem Vier-Stufen-Plan festgestellt, dass die Akzeptanz für die Corona-Maßnahmen in der Bevölkerung zurückgeht. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte laut Tagesschau außerdem, dass "wir uns eine unveränderte Fortführung der Lockdown-Maßnahmen immer weniger leisten können". Ärzte und ein Teil der Länder-Chefs warnen laut Frankfurter Rundschau hingegen vor Lockerungen und sprechen sich trotz Lockdown-Müdigkeit in der Bevölkerung für eine Verlängerung der Maßnahmen aus.

Zuvor hatten einige Bundesländer bereits eigenmächtig Lockerungen beschlossen. Viele waren beispielsweise auf die Forderung der Zoos eingegangen, ab März wieder öffnen zu dürfen.

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