01.03.2021 - 07:51

Innehalten? Lieber nicht Wegen Corona: In Düsseldorf ist Stehenbleiben jetzt verboten

Am Rheinufer und in der Altstadt gilt Düsseldorf jetzt ein Verweilverbot.

Foto: imago images/Fotografie73

Am Rheinufer und in der Altstadt gilt Düsseldorf jetzt ein Verweilverbot.

Weil sich bei dem Frühlingswetter zu viele Menschen am Rheinufer die Beine vertreten wollten, gilt in Düsseldorf jetzt ein Verweilverbot.

Gemütlich in der Frühlingssonne am Rhein entlang flanieren, kurz stehen bleiben um die schöne Aussicht zu genießen oder sich auf einer Bank niederlassen und dabei entspannt den anderen Spaziergängern zugucken: Diese Aktivität, die wie geschaffen für die ersten warmen Tage scheint, ist in Düsseldorf im Moment nicht erlaubt. Da das Rheinufer das bevorzugte Spazierziel zu vieler Menschen war und die Corona-Sicherheitsabstände bei dem Andrang nicht mehr gewahrt werden konnten, hat die Stadt Düsseldorf dort vorübergehend ein Verweilverbot verhängt.

Düsseldorf beschließt Verweilverbot

Verweilverbot? Welches Verweilverbot? Wer innerhalb des erweiterten Maskenpflichtgebiets "Altstadt" ein Päuschen einlegen möchte und anschließend versucht, sich damit herauszureden, er habe nichts von der neuen Regel gewusst, hat schlechte Karten: Die Stadt Düsseldorf hat keine Mühen gescheut und über 300 Schilder in der Altstadt und am Rheinufer montiert, die auf das Verbot hinweisen. Medienberichten zufolge patrouillierten zusätzlich Polizisten und Mitarbeiter des Ordnungsamts, die verweilende Bürger zum Weitergehen aufforderten.

Beschlossen wurde das Verweilverbot am 24. Februar, nach dem ungewohnt frühlingshaften Wochenende, an dem die Temperaturen in manchen Gebieten Deutschlands auf über 20 Grad kletterten. Die neue Regel soll vorerst bis zum 14. März gelten.

Wer sich nicht sicher ist, ob er gerade verweilt, erhält auf der Website der Stadt Auskunft darüber, was genau das Verweilverbot umfasst: "In einem Verweilverbotsgebiet dürfen sich Menschen im öffentlichen Raum aufhalten, so lange sie sich fortbewegen, jedoch nicht verweilen, im Sinne von länger stehen bleiben, sich hinsetzen oder zum Beispiel auf eine Wiese legen."

Großraumbüro statt Bank mit Uferblick

Im Netz sorgte das Verweilverbot bereits für eine ordentliche Portion Spott. Auf Twitter kritisieren Nutzer insbesondere die Tatsache, dass das Verweilverbot greift, während gleichzeitig Schüler wieder zum Präsenzunterricht geschickt werden und Großraumbüros nach wie vor geöffnet bleiben dürfen.

Auch der Umstand, dass das Corona-Ansteckungsrisiko im Freien generell als gering eingestuft wird, dann aber ausgerechnet dort eine solche Maßnahme verhängt wurde, sorgte für Unmut. Die Verhältnismäßigkeit scheint für viele nicht mehr gegeben zu sein.

Trotz Lockdown befinden wir uns aktuell in der dritten Corona-Welle. Mit dafür verantwortlich sind auch die neuen Coronavirus-Varianten, die sich auch in Deutschland ausbreiten. Die gute Nachricht: Die Corona-Impfstoffe können auch an die Mutanten angepasst werden.

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