Aktualisiert: 04.03.2021 - 20:18

Albtraum wird zur Realität Mit diesen 6 Tricks schrecken Sie Einbrecher*innen ab!

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Alle 5 Minuten wird in Deutschland ein Einbruch begangen. So können Sie sich schützen.

Foto: GettyImages/krisanapong detraphiphat

Alle 5 Minuten wird in Deutschland ein Einbruch begangen. So können Sie sich schützen.

Man kommt nach dem Urlaub nach Hause, freut sich auf die eigenen vier Wände und dann das: Das Türschloss ist geknackt, Klamotten liegen auf dem Boden verstreut, Schubladen wurden herausgerissen und alle Wertsachen fehlen. Einen Einbruch kann man nie ganz ausschließen, doch man muss es den Dieb*innen zumindest nicht ganz so leicht machen.

"Was ist das für ein merkwürdiges Knarren auf der Treppe? Sind das die Schritte des Nachbarn? Höre ich da irgendwas am Türschloss?" Die Angst vor einem Einbruch begleitet viele Leute. Vor allem, wenn man nachts im Bett liegt oder alleine zu Hause ist, scheint jedes kleinste Geräusch wie eine Bedrohung. Doch keine Sorge: Mit diesen Tricks können Sie Einbrecher*innen abschrecken.

Einbruch verhindern: Achten Sie auf diese Anzeichen!

Einbrecher*innen suchen sich ihr Zielobjekt in der Regel nicht spontan aus: Die Häuser werden beobachtet und ausspioniert, um sich einen Eindruck darüber zu verschaffen, wer darin wohnt, welche Ausbeute darin zu finden sein wird und zu welchem Zeitpunkt gerade niemand zu Hause ist. Seien Sie also auf der Hut und notieren Sie sich die Kennzeichen von unbekannten Autos, die über einen längeren Zeitraum in Ihrem Wohnviertel herumstehen. Auch Fremde, die vor Ihrem Haus hin und her spazieren sind höchst verdächtig.

Gewähren Sie keiner unbekannten Person Eintritt oder Einblick in ihre Wohnung: Oftmals geben sich Einbrecher als Servicetechniker*innen, Handwerker*innen oder durstige Jogger aus, um sich einen Eindruck über die Wohnsituation verschaffen zu können. Seien Sie freundlich, aber bestimmt und notieren Sie sich Merkmale des Gesichts oder der Bekleidung des*der Verdächtigen, um sich mit Nachbar*innen austauschen und gegebenenfalls die Polizei informieren können.

Haben Sie an Ihrer Haustür, der Fassade oder am Gartenzaun einmal eine merkwürdige Markierung gefunden? Das könnte ein sogenannter "Gaunerzinken" sein: Das sind Geheimzeichen, die Bandenmitglieder benutzen, um zu kommunizieren, ob das Haus ein leichtes Ziel ist oder nicht. Wenn Sie eine solche Markierung gefunden haben, ist es wichtig, dass Sie diese sofort entfernen und ihr Grundstück auf weitere Kritzeleien absuchen. Damit ihr Haus nicht zu einer einfachen Zielscheibe wird, sollten Sie folgende Vorsichtsmaßnahmen treffen:

1. Sichern Sie Fenster und Türen

Je länger der Einbruchsversuch dauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der*die Täter*in aufgibt und weiterzieht. Machen Sie alle Fenster zu bevor Sie das Haus verlassen und achten Sie darauf, die Tür hinter sich immer zuzuschließen.

Der Ersatzschlüssel wird oft unter der Fußmatte, dem Blumentopf oder hinter der Hecke versteckt. Das ist zwar praktisch, doch auch äußerst unsicher. Deponieren Sie den Schlüssel besser bei Freunden oder Bekannten, die bei Ihnen in der Nähe wohnen.

Elektronische Türschlösser mit Zahlenkombination oder spezielle Sicherheitsschlösser machen den Einbruch besonders schwer. Und auch ein Vorhängeschloss kann Ihnen mehr Sicherheit bieten.

Vergessen Sie auch nicht die Kellertür: Die großen Schlüssellöcher lassen sich ganz einfach knacken, weshalb hier extra Vorsichtsmaßnahmen gefragt sind. Sogenannte Schlüssellochsperren werden in das Schlüsselloch gesteckt, verhaken sich mit diesem und machen das Öffnen mit etwas anderem als dem ursprünglichen Schlüssel beinahe unmöglich.

2. Überwachungskameras installieren

Offensichtliche Überwachungskameras schrecken Einbrechende mit Sicherheit ab: Dabei ist es auch egal, ob es sich um eine echte Kamera oder nur eine Attrappe handelt. Wichtig ist, dass die einbrechende Person ins Zweifeln kommt und weiterzieht.

3. Wachhund

Vor allem große Hunde können Einbrechende schnell abschrecken. Kaum jemand möchte das Risiko eingehen von einem kläffenden Hund entdeckt und womöglich gebissen zu werden.

Wenn Sie keinen Hund haben, müssen Sie nicht direkt ins Tierheim rennen: Es reicht auch schon ein Schild am Gartenzaun mit der Aufschrift "Vorsicht, hier wache ich!" oder Ähnlichem.

3. Anwesenheit vortäuschen

Einbrechende vermeiden Häuser und Wohnungen, in denen sich Leute befinden. Auch elektronisches Hundegebell oder Fernsehgeräusche machen dem Eindringling vor, dass jemand zu Hause sei.

Wenn ein längerer Urlaub ansteht, decken viele Leute ihre Gartenmöbel ab oder räumen Sie in die Garage. Besser ist es jedoch in wetterfeste Ausstattung zu investieren und die draußen stehen zu lassen. Das erweckt den Eindruck, dass Sie nur kurz weg sind und jederzeit wiederkommen könnten. Dieses Risiko gehen Einbrecher*innen oftmals nicht ein.

4. Bewegungsmelder installieren

Kaum ein*e Einbrecher*in möchte auf frischer Tat ertappt und beobachtet werden. Nicht umsonst lassen viele Geschäfte nachts das Licht an. Statten Sie Ihr Haus deshalb mit Bewegungsmeldern aus: Das plötzliche und grelle Licht schreckt ungebetene Besucher*innen mit Sicherheit erstmal ab.

5. Hecke schneiden

Wenn Ihre Hecke hoch wuchert, haben es Einbrecher*innen schwer, sich einen Überblick über das Haus zu verschaffen und in die Fenster hineinzuspähen. Obwohl das zunächst einleuchtend klingt, sollte man die Heckenschere dennoch nicht in den Schuppen verbannen. Denn der Sichtschutz schützt zwar vor neugierigen Blicken, macht es jedoch auch ganz einfach das Haus unbeobachtet auszurauben, da Nachbar*innen die ungewöhnlichen Aktivitäten nicht bemerken und eingreifen können.

Doch was können Sie tun, wenn Ihr Nachbar die Hecke nicht schneidet? Dürfen Sie bei herüberragenden Ästen und Wurzeln selber zur Schere greifen? Das sagt die aktuelle Rechtslage.

6. Wertsachen verstecken

Wenn es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen jemand geschafft hat, in Ihr Heim einzudringen, dann können Sie nur noch versuchen den Schaden zu minimieren, indem Sie Wertsachen verstecken. Lose Fliesen, hohle Gardinenstangen oder ausgehöhlte Bücher eignen sich hierfür besonders gut.

Bevor Sie in den Urlaub fahren, lohnt es sich außerdem alle wertvollen Gegenstände abzufotografieren. Das macht es später einfacher, das verlorene Geld von der Versicherung zurückzubekommen. 8 wichtige Schritte, damit die Hausratversicherung zahlt.

Gefahren lauern überall: Immer wieder hört man von gemeinen Trickdieben, die andere Leute um Wertgegenstände oder hohe Geldsummen bringen. So schützen Sie sich vor Betrugsmaschen.

Entweder war es einfach nicht seine Zeit oder er ist schon so abgebrüht bei seinen Untaten, dass ihn nicht einmal mehr ein wachhaltender Adrenalinkick durchströmt. Anders kann man es sich nicht erklären, dass es ein dreister Dieb schaffte, während eines Einbruchs einfach einzuschlafen.

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