18.02.2021 - 08:55

Für mindestens eine Woche Wegen Corona: Flensburg untersagt private Treffen komplett

Wegen Corona sind private Treffen in Flensburg vorerst komplett untersagt. Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, weist darauf hin, wie wichtig es ist, "dass jede einzelne Person die nicht notwendigen Kontakte vermeidet".

Foto: imago images/penofoto

Wegen Corona sind private Treffen in Flensburg vorerst komplett untersagt. Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, weist darauf hin, wie wichtig es ist, "dass jede einzelne Person die nicht notwendigen Kontakte vermeidet".

Aufgrund des besorgniserregenden Infektionsgeschehens in Flensburg hat die Landesregierung Schleswig-Holsteins eine drastische Entscheidung getroffen.

Während die Corona-Infektionszahlen in den meisten Regionen Deutschlands sinken, hat die Stadt Flensburg in Schleswig-Holstein nach wie vor mit einer 7-Tage-Inzidenz von 185 zu kämpfen. Und damit nicht genug: Bei circa einem Drittel der Infizierten konnten neuen Coronavirus-Mutationen nachgewiesen werden. Aufgrund des besorgniserregenden Infektionsgeschehens wurde jetzt eine drastische Maßnahme beschlossen: Wegen der hohen Zahl an Corona-Infektionen sind in Flensburg vorerst keine privaten Treffen mehr erlaubt.

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Corona-Risikogebiet Flensburg: Keine privaten Treffen erlaubt

Gestern verkündete die Landesregierung Schleswig-Holsteins, in Flensburg die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu verstärken. Die wohl drastischste Regel: Alle privaten Treffen werden vorerst untersagt. Kontakte sind nur noch innerhalb des eigenen Haushalts erlaubt, jegliche Treffen mit haushaltsfremden Personen zu privaten Zwecken sind verboten, egal ob diese zu Hause oder im öffentlichen Raum stattfinden.

Weiterhin wird eine nächtliche Ausgangsbeschränkung zwischen 21 und 5 Uhr angeordnet. Die Wohnung darf dann nur noch aus triftigem Grund verlassen werden, beispielsweise, um zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen.

Die verschärften Regeln treten am Samstag in Kraft. Die Maßnahmen sollen vorerst für eine Woche gelten, es besteht die Option auf Verlängerung.

Corona-Regeln in Flensburg: Diese Ausnahmen gibt es

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) äußert sich in der Mitteilung der Landesregierung folgendermaßen: "Es kommt weiterhin darauf an, dass jede einzelne Person die nicht notwendigen Kontakte vermeidet."

Nichtsdestotrotz gibt es auch bei diesen strengen Corona-Regeln Ausnahmen. Besuche im Krankenhaus sind weiterhin erlaubt, eine registrierte Person darf außerdem Angehörige im Pflegeheim besuchen – vorausgesetzt, es liegt ein negativer Corona-Test vor. Paare mit getrennten Wohnsitzen dürfen sich weiterhin sehen, auch Kinder getrennt lebender Eltern dürfen beide Elternteile sehen.

"Massive freiheitseinschränkende Maßnahmen"

Der Gesundheitsminister Schleswig-Holsteins, Heiner Garg (FDP), weist darauf hin, dass es sich bei den neuen Regeln um "massive freiheitseinschränkende Maßnahmen" handelt, die "unbedingt zeitlich eng begrenzt sein müssen". Er bezeichnet die Maßnahmen als "notwendig, um den Siegeszug der Virusvarianten zu bremsen" und hofft, auf diese Weise auch in Flensburg den "Trend mit abnehmenden Neuinfiziertenzahlen" zu erreichen.

Mehr Neuigkeiten und Informationen über das Coronavirus finden Sie auf unserer Themenseite. Hier erfahren Sie unter anderem, wie sehr sich die neuen Varianten des Coronavirus bereits in Deutschland ausgebreitet haben. Außerdem erklären wir, warum das Vakzin von AstraZeneca kein Impfstoff zweiter Klasse ist. Und es gibt noch eine weitere frohe Botschaft: Ab März sollen alle Bürger ein Recht auf kostenlose Corona-Schnelltests haben.

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