Aktualisiert: 16.02.2021 - 21:16

"Große Ungerechtigkeit" "Mehr als ratlos" – ernste Worte einer Gärtnerin auf Facebook zu den Corona-Bestimmungen

Blumen kaufen viele derzeit im Supermarkt. Aber bleiben dadurch die Blumenhändler auf der Strecke? Eine Gärtnerin befürchtet dies.

Foto: Getty Images/ALEAIMAGE

Blumen kaufen viele derzeit im Supermarkt. Aber bleiben dadurch die Blumenhändler auf der Strecke? Eine Gärtnerin befürchtet dies.

Allerlei Blumen werden derzeit in großer Auswahl bei den Lebensmittelhändlern angeboten, während Blumenläden geschlossen sind. Über diese unfaire Situation ärgerte sich nun die Betreiberin einer Gärtnerei in einem Clip und stellte ihn auf Facebook.

Gärtnerin Christine Kraus aus Waischenfeld hat mit ernsten Worten in einem sechsminütigen Minuten Video klargemacht, was sie von der Ungerechtigkeit hält, die gerade in Deutschland herrscht. Nämlich dass im Lockdown Lebensmittelläden immer mehr Blumen anbieten, sie selbst aber ihren Laden geschlossen halten muss. Sie erzählt von ihrem Leid, warnt vor Kultursterben und ruft zur Verbreitung des Posts auf, auf dass sich die Politik dazu veranlasst fühlen möge, endlich zu handeln. Zu den Details des viral gegangenen Hilferufs, über den nordbayern.de bereits berichtete.

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Facebook-Video: Gärtnerin entsetzt über Corona-Beschränkungen

Erst vor Kurzem gab es die Friseurin aus Dortmund, die ihre Verzweiflung über die momentane Corona-Situation in einem Video kundtat und diese im Netz veröffentlichte. Sie berichtete voller Tränen, kurz vor dem Ruin zu stehen. Nun greift eine Gärtnerin aus Waischenfeld zum selben Mittel. Ihr Video kommt zwar viel weniger emotionsgeladen daher, und auch Tränen bleiben aus, doch die Not ist die gleiche.

Die Betreiberin einer Gärtnerei schildert, wie erschrocken sie darüber ist, dass verschiedene Discounter ihr Blumenangebot und Personal derzeit sogar noch aufstocken, während ihr Blumengeschäft selbst nur per Call-&-Collect-Service weiterlaufen darf. Nicht einmal Trauernde darf sie vor Ort beraten, sie müssen ihre Blumen blind vom Telefon aus bestellen. Sie sagt: "Es ist eine große Ungerechtigkeit, dass die Discounter gerade in der Zeit so einen großen Reibach machen, und wir dürfen die Kunden nicht in unsere Geschäftsräume reinlassen".

"Ob man nicht irgendetwas gegen diese Ungerechtigkeit tun könnte"

Weiter warnt sie davor, dass auf diese Weise Blumengeschäfte und andere handwerkliche Betriebe aussterben könnten und fragt schließlich ihre Zuhörer, wer dann Trauer- und Hochzeitsblumenschmuck binden würde – denn der Discounter täte dies nicht. "Man sollte wirklich mal überlegen, ob man nicht irgendetwas gegen diese Ungerechtigkeit tun könnte, gerade in der jetzigen Zeit", meint die verzweifelte Gärtnerin. Denn mit dem Aussterben der Floristik würde ihres Erachtens einiges an Kultur verloren gehen. Außerdem appelliert sie an jeden Facebook-User, diesen Post zu teilen. Sie erhofft sich davon, dass die Politiker sich gezwungen sehen werden, dem durch Corona so stark geschwächten kleineren Einzelhandel und dem Mittelstand zu helfen.

Es ist einfach nur traurig, wie viele Menschen derzeit um ihre Existenz bangen. Dieses Leid ereilte auch die angesprochene Dortmunder Friseurin, die vollkommen am Ende ist und die mit ihrem Hilferuf auf Instagram viral ging. Auch manchen Promis geht es nicht anders. Beispielweise bleiben die Corona-Hilfen bei Starkoch Tim Raue aus. Er ist blank, deswegen zog auch er blank.

Familie und Leben

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