14.02.2021 - 12:29

Minus 40 Grad sind ideal... Eishaar-Wettbewerb: Würden Sie teilnehmen?

Wär das was für Sie? Beim Eishaar-Wettbewerb in Kanada gefrieren Teilnehmer die nassen Haare bei Eiseskälte. Die bizarrsten Formen gewinnen.

Foto: IMAGO / Cover-Images

Wär das was für Sie? Beim Eishaar-Wettbewerb in Kanada gefrieren Teilnehmer die nassen Haare bei Eiseskälte. Die bizarrsten Formen gewinnen.

Alljährlich findet in Nordkanada ein Eishaar-Wettbewerb statt, bei dem die Teilnehmer ihre nassen Haare bei Eiseskälte, grotesk in Form gebracht, gefrieren lassen.

Es gibt schon merkwürdige Aktionen, mit denen man sich die Zeit vertreiben kann. Erinnern Sie sich noch an die Ice Bucket Challenge, bei dem sich Menschen mit Eiswasser übergießen ließen? Wem das schon zu abgefahren war, dem würden sich bei diesem Ereignis vermutlich die Haare sträuben – wenn auch aus einem anderen Grund: Beim Eishaar-Wettbewerb in Kanada gefrieren nämlich die Haare, weil die Außentemperatur einfach höllisch kalt ist...

Eishaar-Wettbewerb in Kanada: Ganz schön bizarr, dieses Haar

Das Territorium Yukon im Nordwesten Kanadas ist wild, bergig – und im Winter, Pardon, saukalt! Viel zu tun gibt es in der spärlich besiedelten Region, zumal bei eisigen Temperaturen, nicht wirklich. Außer, man nimmt am Hair Freezing Contest, zu deutsch: Eishaar-Wettbewerb, teil.

Der findet im Thermalbad Takhini Hot Springs statt, dessen Quellwasser etwa 40 Grad warm ist. Ach so, werden Sie jetzt vielleicht enttäuscht sagen. Aber glauben Sie Nikolai Paterak, dem Sieger des Jahres 2020, der im Interview mit dem "Süddeutsche Magazin" dazu Folgendes sagt: "Das Quellwasser ist 40 Grad warm, der Unterschied für den Körper also fast 80 Grad Celsius. Ein anderer Wettkämpfer, der ebenfalls sein Haar gefrieren lassen wollte, hat nach zehn Minuten angefangen vor Schmerz zu schreien." Denn wenn das anfänglich warme, nasse Haar auf dem Kopf bei solchen Temperaturen zu Eis wird, tut das einfach richtig weh!

Haare gefrieren lassen: So geht's

Damit die Teilnehmer beim Wettbewerb auch nichts falsch machen, gibt's auf der Webseite des Contests sogar eine Anleitung, wie man das Haar richtig gefrieren lässt: Für beste Ergebnisse, heißt es dort, sollte die Außentemperatur unter minus 20 Grad Celsius liegen. Das Einfrieren der Haare richtet auch keinen Schaden an, wird dort versichert.

Dann soll die kalte Luft das Haar langsam einfrieren lassen, die Ohren wiederum sollen warm gehalten werden, indem sie regelmäßig in das heiße Wasser getaucht werden. Dann solle man sich in Geduld üben: "Alle nassen Haare gefrieren irgendwann, einschließlich Augenbrauen und sogar Wimpern." Im Falle von Nikolai Paterak war es zusätzlich auch noch das Brusthaar, das gefroren war. Alle Achtung...

2000 US-Dollar Preisgeld winken

Sobald das Haar dann in Form gebracht und gefroren ist, sind die Teilnehmer angehalten, die Klingel in der Nähe des Pooleingangs zu betätigen und jemanden der MitarbeiterInnen ein Foto machen zu lassen.

Normalerweise stehen die GewinnerInnen des jährlichen Wettbewerbs im Februar fest – wegen der Pandemie soll die Siegerehrung dieses Jahr allerdings erst im April stattfinden.

Okay, dieses Jahr wäre es mit der Teilnahme von weiter weg ja ohnehin nichts geworden, aber wer weiß, vielleicht sind im nächsten Winter Fernflüge ja wieder möglich. Und spätestens dann könnten Sie über eine Teilnahme zumindest mal nachdenken. Bibber...

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