Aktualisiert: 13.02.2021 - 22:04

Der Schauspieler im Interview Sebastian Ströbel: "Ruhe? Gibt's bei uns nur im Bad!"

Cooler Papa! Aber: "Ich kann auch knallhart sein", sagt der 43-jährige "Die Bergretter"-Schauspieler Sebastian Ströbel im Interview.

Foto: IMAGO / Andreas Gora

Cooler Papa! Aber: "Ich kann auch knallhart sein", sagt der 43-jährige "Die Bergretter"-Schauspieler Sebastian Ströbel im Interview.

Er ist unser Held in den Bergen: Seit sechs Jahren ist der 43-Jährige als "Bergretter" im Einsatz – und verlässt für den Dreh stets seine Basis in Hamburg. Ein Gespräch über Heimat, Familie und winzige Zeitinseln...

Am 2. Februar 1977 kam Sebastian Ströbel in Karlsruhe auf die Welt. Serien wie "Kommissar Rex" und "Polizeiruf 110", aber auch "Der Dicke – Voll ins Herz" und "Die Hochzeit meiner Schwester" machten ihn bekannt. Seit 2014 spielt er eine der Hauptrollen in "Die Bergretter". Privat ist der Schauspieler mit Ehefrau Kristina (42) glücklich. Mit ihren vier Töchtern (15, 13, 10 und 2) leben sie bei Hamburg.

Im Interview mit BILD der FRAU verrät Sebastian Ströbel mehr darüber, was für ihn Heimat und Familie bedeutet und wie er sich Zeit für seine Ehe nimmt.

Sebastian Ströbel über sein Leben als "Bergretter"

BILD der FRAU: Lieber Sebastian, sind Sie noch gern der Bergretter?

Sebastian Ströbel: Total. Ich liebe es, in den Bergen zu sein. Die Region um das Dachsteinmassiv ist für mich ein Stück Heimat geworden. Für meine Familie übrigens auch.

Sie verbringen sieben Monate im Jahr in Österreich und haben doch Frau und vier Töchter daheim in Hamburg...

Stimmt. Ich liebe diesen Gegensatz von Großstadt und Natur. In Ramsau lebe ich in einer kleinen Wohnung. Die brauche ich auch, um meine Ruhe zu haben. Meine Familie kommt mich in den Ferien besuchen. Und am Wochenende fahre ich nach Hamburg.

"Leben möchte ich dort, wo die Menschen gut miteinander umgehen"

Dann haben Sie ja zwei Leben.

Kann man so sagen. Ramsau ist mein zweites Zuhause. Wenn meine Kinder nicht in die Schule gehen müssten, könnte ich mir vorstellen, hier auch zu leben. Vielleicht würden wir dann nach Wien ziehen, eine tolle Stadt.

Was bedeutet Ihnen denn generell das Wort Heimat?

Heimat verbinde ich mit Werten wie Meinungsfreiheit, Freiheit, Freizügigkeit. Schöne Orte gibt es überall auf der Welt. Leben möchte ich aber dort, wo die Menschen gut miteinander umgehen, wo die Menschen sind, die ich liebe. Und wo wir alle in einer Demokratie leben dürfen.

Zwei Ihrer Töchter sind in der Pubertät. Wird das Vaterleben dadurch anstrengender?

Sie sind noch nicht aufmüpfig (lacht). Wenn es um Haltung und Werte geht, bin ich aber sehr kantig und werde auch laut. Bei Alltagskleinigkeiten bin ich dagegen eher lax.

Wenn Ihre Familie im Urlaub zu Besuch kommt: Mögen die Kinder die Berge überhaupt? Oder finden sie es langweilig?

Hängt von der Tagesform ab (lacht). Nein, sie lieben die Gegend. Ich finde es auch wichtig, dass sie nicht nur Großstadtmäuse sind, sondern die unfassbare Schönheit der Natur genießen. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass sie später mal mit ihren eigenen Familien in die Berge fahren werden.

"Langeweile wäre für mich Luxus. Kenn ich nicht."

Wann waren Sie eigentlich zuletzt mal ganz allein?

Im Auto. Jede Woche, wenn ich von Ramsau nach Hamburg fahre.

Sehnen Sie sich manchmal nach Einsamkeit?

Das nicht. Ich brauche meine Familie, denn ich habe mich ja bewusst für eine Großfamilie entschieden. Und irgendwann wird die Zeit kommen, wo die Kinder vielleicht keinen Bock mehr auf mich haben. Dann kann ich mir Zeit fürs Schreiben und für andere Projekte nehmen.

Als Vater einer Mädchenhorde: Haben Sie mal die ultimativen Tipps gegen Langeweile?

Zeit zusammen verbringen (lacht). Ganz ehrlich: Dieses Wort gibt es in meinem Leben nicht. Langeweile wäre für mich Luxus. Kenn ich nicht.

Und wie schaffen Sie sich Zeitinseln mit Ihrer Frau?

Wir ziehen uns ins Badezimmer zurück und halten die Tür von innen zu (lacht). Nein, wir versuchen es immer wieder. Aber das Geheimnis ist, dass wir sehr gerne mit unseren Kindern Zeit verbringen.

TV-TIPP: "Die Bergretter", donnerstags 20:15 Uhr im ZDF

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