Aktualisiert: 11.02.2021 - 17:19

So winzig und doch so mächtig Unfassbar! Dieses Gesamtvolumen haben alle Coronaviren auf der Welt zusammen!

Alle Coronaviren der Welt passen in eine Coladose. Das hat die Berechnung des Wissenschaftlers Christian Yates ergeben.

Foto: Getty Images/ George Frey

Alle Coronaviren der Welt passen in eine Coladose. Das hat die Berechnung des Wissenschaftlers Christian Yates ergeben.

Kennen Sie den griechischen Mythos von der Büchse der Pandora? Hier erfahren Sie, was dieser mit dem Coronavirus zu tun hat…

Kennen Sie die Geschichte von der Büchse der Pandora? Laut der griechischen Mythologie öffnete die aus Lehm geformte Pandora die Büchse, die Schöpfer Zeus ihr mitgegeben hatte – und das, obwohl er es ihr strengstens verboten hatte. Als Folge dessen entwichen alle nur denkbaren Katastrophen, wie Krankheit oder Tod, in die Welt und suchten von da an die Menschen heim.

Schön und gut, mögen Sie sich jetzt denken. Aber was hat diese Götter-Sage mit einer Katastrophe wie dem Ausbruch des Coronavirus zu tun? Ganz einfach: Genau, wie alle Übel der Welt in die Büchse der Pandora passten, passen alle Coronaviren der Welt in eine Coladose – schwer vorstellbar in Anbetracht dessen, wie sehr die Pandemie unser Leben auf den Kopf gestellt hat…

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Alle Coronaviren der Welt passen in eine Coladose

Christian Yates ist leitender Dozent für Mathematische Biologie an der Universität der englischen Stadt Bath. Als er im Rahmen der Show "More or Less" des Radio-Senders BBC Radio 4 darum gebeten wurde zu berechnen, welches Gesamtvolumen alle sich auf der Welt befindenden Coronaviren haben, hatte er laut eigener Aussage keine Ahnung, wie die Antwort auf diese Frage lauten würde. Dann fing er an, Berechnungen durchzuführen – und kam zu einem erstaunlichen Ergebnis: Wie er in einem Artikel auf der akademischen News-Plattform The Conversation schreibt, hätten alle sich momentan auf dieser Erde befindenden Coronaviren in einer Coladose Platz.

Und so funktioniert die Berechnung

Zu diesem Ergebnis zu gelangen ist gar nicht so einfach. Wie der Wissenschaftler erklärt, muss man erst einmal wissen, wie viele Corona-Partikel auf der Welt vorhanden, d.h. wie viele Menschen infiziert sind. Eine halbe Million Menschen wird täglich positiv auf das Virus getestet, da jedoch von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist, ist es weitaus wahrscheinlicher, dass es in Wahrheit mehr als drei Millionen sind.

Die Viruslast eines Corona-Infizierten hingegen hängt davon ab, wie lange der Zeitpunkt der Infektion zurückliegt. Der Wissenschaftler beruft sich auf eine Studie, laut der ein Erkrankter auf dem Hohepunkt seiner Infektion zwischen einer und 100 Milliarden Viren in sich trägt.

Von Coronaviren und Sandkörnern

Anhand dieser Daten rechnet Christian Yates aus, dass es weltweit ungefähr zwei Trillionen Coronaviren geben muss. Das entspricht in etwa der Anzahl der Sandkörner auf unserem Planeten! Allerdings sind Coronaviren um ein Vielfaches kleiner als Sandkörner. Ein Virenpartikel hat einen Durchmesser von 80 bis 120 Nanometern, Christian Yates rechnet mit einem Durchschnittswert von 100 Nanometern und kommt zu dem Schluss, dass ein einzelnes Virenpartikel ein Volumen von 523.000 Kubiknanometern hat.

Eine winzig kleine Zahl also. Da die Anzahl der Coronaviren in der Welt so hoch ist, ergibt die Multiplikation der beiden Faktoren jedoch eine deutlich größere Zahl – nämlich 120 Milliliter. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass beim Aufeinanderstapeln der Partikel auch Zwischenräume bleiben würden, kann man von 160 Millilitern ausgehen. Rechnet man besonders großzügig und bezieht die Größe der Spike-Proteine in die Berechnung mit ein, passt das Gesamtvolumen immer noch mit Leichtigkeit in eine Coladose – "zweifellos das schlechteste Getränk der Weltgeschichte", so Christian Yates.

Die vollständige Berechnung finden Sie hier: All the coronavirus in the world could fit inside a Coke can, with plenty of room to spare

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