11.02.2021 - 09:35

"Gar nicht bemerkt" Alles Gute, Schwester André! Diese 117-jährige Nonne hat Corona überlebt

Schwester Andre an ihrem 117. Geburtstag. Gerade erst überlebte die französische Nonne eine Corona-Infektion.

Foto: Getty Images/ NICOLAS TUCAT

Schwester Andre an ihrem 117. Geburtstag. Gerade erst überlebte die französische Nonne eine Corona-Infektion.

Die 117-jährige Nonne Schwester André aus Frankreich ist nicht nur der derzeit zweitälteste Mensch der Welt, sie hat jetzt sogar eine Corona-Infektion überlebt!

Das Coronavirus bietet Stoff für so viele traurige und besorgniserregende Schlagzeilen, da darf man positive Vorfälle, die in Zusammenhang mit dem Virus stehen, nicht unter den Tisch fallen lassen. Ein solcher hat sich jetzt in der südfranzösischen Stadt Toulon ereignet: Für die Nonne Schwester André, die derzeit als der zweitälteste lebende Mensch der Welt gilt, ist heute in doppelter Hinsicht ein besonderer Tag: Zum einen ist heute ihr 117. Geburtstag. Und zum anderen hat sie eine Corona-Infektion überlebt.

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Schwester André: 117-jährige Nonne merkte nichts von Corona-Infektion

Schwester André wird heute 117 Jahre alt. Spektakulär genug, sollte man meinen. Doch das ist aktuell nicht das einzige besondere Ereignis im Leben der Nonne: Lucile Randon, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, hat sich mit dem Coronavirus infiziert – und überlebt. In Anbetracht dessen, dass das Virus für ältere Menschen besonders gefährlich ist, eine außergewöhnliche Neuigkeit.

Wie unter anderem das Redaktionsnetzwerk Deutschland bereits berichtete, hatte Schwester André sich vor gut einem Monat infiziert: Mitte Januar war sie in Toulon positiv getestet worden. Zu einer schweren Erkrankung kam es jedoch nicht, stattdessen verlief die Infektion asymptomatisch: Die Nonne, die blind ist und einen Rollstuhl nutzt, sagte gegenüber der französischen Zeitung "Var-Matin", sie habe "gar nicht gemerkt, dass ich es hatte".

Ihr langes Leben ist "Gottes Geheimnis"

Schwester André ist Ehrenbürgerin von Toulon und lebt seit 2009 dort in einem Pflegeheim. Ihr langes Leben ist ihrer Aussage nach nicht ihr, sondern Gottes Geheimnis. Vielleicht sei es ihre Aufgabe, die Tage ihrer verstorbenen Schwester zu ersetzen. Vor dem Tod fürchtet sie sich nicht, stattdessen wünscht sie sich zu sterben, da sie ihr hohes Alter als anstrengend empfindet und gerne ihre Pfleger entlasten würde.

Auch ihre Corona-Infektion löste bei Schwester André keine Angst aus. Der Kommunikationsmanager des Pflegeheims, in dem sie wohnt, berichtete, dass sie sich nicht um sich selbst, sondern um die anderen Heimbewohner gesorgt habe. Außerdem wollte sie wissen, ob sich ihr Tagesablauf durch die Erkrankung ändern würde.

Corona kann jeden treffen. Und genau wie ältere Personen eine Infektion mit dem Virus überleben können, ist es auch durchaus möglich, dass jüngere Menschen schwer erkranken. So leiden auch immer mehr Kinder unter Long Covid, den Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung.

Um die Gefahr durch die neuen Mutanten des Coronavirus einzudämmen, hat die Bundesregierung beschlossen, dass die bestehenden Kontaktbeschränkungen weiterhin bis zum 7. März gelten sollen. Doch trotz der Lockdown-Verlängerung soll es auch Öffnungen geben.

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