11.02.2021 - 08:10

Die 3. Welle bekämpfen Der Lockdown wird verlängert – aber es gibt Öffnungsperspektiven!

Gestern beschlossen Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten, dass die Corona-Maßnahmen weiterhin gelten sollen, vorerst bis zum 7. März. Doch trotz Lockdown-Verlängerung soll es auch Öffnungen geben.

Foto: Getty Images/ Pool

Gestern beschlossen Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten, dass die Corona-Maßnahmen weiterhin gelten sollen, vorerst bis zum 7. März. Doch trotz Lockdown-Verlängerung soll es auch Öffnungen geben.

Es ist beschlossene Sache: Die geltenden Beschränkungen werden bis zum 7. März verlängert. Doch es gibt Lichtblicke…

Die meisten haben ohnehin schon damit gerechnet, jetzt ist es beschlossene Sache: Die geltenden Kontaktbeschränkungen werden bis zum 7. März verlängert. Das bedeutet: Man darf sich nach wie vor nur mit einer weiteren haushaltsfremden Person treffen, auch die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken in öffentlichen Räumen und Verkehrsmitteln gilt weiterhin. Doch die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten haben bei ihrer gestrigen Konferenz nicht nur für die Verlängerung des Lockdowns gestimmt, sondern gleichzeitig auch über die ersten Öffnungen und Lockerungen der Corona-Maßnahmen entschieden.

Corona-Pandemie: Wann fing alles an?
Corona-Pandemie: Wann fing alles an?

Öffnungen trotz Lockdown-Verlängerung: Wie das aussehen soll

Wir befinden uns derzeit in einem Dilemma: Zwar konnte die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus stark gesenkt werden, deutschlandweit liegt die 7-Tage-Inzidenz derzeit bei 68. Damit sind wir deutlich näher an den angestrebten Wert von 50 herangerückt als noch vor wenigen Wochen. Auch die Kanzlerin sagte, dass man über die sinkenden Infektionszahlen "sehr zufrieden sein" könne.

Gleichzeitig sind verschiedene Mutationen des Coronavirus auch in Deutschland angelangt. Durch diese befänden wir uns in einer dritten Welle der Pandemie, die wir laut Kanzlerin "bekämpfen müssen". Die nächsten Wochen seien dafür "existentiell".

Priorität Nummer 1: Kitas, Schulen – und Friseure

Für viele dürfte das eine besonders frohe Botschaft sein: Friseure dürfen ab dem 1. März wieder öffnen – natürlich nur, wenn ein zuverlässiges Hygienekonzept vorliegt. Und auch Kindertagesstätten und Schulen, die seit Beginn der Pandemie als oberste Priorität gelten, sollen wieder aufmachen – allerdings obliegt es den einzelnen Bundesländern zu entscheiden, wann und wie genau die Rückkehr zum Präsenzunterricht umgesetzt werden soll.

Es soll auch geprüft werden, ob Lehrer und Erzieher eventuell früher die Corona-Impfung erhalten können. Dies würde Sinn machen, da es für diese Berufsgruppen besonders schwierig bis unmöglich ist, Maßnahmen wie den Sicherheitsabstand umzusetzen.

Und wie geht es danach weiter?

Auch die Angestellten anderer Branchen fragen sich verzweifelt, wann sie ihr Geschäft wieder aufnehmen dürfen. Gerade erst forderten Kinobetreiber in einem offenen Brief an Kanzlerin Angela Merkel die Öffnung der Kinos an Ostern. Der vorläufige Plan ist, dass es in anderen Branchen ab einer Inzidenz von maximal 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner zu Lockerungen kommen soll. Diese betreffen unter anderem den Einzelhandel, Museen und Galerien sowie körpernahe Dienstleistungsbetriebe.

In Ländern und Landkreisen, die die 7-Tage-Inzidenz nach wie vor nicht unterschreiten, sollen lokale und regionale Regeln greifen. Die nächste Konferenz der Kanzlerin und der Länder-Chefs soll am 3. März stattfinden.

Ob bei diesen niedrigen Zahlen die Zero-Covid-Strategie sinnvoll wäre? Mehr darüber erfahren Sie im Video:

Zero Covid: Worum geht es bei der Strategie?
Zero Covid: Worum geht es bei der Strategie?
Familie und Leben

Familie und Leben

Alles rund um Haus & Garten, Wissenswertes aus dem Alltagsleben und Ratgeberthemen sehen Sie in den Videos.

Beschreibung anzeigen
Eine Webseite der FUNKE Mediengruppe