01.02.2021 - 12:39

Sorgen wegen ausbleibender Corona-Hilfen Dortmunder Friseurin vollkommen am Ende – ihr Hilferuf auf Instagram geht viral

Kamm, Schere und Fön liegen derzeit unberührt in den Friseursalons. Beschäftige müssen von Corona-Hilfen leben, was aber, wenn die nicht ankommen? Bei einer Betroffenen liegen die Nerven verständlicherweise absolut blank.

Foto: Getty Images/Ruben Ramos / EyeEm

Kamm, Schere und Fön liegen derzeit unberührt in den Friseursalons. Beschäftige müssen von Corona-Hilfen leben, was aber, wenn die nicht ankommen? Bei einer Betroffenen liegen die Nerven verständlicherweise absolut blank.

Wie viel erträgt ein Mensch, wenn er kurz vor dem finanziellen Ruin steht? Eine Betroffene, die vergebens auf die Corona-Hilfen wartet, ist nun nervlich am Ende.

Derzeit bangen viele Menschen um ihre Existenz. Die versprochenen Corona-Hilfen sind bei vielen Unternehmern noch nicht angekommen. So geht es auch einer Friseurin aus Dortmund. Ihre Lage ist dramatisch. Sie kann weder ihre Miete noch ihre fünf Angestellten bezahlen. Sie versucht, sich Hilfe zu holen – vergeblich. Da sprudelt der Frust nur so aus ihr heraus, ihre Verzweiflung steht ihr ins Gesicht geschrieben und die Tränen der Sorgen rollen – festgehalten hat die Dortmunder Friseurin ihren hoch emotionalen Ausbruch auf Video, das sie anschließend auf Instagram veröffentlichte. Die Aufnahmen gehen mit über 2 Millionen Klicks viral. In den Kommentaren bekommt die verzweifelte Frau viel Zuspruch und nun äußerte sich auch Kanzleramtschef Helge Braun.

Leid und Schmerz bei Dortmunder Friseurin wegen ausbleibender Corona-Hilfen

Bianka Bergler arbeitet eigentlich in ihrem eigenen Dortmunder Friseursalon. Derzeit nimmt sie Kamm und Schwere für ihre Kunden im Lockdown nicht in die Hand. Der Verdienstausfall, den sie wegen ihrer Geschäftsschließung hat, ist enorm. Sie erwartet die versprochenen Corona-Hilfen der Regierung, doch noch hat sie diese nicht erhalten. Ihre Lage spitzt sich aber zu. Das Dilemma erklärt sie tränenreich und wutentbrannt in einem Video auf Instagram.

Dort schildert sie in einem über fünfminütigen Video ihre derzeit aussichtslose Lage. "Es ist noch keine Überbrückungshilfe angekommen, es gibt kein Soforthilfepaket", klärt sie die Zuschauer des Videos auf. Um ihre Situation zu verbessern und ihren Angestellten endlich das Gehalt zahlen zu können, sucht sie bei der Agentur für Arbeit Hilfe. Die Reaktion ihrer dortigen Gesprächspartnerin macht Bianka Bergler fassungslos. Die Dame am Telefon solle ihr vollkommen unempathisch lediglich gesagt haben, dass sie sich bei der Politik beschweren solle und dass ihr Antrag unvollständig sei, was die Friseurin jedoch bestreitet.

"Ich bin nicht die einzige Unternehmerin, die mit dem Rücken an der Wand steht"

Dass ihr wieder einmal nicht geholfen wurde, bringt die Dortmunder Unternehmerin völlig zur Verzweiflung. Ihre Bemühungen, wie unter anderem das Schreiben offener Briefe und das Kontaktieren von Armin Laschet und Angela Merkel, brachten bisher nichts und nun nützt sogar dieser Verzweiflungsanruf nichts. Da platzt es aus der Friseurmeisterin heraus: "Ich bin nicht die einzige Unternehmerin, die mit dem Rücken an der Wand steht. Jahre für Jahre gehen wir hart arbeiten, kümmern uns um die Mitarbeiter, unsere Kunden, machen keinen Urlaub. Und jetzt werden wir alle im Stich gelassen!", klagt sie sichtlich aufgelöst.

Das Leiden dieser Frau geht vielen Instagram-Usern sehr nah. "Sowas zu sehen treibt mir Tränen in die Augen..." und "Es tut mir so fürchterlich leid... für dich und alle deine Kollegen", lauten unter anderem die Kommentare. Viele User merken außerdem an, wie mutig diese Aktion von ihr war: "Viele haben zurzeit die selben Problemen, aber trauen sich nicht, sie öffentlich zu sagen. Ich feiere dich. Du bist nicht allein", schreibt jemand.

Endlich Antwort aus Regierungskreisen

Auch Kanzleramtschef Helge Braun reagierte auf diese schockierende Video. Im Interview mit RTL sagte er bestürzt "Wir müssen alles dran setzen, dass die Hilfen wirklich schnell ausgezahlt werden." und nannte den Grund, warum die Corona-Hilfen auf sich warten lassen. Die Novemberhilfen können nicht so schnell gezahlt werden, weil das EDV-Verfahren einen enormen Aufwand mit sich bringt. Doch das Wirtschaftsministerium arbeite mit Eile an an automatisierten Abschlagszahlungen. Hoffentlich kommen nun bald die Corona-Hilfszahlungen bei Bianka Bergler und allen anderen Betroffenen an.

Alles zum Coronavirus erfahren Sie auf unserer informativen Themenseite. Dort lesen Sie zum Beispiel, dass es ab Mitte Februar mehr Impfstoff für Deutschland geben soll.

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Bei Instagram liegen Freud und Leid oft nah beieinander. Während diese Friseurin ihrem Schmerz auf der Plattform freien Lauf lässt, gibt es woanders auf Instagram Schönes zu entdecken. Beispielsweise können Sie dort diese unglaublichen Kunstwerke auf Bananen bestaunen.

Familie und Leben

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