Aktualisiert: 02.02.2021 - 21:26

Bei Brand im Haushalt Diesen Feuerlöscher sollte man für die Wohnung benutzen

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Ein Dauerdrucklöscher ist einfach zu bedienen: einfach Sicherungsstift raus und loslöschen. Doch bei der Wahl des richtigen Feuerlöschers für die Wohnung gibt es einiges zu beachten.

Foto: Getty Images/Nopphon Pattanasri / EyeEm

Ein Dauerdrucklöscher ist einfach zu bedienen: einfach Sicherungsstift raus und loslöschen. Doch bei der Wahl des richtigen Feuerlöschers für die Wohnung gibt es einiges zu beachten.

Wenn es brennt, muss man schnell handeln: mit einem Feuerlöscher! Dazu muss man ihn richtig benutzen, nicht jeder ist für die Wohnung geeignet.

Die Flamme einer Kerze im Wohnzimmer sorgt für Gemütlichkeit – kann aber auch schnell in einem Fiasko enden. Im Haushalt können Brände schneller als vermutet ausbrechen. Wer einen Feuerlöscher zur Hand hat, hat in solchen Fällen auf jeden Fall schon mal gute Voraussetzungen geschaffen.

Doch wie bedient man ihn überhaupt? Und ist das Löschmittel für das Wohnzimmer-Feuer überhaupt geeignet? Wir erklären Ihnen, wie man Feuerlöscher richtig benutzt und welcher sich für die Wohnung am besten eignet. Außerdem erfahren Sie, welche Klassen es gibt und wofür man die verschiedenen Arten gebrauchen sollte.

Feuerlöscher richtig benutzen: Diese Arten muss man unterscheiden

Nicht jeder Feuerlöscher ist für jeden Brand im Haushalt geeignet. Deshalb ist es von Bedeutung, die unterschiedlichen Modelle zu kennen, um sie bei einem Einsatz auch richtig zu benutzen. Generell unterscheidet man von der Funktion her drei Arten: den Aufladelöscher, den Dauerdrucklöscher und den Gaslöscher.

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Bei einem Aufladelöscher muss das Gerät, wie der Name schon sagt, erst aufgeladen werden, damit es funktioniert. Es hat einen Löschmittelbehälter sowie eine Treibgasflasche. Die Flasche kann innerhalb des Löschers oder außerhalb angebracht sein.

Sobald der Löscher aufgeladen wird, öffnet sich ein Ventil. Dadurch gelangt Treibmittel, meistens Kohlendioxid, in den Behälter. Nur so entsteht der Druck, damit das Löschmittel nach außen tritt, um den Brand zu bekämpfen. Richtig benutzen kann man den Aufladelöscher erst, indem man einen Sicherungsstift herauszieht und einen gelben Knopf drückt. Dann muss ein roter Knopf betätigt werden, damit sich eine Gaskartusche öffnet. Erst dann kann gelöscht werden.

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Dauerdruck- und Gaslöscher weniger kompliziert

Weniger komplex ist der Dauerdrucklöscher, bei dem Löschmittel und Treibgas sich bereits in einer Flasche befinden. Nachteil: Das Gerät steht dadurch permanent unter Druck. Aber es kann recht einfach betätigt werden, indem man einen Sicherungsstift zieht, wodurch sich das Überdruckventil öffnet. Schon jetzt ist der Dauerdrucklöscher einsatzfähig.

Ähnlich wie der Dauerdrucklöscher ist der Gaslöscher konzipiert. Sie können ihn ähnlich auslösen, der Unterschied besteht darin, dass Lösch- und Treibmittel bei diesem Modell identisch sind.

Soviel zu der Funktionsweise der Löscher. Sie bekämpfen Brände aber häufig mit unterschiedlichen Löschmitteln. Deshalb sollten Sie darauf achten, den Feuerlöscher nur dort einzusetzen, wo es das Löschmittel auch zulässt.

Brände im Haushalt mit Schaum bekämpfen

Beim Löschmittel unterscheidet man zwischen Wasser, Schaum, Kohlendioxid und Pulver. Für den Haushalts-Brand ist ein Feuerlöscher, der mit Schaum arbeitet, am effektivsten. Der Schaum ist nach Gebrauch wieder einfach zu entfernen und greift Möbel und Einrichtung nicht an.

Von Kohlendioxid sollten Sie bei Feuer an Papier, Holz oder Möbeln dagegen besser die Finger lassen. Die Glut kann damit in einigen Fällen nicht komplett gelöscht werden, sodass sich das Feuer schlimmstenfalls wieder entzünden kann. Für elektrische Brände ist dieses Löschmittel dagegen gut geeignet.

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Pulver ist zwar ein sehr effektives Löschmittel, birgt aber auch die Gefahr, dass damit das komplette Mobiliar verschmutzt wird. Das Pulver ist sehr fein und kann im Gegensatz zum Schaum in der Regel nach Gebrauch nicht komplett wieder beseitigt werden.

Für Feuer in der Küche: Fettbrandlöscher

Wasserlöscher sollten auch in den wenigsten Fällen für die Wohnung genutzt werden. Sie werden vor allem eingesetzt bei festen Brennstoffen wie Holz oder Kunststoff.

Sollte es in der Küche zu einem Brand kommen, greifen Sie am besten zu einem speziellen Fettbrandlöscher. Dadurch bekommt man Feuer, die zum Beispiel durch Speiseöle in der Fritteuse oder anderen Geräten verursacht wurden, am besten in den Griff.

Weitere Artikel finden Sie auf unserer Themenseite Haushaltstipps.

Mehr Tipps zum Brandschutz im Haushalt finden Sie auf den Seiten des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

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