Aktualisiert: 10.04.2021 - 14:37

So geht' richtig! Kleidung nicht richtig sauber? Diese 10 häufigsten Fehler beim Wäsche waschen machen wir alle mal

Einfach nur reinstopfen, Waschmittel rein und gut ist? Nein! Diese Fehler beim Wäsche waschen sollten sie vermeiden, das kann sonst unerwartete Folgen haben.

Foto: Getty Images / Supawat Punnanon / EyeEm

Einfach nur reinstopfen, Waschmittel rein und gut ist? Nein! Diese Fehler beim Wäsche waschen sollten sie vermeiden, das kann sonst unerwartete Folgen haben.

Beschädigte Kleidung, hohe Stromrechnung und im schlimmsten Fall eine kaputte Waschmaschine. Wir sagen Ihnen, welche typischen Fehler beim Wäschewaschen viele von uns machen!

Wir waschen beinahe täglich unsere Wäsche, gerade in größeren Familien rödelt fast ununterbrochen die Trommel. Ob viel Sportwäsche, Bettwäsche oder oder. Die Waschmaschine hat viel zu tun, gerade auch in Coronazeiten, ist man bei der Hygiene jetzt besonders genau. Wäsche ist kein großes Thema meinen Sie, das macht die Maschine ja von allein? Ganz im Gegentiel. Beim Wäsche waschen unterlaufen uns allen richtig doofe Fehler, die gehen zulasten der Sauberkeit, des Geldbeutels, der Umwelt und der Nerven. Das sind die 10 häufigsten Fehler beim Wäsche waschen.

Wäsche richtig waschen: Diese 10 häufigsten Fehler machen viele

Wer seine Wäsche richtig wäscht, hat abgesehen von wirlich sauberer Wäsche auch mehr von seiner Kleidung, denn sie bleibt länger schön. Außerdem schont er die Lebensdauer der Waschmaschine sowie Umwelt und Geldbeutel. Vermeiden Sie also diese 10 Fehler beim Wäsche waschen!

Ein Tipp vorweg: Untersuchen Sie VOR jedem Waschgang die Pflegehinweise an der Kleidung oder suchen Sie im Internet nach den Reinigungstipps vom Hersteller.

Fehler 1: Waschmaschine nicht regelmäßig gesäubert

Es ist ein Irrglaube zu denken, die Waschmaschine reinige sich mit jeder Wäsche von selbst. Dazu genügt es, regelmäßig einen Blick in das Waschmittelfach und in den Dichtungsring der Trommel zu wagen. Durch das Waschen lösen sich Fusseln von der Kleidung oder sammeln sich Taschentuchreste oder Sonstiges aus Hosentaschen. Entfernen Sie die Flusen aus dem Dichtungsring und aus der Trommel sowie die Kleinteile, die sich dort gern mal ansammeln. Zusätzlich sollten Sie der Maschine mindestens einmal jährlich einen wäschefreien Heißwaschgang mit Essig gönnen, damit sie gut entkalkt wird.

Das Waschmittelfach muss auch regelmäßig händisch gereinigt werden. Dazu können Sie es in die Geschirrspülmaschine geben oder es über Nacht in etwas Essigwasser legen.

Wichtig: Lassen Sie die Waschmaschine nach jeder Wäsche offen, d.h. das Bullauge UND das Waschmittelfach, damit der Innenraum austrocken kann und sich kein Schimmel bildet.

Das Vorsortieren wird leider immer noch vernachlässigt. Ein Fehler, denn vor der Wäsche sollte nicht nur nach Farbe, sondern auch nach Textilie sortiert werden. Jede Gewebestruktur reagiert anders auf die Reinigung: So sollten Fleece und andere empfindliche Materialien vorsichtiger gewaschen werden als zum Beispiel Baumwolle, d.h. sie gehören gesondert gewaschen.

Gerade dunkle Kleidung sollten Sie beim Vorsortieren auf links drehen, damit sich keine weißen Schlieren auf den schwarzen Textilien abzeichnen. Außerdem schont das Auf-Links-Drehen auch die Oberfläche des Stoffs, der dann länger ansehnlich ist. Zudem können Knöpfe von Blusen oder Männerunterhosen andere Kleidungsstücke durch den Abrieb weniger beschädigen.

Fehler 3: Flecken nicht richtig oder gar nicht behandelt

Auch bei der Vorbehandlung von Flecken gibt es einige Missverständnisse. Wer seine Wäsche mit hartnäckigen Flecken unbehandelt in die Maschine gibt, sollte sich nicht wundern, dass sie immer noch fleckig wieder herauskommt. Sehen Sie vor der Reinigung nach, welches Hausmittel bei der Entfernung bestimmter Flecken hilfreich ist und behandeln Sie den Fleck im Vorfeld. Besser als grobes Einreiben oder Abrubbeln, denn das kann die Kleidung schädigen, ist Einweichen. Auch wenn dafür eventuell etwas Geduld vonnöten ist: Es lohnt sich, denn Ihre schönen Stücke bleiben länger schön!

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Fehler 4: Waschmaschine zu voll

Es ist verständlich, wenn man die ganze Wäsche auf einmal gewaschen haben will, um nicht noch die letzte Hose ungewaschen in der Kiste liegen zu lassen. Aber: Zu viel Wäsche in der Trommel ist ein ernsthafter Fehler, denn erstens kann die Wäsche nicht richtig sauber werden, wenn sie sich in der Trommel nicht bewegen kann und von allen Seiten mit Wasser und Waschmittel "bearbeitet" wird. Zweitens kann eine vollgestopfte Trommel die Waschmaschine im schlimmsten Fall kaputt machen. Der Grund: Wäsche wird durch Wasser schwerer und das Gesamtgewicht, das die aufgehängte Trommel waschen und schleudern kann, wird deutlich überstiegen.

Fehler 5: Waschpulver falsch dosiert

Viele Menschen denken: Viel hilft viel! Wenn die Kleidung sehr verschmutzt ist oder stark riecht, wird zu viel Waschmittel verwendet. Das ist ein Fehler, denn das Wasser eines Waschgangs ist nicht genug, um das zu üppig dosierte Mittel aus der Kleidung auswaschen bzw. aus der Waschmaschine wieder abtransportieren zu können. Die Folge: Weiße Schlieren, Pulver- oder Schaumreste auf der Kleidung. Dann bleibt nichts anderes übrig, als alles nochmal ohne Waschmittel zu waschen. Zudem steigt die Gefahr, dass die Waschmaschine durchverbliebene Schmutzreste anfängt zu schimmeln.

Fehler 6: Knöpfe nicht aufgemacht, Reißverschluss nicht geschlossen

Sie entdecken ab und zu kleine Löchlein in Ihrer Kleidung? Das muss nichts mit Motten zu tun haben. In den meisten Fällen sind Knöpfe, harte Hosenlaschen, Klett- und Reißverschlüsse Schuld.

Die Regel vor dem Wäsche waschen sollte also lauten: Kontrollieren Sie, ob alle Reißverschlüsse geschlossen sind. Das schont übrigens nicht nur die mitgewaschenen anderen Kleidungsstücke, sondern auch die Zähne des Reißverschlusses. Knöpfe hingegen sollten offen bleiben, damit sie nicht so leicht abfallen.

Auch Klettverschlüsse müssen vor dem Waschen geschlossen und das Kleidungsstück idealerweise einzeln gewaschen werden. Das selbe gilt auch für Daunenjacken, die oft mit Klettverschlüssen versehen sind. Diese benötigen aufgrund ihres besonderen Innenfutters ohnehin eine Extrabehandlung. Mit diesem einfachen Trick verklumpt nichts!

Fehler 7: Unterwäsche nicht in separatem Netz gewaschen

Auch Haken und Bügel von BHs können Stoffe beschädigen. Das ist auch der Grund, warum es ein Fehler ist, diese Dinge ungeschützt mitzuwaschen. Waschen Sie Ihre Unterwäsche entweder separat oder schützen Sie Ihre Kleidung, indem Sie sie in einen separates Wäschenetz legen. Empfindliche Feinstrumpfhosen gehören ebenso ins Wäschenetz.

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Fehler 8: Wäsche zu heiß gewaschen

Die meisten Wäschestücke lassen sich bestens bei 40 Grad reinigen. Die Maschinen sind inzwischen so modern und die Waschmittel so ausgeklügelt, dass der Schmutz problemlos auch bei niedrigeren Temperaturen entfernt werden kann. Wer zu heiß wäscht riskiert Gewebeschäden an der Kleidung und belastet die Umwelt durch unnötigen Energieverbrauch, das macht sich natürlich auch bei der Stromrechnung bemerkbar.

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Fehler 9: Weichspüler verwendet

Duftig weiche Wäsche ist ein Traum? Dagegen ist prinzipiell nichts zu sagen. Wer allerdings unter Kontaktallergien leidet, sollte auf Weichspüler verzichten, die chemischen Zusätze belasten die Haut und auch die Umwelt. Auch bei der Handtücher-Wäsche ist Weichspüler ein Fehler, denn er sorgt dafür, dass sich die Saugfähigkeit des Stoffes vermindert. Dabei sollen Handtücher doch genau das tun – das Wasser vom Körper aufsaugen.

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Fehler 10: Enthärter und Entkalker zugesetzt

Sie meinen es gut und fügen der Waschmaschine Enthärter und Entkalker zu? Das ist unnötig und kontraproduktiv, da beinahe alle Waschmittel diese Dinge sowieso enthalten. Ein zusätzliches Befüllen der Waschmaschine mit Entkalker und Enthärter schädigt die Umwelt und mit der Zeit die Kleidung. Außerdem belastet es den Geldbeutel.

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