Aktualisiert: 30.01.2021 - 18:37

Die Moderatorin im Interview Ina Müller: Heiraten? Das steckt nicht in mir

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Ina Müller steht mit beiden Beinen fest im Leben. Jetzt hat sie ein neues Album herausgebracht.

Foto: imago/Future Image

Ina Müller steht mit beiden Beinen fest im Leben. Jetzt hat sie ein neues Album herausgebracht.

Freche Schnauze, großes Herz: So lieben Fans die Musikerin und Moderatorin. Jetzt hat sie ein neues Pop-Album am Start...

Ina Müller erblickte am 25. Juli 1965 in Köhlen das Licht der Welt. Sie ist ausgebildete pharmazeutisch-technische Assistentin. Ihren kreativen Werdegang begann sie mit ihrem Debüt-Album aus dem Jahr 2006 "Weiblich. Ledig. 40". Seit 2007 moderiert sie die TV-Show "Inas Nacht"(ARD/NDR). Seit elf Jahren liebt sie Musiker Johannes Oerding (38).

Im Interview mit BILD der FRAU verrät Ina Müller mehr über ihre neue CD, ihre Beziehung zu Musiker Johannes Oerding und ihre Einstellung zum Älterwerden.

Ina Müller über "Inas Nacht"

BILD der FRAU: Liebe Ina, bei der letzten "Inas Nacht"-Show habe ich mich wieder gefragt: Wo nehmen Sie Ihre Energie her, sind Sie immer so quirlig?

Ina Müller: Das wäre ja nicht zu ertragen (lacht). Ich muss mich dafür schon anknipsen. Aber darum geht's ja auch in der Sendung: Lebensfreude und positive Energie.

Die Lebensfreude spürt man auch auf der neuen CD. Welches ist Ihr Lieblingslied?

"Wohnung gucken" vielleicht, das ist mein persönlicher Lieblings-Song. Da geht's darum, wie man durch die Straßen läuft und "fensterlt", also ein bisschen neugierig durch anderer Leute Fenster spiekt. Das kennt doch jeder!

Die Musik haben Sie mit Ihrem Partner Johannes Oerding geschrieben. Ist die etwa beim Spaziergang entstanden?

Romantische Vorstellung, aber nein. Wir saßen in der Küche und haben Zeile für Zeile handwerklich erarbeitet. Aber es war trotzdem romantisch, weil wir jede Zeile gefeiert haben. Ich bin halt ein Teamworker. Da sprudeln die Ideen besser aus mir raus.

Aber allein gibt es Sie auch?

Ja, sehr oft sogar. Ich wohne an einer Hauptstraße, ich kann am Fenster sitzen mit meinem Kaffee und gucke wirklich anderthalb Stunden raus. Menschengucken, das liebe ich. Ich werde immer gefragt, wie ich das aushalte, nicht gemeinsam zu wohnen. Da kann ich nur antworten: Wie haltet ihr es denn aus, die ganze Zeit zusammen zu wohnen? Das birgt doch viel mehr Stresspotenzial, als zu sagen: "Haben wir Lust, uns heute zu sehen?"

In "Inas Nacht" haben Sie neulich verraten, dass Sie gern mal heiraten würden. Einmal im Leben.

Aber das schwankt. Mal denk ich: Haus, Hunde, Familienleben – willst du auch. Und am nächsten Morgen denke ich: Was habe ich denn da gesagt?! Hattest du Alkohol getrunken (lacht)?

Also doch kein Trauring?

Ich merke schon tief verwurzelt, dass die Ehe nicht in mir ist. Ich wollte immer unabhängig sein, mein eigenes Geld verdienen, frei sein. Also: Warum sollte ich heiraten? Nur, damit ich einmal in meinem Leben das Gefühl hatte, da hat jemand "Ja" zu mir gesagt? Wir sagen doch täglich "Ja" zueinander, wir könnten uns täglich trennen. Wir müssen nicht mal Geschirr auseinanderklamüsern. Aber jetzt reden wir wieder über etwas anderes, ja?

Yoga gegen den körperlichen Verschleiß

Einverstanden. In "Laufen" singen Sie über Pilates, Yoga, Marathon. Und geben zu: "Ich kämpf nur noch gegen den Verschleiß." Echt?

Ich hatte tatsächlich mal eine Pilates-Trainerin, die kam täglich zu mir ins Wohnzimmer. Ich habe auch Nordic Walking ausprobiert und Yoga – "alte Frau auf Rücken" ist meine Lieblingsfigur (lacht). Was ich mit dem Song sagen will: Es macht mir keinen Spaß, aber ich muss mich pflegen und bewegen. Also mache ich EMS und latsche sehr schnell um die Alster.

Ihr Album heißt "55" – damit spielen Sie auf Ihr Alter an. Wie wichtig ist die Zahl für Sie?

Nein, das ist nur ein Gag. Ich hab das 2013 bei meinem Album "48" auch schon getan – von Adele abgeguckt. Sie fing damals an, ihre Alben mit ihrem sehr jungen Alter zu betiteln: 19, 21, 25. Ich finde, der kokette Umgang mit dem Alter geht auch.

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