Aktualisiert: 27.01.2021 - 20:57

Befremdlich wirkende Methoden Kindererziehung damals und heute: DAS lernen die Kleinen jetzt nicht mehr!

Kinder müssen heute nicht mehr das Gleiche lernen wie früher. Bei manchen Dingen scheint das sogar ganz gut zu sein.

Foto: Getty Images/Catherine Falls Commercial

Kinder müssen heute nicht mehr das Gleiche lernen wie früher. Bei manchen Dingen scheint das sogar ganz gut zu sein.

Wie erziehen Sie Ihre Kinder? Bestimmt ein wenig anders als die anderen, doch sicherlich immer noch nach gängigen, zeitgemäßen Methoden. Oder wenden Sie DIESE Erziehungsmaßnahmen von früher immer noch an?

Können Sie sich noch daran erinnern, was Sie als Kind alles lernen mussten? Die Uhr zu lesen, beim Überqueren der Straße nach links und rechts zu gucken und Mitmenschen höflich und respektvoll zu begegnen, sind nur ein paar der Fähigkeiten, die Sie sich erst aneignen mussten. Und genau diese müssen Kinder heute auch noch lernen. Es gibt aber auch ein paar Dinge, die unsere Kleinen sich nicht mehr aneignen müssen. Denn manche Erziehungsmethoden sind einfach überholt. Schauen Sie mal, welche das sind.

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Wie sich die damalige Kindererziehung von heutigen unterscheidet – das fällt heute weg!

Die Kindererziehung läuft meist von Familie zu Familie anders ab. Während die einen eine strenge Hand walten lassen, Leistungen fordern und dem Nachwuchs Disziplin beibringen, setzen andere Eltern auf Selbstfindung, viele Freiheiten und lehren das Kind, nicht immer gewinnen zu müssen. Doch, wo auch immer Sie als Elternteil sich jetzt wiederfinden, die folgenden Kindererziehungsmethoden von früher wenden Sie sicher auch nicht mehr an – zumindest nicht in diesem Ausmaß, wie es damals gang und gäbe war.

  • Siezen der Eltern: Heute ist das Ansprechen mit "Herr Vater" oder "Frau Mutter" nahezu unvorstellbar. Leider herrscht heutzutage manchmal aber sogar schon das Gegenteil und man hört den Nachwuchs beispielsweise seinen Vater mit "Ey Alter" ansprechen. Was es damals für diese Ansprache für Prügel gehagelt hätte, will man sich gar nicht ausmalen. Bis ins 20. Jahrhundert war es doch tatsächlich in Deutschland normal, die Eltern zu siezen. Für heute wohl keine Option mehr, aber manchmal würde man sich doch schon wieder etwas mehr Respekt und Freundlichkeit den Eltern gegenüber wünschen.
  • Still sitzenbleiben: Klar, zappelnde Kinder können einem ganz schön auf die Nerven gehen. Aber trotzdem drillen wir sie heute nicht mehr so extrem zum ruhigen Sitzen wie damals. Früher mussten die Kleinen beispielsweise in der Schule oder der Kirche absolut still da sitzen. Sie wurden darauf getrimmt, keinen Mucks von sich zu geben. Heute kippeln die Schüler und wackeln mit den Beinen und auch während des Gottesdienstes kann ein Kind schon mal mehr unter den Kirchenbänken zu finden sein als auf seinem Platz.
  • Teller leer essen: Früher musste das Essen, das dem Kind auf den Teller gehäuft wurde, restlos aufgegessen werden. Schmeckte etwas nicht, sollte es trotzdem gegessen werden. Schließlich war es gesund und das Motto lautete: "Gegessen wird, was auf den Tisch kommt". Heute wird zwar darauf geachtet, dass das Kind genug isst, aber wenn es eben keinen Hunger mehr hat, ist es zulässig, auch mal etwas übrig zu lassen. Auch auf die Essenwünsche und den Geschmack der Kleinen gehen Eltern heute oftmals mehr ein.
  • Hauswirtschaftslehre: Früher mussten Kinder in der Schule noch lernen, wie man kocht und die Wohnung reinigt. Heute haben viele Schüler von diesem Unterrichtsfach noch nie etwas gehört. Zu Recht, denken sich vielleicht manche jetzt. Denn heute ist eh alles viel einfacher. Es gibt Spülmaschinen, Saugroboter, Rasenmähroboter und überall preiswerte Lieferdienste, die uns fast zu jeder Tageszeit versorgen. Obwohl es vielleicht schön wäre, wenn Kinder auch heutzutage lernen würden, wie man ein Spiegelei zubereitet oder kleinere handwerkliche Arbeiten im Haushalt, beispielweise einen Glühbirnenwechsel, vornimmt.

Heute: Bessere Betreuung der Kleinen und größere Akzeptanz ihrer Charaktereigenschaften

  • Allein bleiben: In vergangenen Zeiten waren Kinder schon früh auf sich allein gestellt. Sie mussten sich nach der Schule selbst Essen zubereiten, am besten noch die kleineren Geschwister mitversorgen und dann ging es ans Hausaufgabenmachen, ohne dass Eltern dies überwachten. Anschließend streiften sie mit Gleichaltrigen durch die Straßen. Am Abendbrottisch sahen sie die Eltern dann endlich wieder. Heute sind die Eltern entweder mehr für die Kinder da und überlassen ihnen erst ab einem gewissen Alter bestimmte Aufgaben. Oder aber die Ganztagesbetreuung, die immer mehr zugenommen hat, ist für das Beaufsichtigen der Kleinen da.
  • Mitmenschen per Hand begrüßen: Dem Nachbarn, dem Onkel, den man Jahre nicht gesehen hat, oder sogar der Verkäuferin des Ladens um die Ecke musste man früher zur Begrüßung die Hand reichen. War ein Kind schüchtern, wurde von ihm gefordert, dass es sich dazu überwindet. Höflichkeit und Anstand gingen vor. Heute darf sich ein scheues Kind auch mal hinter der Mama verstecken und keiner regt sich darüber groß auf.
  • Sauberkeitserziehung: Früher war ungefähr der 1. Geburtstag der Zeitpunkt, an dem man die Kleinen sauberbekommen wollte. Es glich einer Art Dressur, um die Kinder mit aller Macht von den Windeln loszubekommen. Heute ist es völlig in Ordnung, wenn Kinder länger noch nicht bereit sind, sich zu melden, wenn sie ihr Geschäft verrichten müssen. Meist wird es als in Ordnung angesehen, wenn das Kind bis zum Alter von 3 Jahren noch nicht ganz "trocken" ist.

Quellen: urbia.de, sos-kinderdorf.de, genialetricks.de

Kennen Sie eigentlich schon diese 10 Dinge, die früher gang und gäbe waren, heute aber strikt verboten sind? Ebenso interessant ist, welche Dinge mittlerweile aus der Küche verschwunden sind. Lesen Sie außerdem, welche 10 Dinge es früher gratis gab und die heute etwas kosten.

Und wenn Sie nun das Gefühl haben, Sie haben bei Ihren Kleinen in der Erziehung nicht genug durchgegriffen und der Nachwuchs tanzt Ihnen manchmal auf der Nase herum, sodass Sie oft gestresst sind, dann empfehlen wir Ihnen einen Blick auf unsere Themenseite Entspannung und Stressbewältigung.

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