Aktualisiert: 29.01.2021 - 21:31

Vorsicht geboten! Wann man die Lichthupe benutzen darf – wann es strafbar ist

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Darf man die Lichthupe auf der Autobahn einsetzen? In einigen Fällen ist das möglich. In anderen ist das Benutzen der Lichthupe strafbar.

Foto: Getty Images/ Construction Photography/Avalon

Darf man die Lichthupe auf der Autobahn einsetzen? In einigen Fällen ist das möglich. In anderen ist das Benutzen der Lichthupe strafbar.

Autos vor Blitzern warnen oder einfach an der Kreuzung vorbeilassen: Die Lichthupe ist praktisch. Doch manchmal ist die Benutzung sogar strafbar.

Im Straßenverkehr kommt sie oft zum Einsatz: Manch einer will einen anderen Autofahrer mit der Lichthupe vor einem Blitzer warnen, andere schlichtweg zum Weiterfahren auffordern. Es ist ein nützliches Mittel, um Kontakt zu anderen Autofahrern aufzunehmen. Doch ist es auch immer legal?

Tatsächlich ist bei der Benutzung Vorsicht geboten. Wann man die Lichthupe bedenkenlos benutzen kann, erfahren Sie hier. Und außerdem warnen wir vor Situationen, in denen es strafbar ist, sie einzusetzen.

Lichthupe benutzen: In diesen Situationen ist es strafbar

Was ist die Lichthupe eigentlich? Darunter versteht man das schnelle An- und Ausschalten des Fernlichts. So werden andere Autos auf den eigenen Wagen aufmerksam. Was viele aber durchaus überraschen wird: Obwohl Autofahrer sie häufig betätigen, ist die Lichthupe laut Straßenverkehrsordnung (StVO) ausschließlich in zwei Situationen erlaubt.

Und zwar dann, wenn Autofahrer entweder sich oder andere gefährdet sehen ODER wenn man außerhalb geschlossener Ortschaften überholen möchte. Das gilt also auch dann, wenn man auf der Autobahn links überholen möchte, aber der Vordermann das Manöver nicht erkennt.

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Andere mit Lichthupe nicht vor Tempokontrolle warnen

Das Benutzen der Lichthupe in allen anderen Situationen ist deshalb verboten. Entsprechend darf man das Signal auch nicht geben, um ein anderes Auto zum Beispiel an einer unübersichtlichen Kreuzung vorbeizulassen oder aber um entgegenkommende Wagen vor einer Tempokontrolle zu warnen.

Einige Autofahrer setzen die Lichthupe mit häufigen Wiederholungen auch ein, um nah an den Vordermann heranzurücken und sich vorbei zu drängeln. Das ist nicht erlaubt. Vorschriftsgemäß ist es, das Lichtzeichen lediglich stoßweise und für wenige Sekunden abzugeben. Außerdem muss der Mindestabstand auf jeden Fall eingehalten werden.

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Wann sogar Gefängnis droht

Andernfalls drohen teils drastische Strafen. Wer andere nötigt und dabei die Lichthupe einsetzt, muss mit einer hohen Geldstrafe rechnen und riskiert schlimmstenfalls sogar eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren. Dazu kommen ein Fahrverbot von bis zu sechs Monaten und zwei Punkte oder aber der Führerscheinentzug sowie drei Punkte.

Auch für weniger harte Delikte kann es ebenfalls Konsequenzen geben: Wer andere belästigt oder blendet, zahlt schnell zehn Euro. Und wer die Lichthupe wie beschrieben missbräuchlich einsetzt, muss fünf Euro blechen.

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Weitere Artikel rund um die Richtlinien im Straßenverkehr finden Sie auf unserer Themenseite Ratgeber Recht.

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