21.01.2021 - 09:12

Schuldig in 29 Anklagepunkten Wegen Majestätsbeleidigung: Thailänderin muss für 43 Jahre ins Gefängnis

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Eine Frau in Thailand wurde wegen Majestätsbeleidigung zu 43 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt. Die 65-Jährige wird voraussichtlich den Rest ihres Lebens im Gefängnis verbringen.

Foto: Getty Images / Artinun Prekmoung / EyeEm

Eine Frau in Thailand wurde wegen Majestätsbeleidigung zu 43 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt. Die 65-Jährige wird voraussichtlich den Rest ihres Lebens im Gefängnis verbringen.

In Thailand drohen bei Majestätsbeleidigung lange Gefängnisstrafen. Eine Thailänderin wurde jetzt zu 43 Jahren und 6 Monaten Gefängnis verurteilt – weil sie regierungskritische Audioclips geteilt hatte.

Eine ehemalige Beamtin wurde in Thailand zu einer Rekord-Strafe verurteilt: Wegen Majestätsbeleidigung muss die Thailänderin Anchan Preelert für 43 Jahre und 6 Monate ins Gefängnis. Das bedeutet, dass die 65-Jährige vermutlich den Rest ihres Lebens hinter Gittern verbringen wird. Sie hatte sich zuvor schuldig erklärt, mehrere monarchiekritische Audioclips auf Facebook und Youtube geteilt zu haben.

43 Jahre und 6 Monate: Thailänderin erwartet lange Gefängnis-Strafe

Wie verschiedene Medien, unter anderem der Spiegel, bereits berichteten, wird Anchan Preelert vorgeworfen, in den sozialen Medien Audiodateien geteilt zu haben, die kritische Kommentare zur thailändischen Monarchie enthalten. 29 Posts, die die Königsfamilie beleidigen, soll sie ihrer Anwältin zufolge 2014 und 2015 geteilt haben. Damit habe sie mehrmals gegen das Gesetz gegen Majestätsbeleidigung verstoßen.

Wie Anchan Preelerts Anwältin der Nachrichtenagentur Reuters sagte, handelt es sich dabei um die härteste Strafe, die jemals wegen Majestätsbeleidigung in Thailand verhängt wurde – und eigentlich war ein noch viel höheres Strafmaß vorgesehen: Ursprünglich war Anchan Preelert zu 87 Jahren Haft verurteilt worden. Da sie sich aber schuldig bekannt und einsichtig gezeigt hatte, wurde das Strafmaß halbiert. Es steht ihr frei, Berufung gegen das Urteil einzulegen.

Majestätsbeleidigung wird in Thailand hart bestraft

Thailand hat eines der weltweit strengsten Gesetze gegen Majestätsbeleidigung. Jede Verunglimpfung oder Beleidigung der Königsfamilie kann mehrjährige Gefängnisstrafen nach sich ziehen. So gilt unter anderem auch der respektlose Umgang mit Geld, beispielsweise das Zerknüllen oder die Aufbewahrung an unangemessenen Orten, als Majestätsbeleidigung, da darauf der verstorbene König abgebildet ist.

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