Aktualisiert: 18.01.2021 - 16:56

Neues Gesetz in Sicht Müssen unsere Lieferdienste bald Mehrwegverpackungen anbieten?

Über das köstliche Essen kann man sich sicher freuen, über den Plastikmüll jedoch nicht. Gegen diesen soll nun per Gesetz vorgegangen werden.

Foto: Getty Images/Westend61

Über das köstliche Essen kann man sich sicher freuen, über den Plastikmüll jedoch nicht. Gegen diesen soll nun per Gesetz vorgegangen werden.

Plastikmüll ist weiterhin unser Fluch. Nun soll wieder etwas gegen diesen Abfall getan werden. So sieht der neue Plan aus.

Wenn Sie beim Pizza-Bringdienst oder dem Lieferdienst mit ihren liebsten vietnamesischen Speisen bestellen, bekommen Sie sicherlich immer noch den gemischten Salat in einer Plastikschale und die Frühlingsrollen in einem Behälter ebendieses Materials. Das soll sich ändern, findet Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Sie möchte ein Gesetz durchbringen, das mehr Mehrwegverpackungen in unsere Gastronomie bringen soll. Zu den Details.

6 schockierende Fakten über Plastik - und wie man dem Müll den Kampf ansagt
6 schockierende Fakten über Plastik - und wie man dem Müll den Kampf ansagt

Mehrwegverpackungen: Kommen unsere Lieferdienste bald nicht mehr ohne sie aus?

Es gibt hierzulande immer noch zu viel Plastikabfall – befeuert noch einmal durch die Corona-Krise. Eine Menge davon machen nämlich die Verpackungen aus, die die Gastronomie für Speisen to go anbietet. Ein Gesetzesentwurf der Umweltministerin Schulze, der dem ARD Hauptstadtstudio vorliegt, und der am Mittwoch im Bundeskabinett Anklang finden soll, soll diesen umweltschädlichen Müll nun weiter einschränken.

Der Entwurf beinhaltet Folgendes: Ab 2023 sollen Betriebe, die Kaffee oder Speisen to go anbieten, zusätzlich zu den bestehenden Einwegverpackungen eine Mehrwegvariante bereitstellen. Gastronomiebetriebe, die eine Ladenfläche von weniger als 80 Quadratmetern haben, sind von dieser Neuregelung nicht betroffen.

Ausweitung der Pfandpflicht und finanzieller Beitrag der Online-Händler gefordert

Zudem sollen Fruchtsäfte ohne Kohlensäure und manche Dosen, die bislang immer noch pfandfrei waren, zukünftig auch von der Pfandpflicht betroffen sein. Darüber hinaus ist das Ziel, dass ab 2025 gemäß einer EU-Richtlinie Plastikflaschen zu mindestens einem Viertel aus wieder verwertetem Plastik hergestellt werden sollen. Denn Stand jetzt wird viel zu wenig des Materials PET tatsächlich recycelt. Des Weiteren sollen Online-Händler, die Plastikverpackungen zum Versenden ihrer Ware nutzen, finanziell in ein Rücknahmesystem integriert werden.

Sie sind voll und ganz dafür, endlich dem Plastikmüll mal richtig den Kampf anzusagen? Dann könnte Sie der folgende Artikel noch interessieren: So sieht ein nachhaltiges Leben im ersten Earthship Deutschlands aus.

Hätten Sie's gewusst? Diese 10 Alltagsprodukte schaden der Umwelt

Noch mehr Informationen zum nachhaltigen Leben finden Sie auf unserer Themenseite. Die komplette Umstellung auf ein umweltbewussteres Leben muss es ja nicht von heute auf morgen sein. Aber schauen Sie doch mal, mit welchem kleinen Beitrag zum Umweltschutz Sie schon jetzt etwas leisten können.

Familie und Leben

Familie und Leben

Alles rund um Haus & Garten, Wissenswertes aus dem Alltagsleben und Ratgeberthemen sehen Sie in den Videos.

Beschreibung anzeigen
Eine Webseite der FUNKE Mediengruppe