Aktualisiert: 14.01.2021 - 18:34

Ganz wichtig! Warum Sie Enten auf keinen Fall mit Brot füttern sollten

Na, haben Sie als Kind auch gemeinsam mit Ihren Großeltern die Enten gefüttert? Tatsächlich ist das gar nicht mal so gut. Insbesondere der Klassiker Brot kann für die Tiere tödlich sein.

Foto: Getty Images / Adria Photography

Na, haben Sie als Kind auch gemeinsam mit Ihren Großeltern die Enten gefüttert? Tatsächlich ist das gar nicht mal so gut. Insbesondere der Klassiker Brot kann für die Tiere tödlich sein.

Tut uns leid, falls wir Ihnen jetzt nostalgische Kindheitserinnerungen vermiesen – aber Brot kann für Enten tödlich sein. Darauf sollten Sie bei der Fütterung achten.

Wer Enten füttert, hat Zeit. Oder haben Sie etwa schon einmal jemanden gesehen, der dieser Aktivität mit schnellen Bewegungen und einem gehetzten Ausdruck im Gesicht nachgeht? Vermutlich nicht. Stattdessen sind es häufig ältere Leute, die sich auf den Weg in den Park machen und dort ganz entspannt am Teich stehen und den Vögeln dabei zusehen, wie sie sich um die Brotkrumen zanken, die sie ihnen hinwerfen. Vermutlich haben wir deshalb so schöne Erinnerungen an das Entenfüttern – meist war das ein Ritual, dem man als Kind gemeinsam mit Oma und Opa nachging. Leider müssen wir an dieser Nostalgie jetzt ein wenig rütteln: Haben Sie die Enten damals mit Brot gefüttert? Das sollten Sie nämlich nicht. Die Fütterung mit Brot kann für Enten tödlich sein.

Füttern Sie Enten auf keinen Fall mit Brot!

Zwar stürzen sich Enten begeistert auf das Brot, das man ihnen hinwirft. Das heißt aber nichts: Enten fressen so gut wie alles. Das bedeutet aber nicht, dass auch alles gut für sie ist. Vogelschutz-Expertin Sonja Dölfel vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern wies gegenüber dem Bayerischen Rundfunk darauf hin, dass gerade der Klassiker Brot das gefährlichste Futter für die Tiere sei. Es enthalte zu wenig Nährstoffe und zu viel Zucker und Salz. Wenn es im Magen der Enten aufquelle, könne es sogar zum Tod der Tiere führen. Auch Schimmel, der sich an dem oft älteren Brot befindet, kann für die Tiere tödlich sein.

Bedeutet das nun, dass Sie in Zukunft auf diese beliebte Sonntagnachmittagsaktivität verzichten müssen? Jein. Tatsächlich ist die Fütterung von Enten laut der Expertin unnötig. Sie finden eigentlich selbst genug Futter, außerdem lockt die Fütterung sie aus ihrer gewohnten Umgebung fort und setzt sie dadurch Gefahren aus. Sie empfiehlt stattdessen, es beim Beobachten der Tiere zu belassen.

Wenn Sie die Enten doch füttern…

Sollten Sie die Enten unbedingt füttern wollen, dann ist es vor allem wichtig, nicht zu viel zu füttern. Sie wollen der Aktivität gemeinsam mit einem kleinen Kind nachgehen? Dann belassen Sie es bei zwei oder drei Happen, die Sie den Tieren zuwerfen – damit bleibt es für das Kind auch etwas Besonderes.

Nach wie vor gilt aber: Brot kommt auf keinen Fall in die Futtertüte. Stattdessen empfiehlt der Landesbund für Vogelschutz in Bayern Haferflocken oder in mundgerechte Stücke geschnittenes Obst und Gemüse. Geeignet sind zum Beispiel Tomaten oder Salat, aber auch gekochte Kartoffeln mögen die Tiere gern.

Fütterung mit Brot schädigt auch die Natur

Übrigens: Wussten Sie, dass die Fütterung der Enten mit Brot nicht nur für die Tiere tödlich enden, sondern auch Auswirkungen auf die Natur haben kann? Brot, das nicht von den Enten gefressen wird, zersetzt sich und fördert die Algenbildung in dem Gewässer, in dem die Enten leben. Als Konsequenz kann dieses "kippen". Das bedeutet, dass der Sauerstoffgehalt so gering ist, dass die Lebewesen, die sich darin befinden, sterben.

Es bereitet Ihnen eine echte Freude, dabei zuzugucken, wie kleine und große Vögel das von Ihnen vorbereitete Futter aufpicken? So einfach können Sie Vogelfutter selber machen! Außerdem wissenswert: Das müssen Sie bei der Fütterung von Vögeln im Winter beachten. Und nicht nur beim Beobachten von Vögeln können Sie Ihre helle Freude haben: So locken Sie Eichhörnchen in den heimischen Garten!

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