Aktualisiert: 16.01.2021 - 09:24

Optimismus in Krisenzeiten Alles schlecht? Was in der Corona-Pandemie Hoffnung macht

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Nur noch genervt vom Homeoffice? Perspektivisch können die Auswirkungen durch den Lockdown zu einem angenehmeren Leben führen.

Foto: Getty Images/SOPA Images / Kontributor

Nur noch genervt vom Homeoffice? Perspektivisch können die Auswirkungen durch den Lockdown zu einem angenehmeren Leben führen.

Haben Sie die Krise auch satt? Vielleicht hilft es, einen Blick auf die Dinge in der Corona-Pandemie zu werfen, die zukünftig Hoffnung bringen.

Deutschland steckt mitten im Lockdown und ein Ende der Pandemie ist noch lange nicht in Sicht. Zwar geben Impfungen große Zuversicht, doch bis wieder die Normalität einkehrt, die sich viele zurückwünschen, wird noch einige Zeit vergehen.

Trotz der prekären Situation mit erschreckend hohen Infizierten- und Todeszahlen gibt es aber auch Dinge, die in der Corona-Pandemie Hoffnung machen. Sie könnten sogar dazu beitragen, dass sich das gesellschaftliche Leben nach der Krise in vielen Bereichen zum Besseren verändern wird.

3 Dinge, die in der Corona-Pandemie Hoffnung machen

1. Digitalisierung und Homeoffice

Es hakt sicherlich noch an einigen Ecken und Enden, und zwar egal ob bei Online-Konferenzen im Homeoffice oder beim Homeschooling der Kinder. Doch eines muss man anerkennen: Innerhalb weniger Monate haben es zahlreiche Unternehmen und Schulen sowie Universitäten in Deutschland geschafft, sich digital neu aufzustellen und die Arbeit von zuhause aus zu ermöglichen.

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Schon seit Jahren wird moniert, dass das Thema Digitalisierung in der Bundesrepublik geradezu stiefmütterlich behandelt worden ist. Auch jetzt läuft noch nicht alles problemlos, doch die Krise bietet jetzt die einmalige Chance, nachzurüsten und weiter zu verbessern. Zugegeben: Nicht jeder ist Fan von Homeoffice und Homeschooling, da es auf die Dauer auch schnell trist und einsam wird. Doch es bringt trotzdem perspektivisch eine Menge Vorteile mit sich.

Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Familien können entlastet werden, wenn es auch ohne Pandemie die Möglichkeit geben sollte, von zuhause zu arbeiten. Fahrtwege ins Büro fallen weg, dadurch entstehen auch weniger Stress und Zeitdruck. Kurzum: Beruf und Familie könnten sich in Zukunft besser vereinbaren lassen. Und auch Kinder werden über Kurz oder Lang von den neuen technischen Möglichkeiten profitieren und durch gute digitale Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt begehrt sein.

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2. Wissenschaft

Wer hätte gedacht, dass Virologen zu den Stars des Jahres 2020 werden? Jeder kennt Prof. Christian Drosten, Prof. Hendrik Streeck oder Prof. Jonas Schmidt-Chanasit. Sie sind in erster Linie Forscher, erklären uns seit Monaten aber auch in Podcasts, Interviews oder Talkshows Komplexes so einfach und verständlich wie möglich. Damit tragen sie einen erheblichen Teil dazu bei, dass ein Großteil des Landes die Corona-Maßnahmen unterstützt und mitträgt.

Spätestens seit Weihnachten sind auch Prof. Ugur Sahin und seine Ehefrau Prof. Özlem Türeci in aller Munde. Sie haben mit ihrer Firma Biontech den ersten in der EU zugelassenen hochwirksamen Corona-Impfstoff entwickelt und damit zusammen mit anderen Impfstoff-Entwicklern der ganzen Welt Hoffnung auf eine Rückkehr zur Normalität gegeben. Die mRNA-Technik soll nicht nur bei der Corona-Impfung helfen: Biontech arbeitet nun auch an einem an MS-Mittel.

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Vorteile der Krise: Mehr Forschung, weniger Mobilität

Die Große Koalition will die Forschung, Bildung und Innovation weiter unterstützen – auch um die Folgen der Corona-Krise auf so vielen Ebenen so gering wie möglich zu halten. Von 60 Milliarden Euro ist die Rede. Diese würden dann nicht nur in die Entwicklung von Impfstoffen fließen, sondern auch in Zukunftstechnologien wie Grünen Wasserstoff, Quantentechnologie oder Künstliche Intelligenz. All dies sind hoffnungsvolle Dinge, von denen man in Zukunft profitieren wird.

3. Mobilität

Durch die Lockdown-Beschränkungen in den vergangenen Wochen und Monaten ist die Mobilität rasant gesunken. Und das hat auch positive Auswirkungen. Laut Statistischem Bundesamt gab es von März bis Oktober etwa 26 Prozent weniger Unfälle als im Vorjahr. 880 Verkehrstote wurden in diesem Zeitraum registriert, damit ist die Quote so gering wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.

Nur ein Beispiel: Mit der Perspektive auf mehr Homeoffice könnte es auch in Zukunft weniger Mobilität auf Deutschlands Straßen geben. Nicht nur die Umwelt würde davon profitieren, es könnte dadurch auch sicherer im Straßenverkehr werden.

Alle wichtigen Informationen rund um die Pandemie sowie aktuelle Entwicklungen finden Sie auf unser Themenseite Coronavirus.

Und wenn es selbst doch mal ein wenig eng wird mit dem Druck, der derzeit auf uns allen mehr oder minder lastet: Positive Psychologie kann ein Ausweg sein.

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