Aktualisiert: 17.01.2021 - 20:46

Powerwaffe gegen Viren Härtetest: Schützen Luftreiniger vor Coronaviren?

Endlich weg mit der Maske: Luftreiniger machen Hoffnung! Sie wollen Viren filtern und eine saubere Luft zurückzulassen.

Foto: GettyImages/skynesher

Endlich weg mit der Maske: Luftreiniger machen Hoffnung! Sie wollen Viren filtern und eine saubere Luft zurückzulassen.

Durch unsere Atmung setzen wir Aerosole frei. Jemand der sich mit Sars-CoV-2 infiziert hat, verbreitet auf diesem Wege innerhalb von Minuten das Coronavirus. Neben Alltagsmasken und Lüften gibt es einen weiteren Virenschutz: Luftfilter sollen die Innenräume reinigen.

Wir wollen uns und andere schützen. Waschen uns so oft es geht die Hände, tragen Atemschutzmasken, niesen in die Armbeuge, halten Abstand und dennoch scheint sich das Coronavirus unaufhaltsam zu verbreiten. Besonders in Innenräumen steigt die Ansteckungsgefahr. Durch Lüften kann die Virenlast verringert werden. Doch wer lüftet schon gern bei winterlichen Temperaturen? Abhilfe versprechen Luft­reiniger. Doch sind diese wirklich geeignet? Stiftung Warentest hat sie getestet!

Luftreiniger verringern das Ansteckungsrisiko, aber…

Stiftung Warentest hat die drei besten Modelle aus ihrem Luftreiniger-Test Anfang 2020 noch einmal einem Härtetest unterzogen: Coronaviren verbreiten sich über winzige Luftpartikel: Aerosole. Die schwebenden Tröpfchen in der Atemluft stellen durch ihre geringe Größe für Luftreiniger eine besondere Herausforderung dar. Doch die Testsieger beweisen, was sie können. Im Experiment konnten alle Modelle bei voller Leistung die Luft eines Raumes mit 16 Quadratmetern Grundfläche innerhalb von 20 Minuten (fast) virenfrei reinigen. Die Modelle von Phillips und Rowenta beseitigten je 95 Prozent der Aerosole und Soehnle schnitt mit 90 Prozent nur weniger schlechter ab.

Lüften nicht vergessen: Die Experten betonen, dass dennoch ein Restrisiko bleibt und wir auch im Winter nicht auf das Lüften verzichten dürfen. Für kleine Räume konnte die Virenlast zwar minimiert werden, jedoch steigt die Anzahl der infektiösen Partikel mit den Personen, die sich im Raum befinden. Viel effektiver als Luftfilter seien Alltagsmasken, Abstand und Stoßlüften. Alle 10 Minuten die Fenster weit aufreißen und nach fünf Minuten wieder schließen. Das tauscht die Luft im Raum weitgehend aus und schützt effektiv vor der Verbreitung von Sars-CoV-2.

Für große Räume: Hepa-Filter gegen Viren in der Luft

Spricht man über Luftfilter, fällt oft der Begriff "Hepa-Filter". HEPA steht für High Efficiency-Particulate Airfilter: Das sind Filter, die besonders effektiv Teilchen aus der Luft abfangen. Bis zu 99,9 Prozent können Sie die Luft reinigen. Aber aufgepasst: HEPA ist kein geschützter Begriff. Erst wenn die Filter zusätzlich mit einer Filterklasse H13 oder H14 versehen sind, ist ihre Wirkung laut EU-Norm garantiert.

Für Büroräume, Schulen und Kitas können solche Luftfilter eine wahre Bereicherung sein. Statt Stoßlüften können diese die Virenlast effektiv minimieren. Doch leider kosten die Geräte mehrere tausend Euro in der Anschaffung.

Luftfilter können noch viel mehr: Pollen, Gerüche und sogar Schadstoffe filtern

Luftfilter sind aber längst keine Erfindung aus der Corona-Zeit: Ihre bisherigen Einsatzgebiete sind vor allem für Allergiker eine Bereicherung. Hausstaub, Gerüche, Tierhaare und Pollen können auf diesem Weg aus der Luft gefiltert werden – versprechen die Hersteller.

Das Testergebnis: Die Testsieger schaffen es innerhalb von 10 Minuten etwa 90 bis 95 Prozent der Pollen aus der Luft zu filtern. Dadurch kann sich das Leiden für die Betroffenen deutlich minimieren. Sonstige Probleme in der Raumluft benötigen jedoch eine andere Lösung: Für Milben im Bett, Tierhaare auf dem Teppich oder Schimmel im Badezimmer sind Luftreiniger keine langfristige Lösung. Sie lassen immer noch genügend der schädlichen Luftpartikel zurück, wie der Test zeigt. In diesen Fällen sollte man lieber die Gefahrenquelle selbst minimieren.

Für Schadstoffe wie Formaldehyd, der aus Klebstoff von Möbeln, Lacken und Nagellack in die Luft übergehen kann, eignen sich die Luftfilter nur bedingt. Sie minimieren zwar die Schadstoffbelastung, jedoch nur um höchsten 45 Prozent. Deutlich zu wenig, um seine Gesundheit zu schützen. Die Experten empfehlen gutes Lüften und Atemschutzmasken als Vorsichtsmaßnahme.

Die Testsieger: Luftreiniger für Ihr zu Hause

Leiden Sie unter einer Pollenallergie oder möchten Sie sicher sein, dass ihre Raumluft von Coronaviren frei bleibt, dann empfehlen die Experten diese Luftfilter:

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Harter Lockdown:

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Impfen lassen:

Die ersten Impfungen gegen das Coronavirus wurden bereits verabreicht: Sie sind skeptisch bei der Impfung? Müssen Sie nicht! Wir waren zu Besuch im Corona-Impfzentrum: So läuft die Corona-Impfung ab! Auch fleißige Helfer werden immer gesucht: Im Impfzentrum mitarbeiten: So geht's!

Immunität nach der Impfung:

Nach der Impfung sofort geschützt? Leider noch nicht. Darum sollten Sie nicht direkt mit einem vollen Impfschutz rechen. Aber vielleicht gibt es dieses Medikament ja schon bald: Forscher entwickeln einen Impfstoff, der direkt immun gegen das Coronavirus und die neue Mutation machen könnte.

Der Verlauf der Coronainfektion:

Corona oder doch eine Allergie? Wir zeigen, woran Sie den Unterschied erkennen! Wenn Sie doch an Covid-19 erkrankt sind: Ist man dann wenigsten danach immun? Achtung: Bei Patienten mit hohem Blutdruck verläuft die Viruserkrankung schwerer.

Alle gesammelten Informationen zum Coronavirus finden Sie auf unserer Themenseite.

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