Aktualisiert: 12.01.2021 - 17:29

Schnee und Eiseskälte in Spanien Kommt der Winter jetzt auch nach Deutschland?

Mancherorts fallen bei uns ja schon dicke Flocken: Kommt der Winter jetzt auch nach Deutschland, so wie in Spanien?

Foto: Getty Images / Sven Hagolani

Mancherorts fallen bei uns ja schon dicke Flocken: Kommt der Winter jetzt auch nach Deutschland, so wie in Spanien?

Der Winter in Deutschland lässt nach wie vor auf sich warten. Hat der momentane Jahrhundertwinter in Spanien Auswirkungen? Sind Schnee und Kälte im Anmarsch? Das sagt ein Experte dazu.

Spanien versinkt im Jahrhundertschnee: -35,8 Grad Celsius im Nordwesten des Landes: Noch nie wurden auf der Iberischen Halbinsel niedrigere Temperaturen gemessen! Was bedeutet das für Deutschland? Ist ein Winter mit eisigen Temperaturen und flächendeckendem Schnee im Anmarsch? BILD der FRAU hat bei einem Wetterexperten nachgefragt.

Schnee und Eiseskälte in Spanien: Kommt der Winter jetzt auch nach Deutschland?

Die kalten Luftmassen haben sich aus Madrid etwas zurückgezogen – allerdings wartet schon eine neue Kältefront darauf, zuschlagen zu können, auch bei uns in Deutschland. Das sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net: Es wird "ab Donnerstag wieder überall kälter, teilweise mit Dauerfrost", so der Wetterexperte.

"Wir bekommen es über Deutschland mit einer Luftmassengrenze zu tun. Teilweise fällt dort Regen oder Schnee. Da entscheiden wenige Kilometer zwischen nassem oder festem Niederschlag. Das wird eine sehr spannende Wetterlage sein", fährt Dominik Jung fort. "Donnerstag und Freitag schneit es wahrscheinlich bis ganz runter. Auch in tiefen Lagen ist die Bildung einer Schneedecke möglich. Der Winter scheint ernst zu machen. Letzte Details sind aber noch unklar."

Wie kalt es werden könnte, ob das Winterwetter anhält und wie die Prognosen für Februar sind, hat BILD der FRAU bei Dominik Jung nochmal nachgefragt.

Meteorologe Dominik Jung: Ganz große Kälte bleibt eher aus

Herr Jung, bei wetter.de heißt es, "selbst richtig eiskalte Wetterlagen mit Sibirienkälte sind im Rennen". Auf welche Minusgrade sollten wir uns denn gefasst machen?

Das ist die Frage! Da waren die Kollegen sehr schnell bei der Sache. Aktueller Stand ist, dass die ganz große Kälte uns nicht trifft – sie rauscht an uns vorbei nach Südosteuropa. Wir bekommen heute und morgen milderes Wetter mit Tauwetter. Ab Donnerstag wird es wieder kälter mit teilweise Dauerfrost bis Sonntag: um 0 bis minus 4 Grad am Tag, nachts bis minus 10 Grad, teilweise darunter!

Trockene Kälte am Wochenende, doch dann wird es ab Sonntagabend aus Westen wohl schon wieder milder, und es gibt Schneeregen und Regen. Damit startet die neue Woche bei 1 bis 5 Grad, der Dienstag bringt 4 bis knapp 10 Grad, die höchsten Werte im Westen. Auch der Mittwoch nächster Woche wird wohl eher mild, teilweise fällt Regen!

Danach könnte es dann wieder kälter werden. Man sieht also: Dauerhaft kalt ist erstmal nicht in Sicht. Der Winter hätte Potenzial, aber er nutzt es leider nicht voll!

Für wie wahrscheinlich halten Sie es, dass der Winter noch richtig frostig wird?

Dauerfrost für die kommenden Wochen? Die Wahrscheinlichkeit liegt eher bei 5 bis 10 Prozent… Es geht einfach so weiter mit dem Auf und Ab. Ein beständig kalter Winter mit Schnee bis in die Tieflagen ist erstmal nicht in Sicht!

Winter wird wohl weiter "vor sich hin dümpeln"

Eiseskälte in Spanien, Sommer auf Kreta: Ist das "normal"?

Auf der einen Seite rauschte die Kaltluft bis Spanien, auf der anderen Seite als "Gegenstück" die Warmluft nach Kreta. Quasi als Ausgleich. Das passt. Aber natürlich ist das in Spanien extrem: Dort herrscht mehr Winter als hier: Bei uns ist der Winter zahnlos. Die Spanier haben um die minus 35 Grad gemessen. Dazu 60 cm Schnee in Madrid. Bei uns herrscht unterhalb von 400 Metern in der Regel nur Schmuddelwetter!

Ihre Meinung: Was vermuten Sie für den restlichen Januar, was für den Februar? Wie wird das Wetter?

Das dümpelt weiter vor sich hin. Ich erwarte da keine extremen Überraschungen mehr. Der Dezember 2020 war deutlich zu warm, rund 2,3 Grad wärmer als das Klimamittel! Der Januar 2021 ist aktuell sogar auch noch um 0,5 Grad kälter als das Klimamittel 1961 bis 1990. Ich persönlich hoffe ja auch noch auf Winterwetter bis ganz runter mit Schneedecke und Dauerfrost. Aber naja: In den vergangenen Jahren hat man die Hoffnung runtergeschraubt...

Die Prognose für Anfang Januar von Dominik Jung war: Es geht nass-kalt weiter. Eine dicke Einwinterung bis ins Flachland ist nicht in Sicht. Das hat ja schon mal gestimmt.

Der Winter könnte kälter sein, allerdings sind die Tage eher trüb... Zeit, sich im wohligen Zuhause um schöne Dekoideen zu kümmern! Lassen Sie doch schon mal den Frühling herein – mit dieser hübschen Tischdeko:

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