Aktualisiert: 13.01.2021 - 22:37

Nur ein einziges Exemplar Neue Spezies entdeckt: Das ist die seltenste Pflanze der Welt!

Von Franziska Wohlfarth

Im Westen der hawaiianischen Insel Maui wurde die seltenste Pflanze der Welt entdeckt: Von ihr gibt es nur ein Exemplar.

Foto: HAWAII DEPARTMENT OF LAND AND NATURAL RESOURCES

Im Westen der hawaiianischen Insel Maui wurde die seltenste Pflanze der Welt entdeckt: Von ihr gibt es nur ein Exemplar.

Seltene Pflanzen gibt es auf Hawaii allerhand. Doch die kürzlich entdeckte Cyanea heluensis ist etwas ganz Besonderes: Denn von ihr gibt es nur ein Exemplar. Wie kam es dazu und gibt es Hoffnung für das einsame Gewächs?

Hawaii ist bekannt für seine hinreißende Natur und aufregende Artenvielfalt. Seltene Pflanzen findet man auf der idyllischen Insel einige: Von den 1400 Pflanzenarten wachsen rund 90 Prozent ausschließlich dort. Nun wurde auf Maui die seltenste Pflanze der Welt entdeckt. Von ihr gibt es nur ein einziges Exemplar.

Das seltenste Gewächs der Welt: Cyanea heluensis

Entdeckt wurde die Cyanea heluensis bereits 2010 von dem Botaniker Hank Oppenheimer und seiner Kollegin Jennifer Higashino – wissenschaftlich vermerkt wurde sie allerdings erst jetzt.

Die Forschenden hatten die Pflanze im Westen von Maui an einem sehr schattigen Ort durch ein Fernglas gesichtet. Sie gehört zu der Gattung der Lobeliengewächse, welche auf den Inseln von Hawaii bereits 80 Spezien hervorgebracht hat.

Als Oppenheimer und Higashino sich durch die steilen und rutschigen Hänge des feuchten Waldes schlugen, um ihre Entdeckung näher zu betrachten, stellten sie fest, dass die Pflanze anders aussah, als andere ihrer Art. Besonders auffällig waren hierbei die leicht gelappten Blätter und die weißen, länglichen Blüten.

Sie kann nicht bestäubt werden – weil Vögel ausgerottet sind

Trotz intensiver Suche in dem entlegenen Canyon des Vulkans Mauna Kahalawa, konnten die Biologen nur ein Exemplar dieser Art finden. Es wird davon ausgegangen, dass die Cyanea heluensis von Vögeln bestäubt wird, welche die orange-farbenen Beeren fressen, ihre Samen ausscheiden und dadurch verteilen.

Mit der Ausrottung vieler heimischer Vorgelarten ging nun allerdings der Bestand der Bestäuber drastisch zurück. Eingeschleppte Schnecken und Ratten, welche die Früchte, Samen und Blätter fressen, sowie Erdrutsche, stellen eine zusätzliche Bedrohung für die Pflanze dar.

So schön sie auch aussieht: Oppenheimer und Higashino gehen davon aus, dass die Cyanea heluensis vom Aussterben bedroht ist. Die beiden versuchten, das Wachstum des Gewächses mit einer speziellen Paste anzuregen, doch die Bemühungen blieben erfolglos. Doch ein Fortschritt konnte gefeiert werden: Aus gesammelten Samen konnte im botanischen Garten eine weitere Pflanze gezogen werden.

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Eine weitere Entdeckung lässt Wissenschaftler*innen staunen: Die größte Süßwasserschildkröte der Welt galt bisher als ausgestorben. Nun tauchte ein weiteres Exemplar in einem See auf.

Und auch Archäolog*innen dürfen einen überraschenden Fund feiern: Forschende haben antiken Imbiss in Pompeji ausgegraben! Das 2.000 Jahre alte Straßenrestaurant hatte sogar eine "Speisekarte".

Na, haben Sie beim Lesen auch Lust auf einen Urlaub in Hawaii bekommen? Flüge haben drastische Auswirkungen auf die Umwelt und wegen Corona sind lange Reisen quer um die Welt sowieso nicht drin. Doch manchmal sind die schönsten Orte direkt vor unserer Haustür: Wir zeigen Ihnen 5 unbekannte Unesco-Welterbestätten in Deutschland.

Obwohl unsere Pflanzen in Deutschland nicht ganz so selten und exotisch sind, müssen Sie deshalb nicht langweilig sein! Auf unserer Themenseite finden Sie ausgefallene Inspiration für Ihren Garten und Balkon.

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