11.01.2021 - 10:30

Umsatzeinbußen zu hoch Wegen zweitem Corona-Lockdown: Die Adler Modemärkte sind insolvent!

Die Adler Modemärkte AG ist insolvent. Wie gestern bekannt wurde, hat das Unternehmen beim Amtsgericht Aschaffenburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt.

Foto: imago images/Revierfoto

Die Adler Modemärkte AG ist insolvent. Wie gestern bekannt wurde, hat das Unternehmen beim Amtsgericht Aschaffenburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt.

Der zweite Corona-Lockdown geht auch an den großen Unternehmen nicht spurlos vorbei: Die Adler Modemärkte AG hat ein Insolvenzverfahren beantragt.

Am Sonntagabend wurde eine weitere Insolvenz im Zusammenhang mit den Corona-Maßnahmen bekanntgegeben: Die Textil-Einzelhandelskette Adler Modemärkte AG, die ihren Sitz in Haibach bei Aschaffenburg hat, ist insolvent. Das Unternehmen gehört zu den größten Textileinzelhandelsketten in Deutschland: 142 der 171 Märkte befinden sich in Deutschland, der Rest in Österreich, Luxemburg und der Schweiz.

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Adler Modemärkte sind insolvent – so geht es weiter!

Wie die Morgenpost berichtete, hat die Adler Modemärkte AG beim Amtsgericht Aschaffenburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Offenbar sollen die Filialen vorerst aber nicht geschlossen werden. Stattdessen soll der Betrieb unter Aufsicht eines Sachverwalters weiterlaufen. Das Ziel, das dabei angestrebt wird, ist die Sanierung mithilfe eines Insolvenzplans.

Der Grund für die Insolvenz sind laut dem Unternehmen die Umsatzeinbußen wegen des zweiten Coronavirus-Lockdowns. In dessen Zuge hatten die meisten Einzelhändler in der zweiten Dezember-Hälfte schließen müssen. Offenbar konnten die Umsatzeinbußen der Adler Modemärkte weder durch staatliche Unterstützungsfonds noch durch Investoren ausgeglichen werden.

Auch Tochtergesellschaften melden Insolvenz an

Die Tochtergesellschaften der Adler Modemärkte AG sind ebenfalls von der Insolvenz betroffen: Die Adler Mode GmbH, die Adler Orange GmbH & Co. KG und die Adler Orange Verwaltung GmbH stellen ebenfalls einen Antrag auf Eröffnung von Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Aschaffenburg.

Bereits im Sommer hatten Experten eine Corona-Pleitewelle vorhergesagt. Diese Vorhersage scheint sich jetzt zu bestätigen. Und der Insolvenzantrag der Adler Modemärkte wird vermutlich nicht der letzte sein – gerade in Anbetracht dessen, dass Karl Lauterbach und Co einen Lockdown für Betriebe fordern. Zuvor war bereits bekanntgeworden, dass die Friseurkette Klier insolvent ist und Filialen schließen muss. Außerdem hatte TV-Koch Tim Mälzer seinen Bankrott erklärt.

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