Aktualisiert: 06.01.2021 - 19:56

Die Not nimmt zu Mallorca: Heftiges Leiden wegen Corona auf der Lieblingsinsel der Deutschen

Flughafen Palma de Mallorca: Die Touristen bleiben aus und die Insel versinkt immer mehr in Armut.

Foto: imago images / Lagencia

Flughafen Palma de Mallorca: Die Touristen bleiben aus und die Insel versinkt immer mehr in Armut.

Einst war Mallorca ein Urlaubsparadies, nun kämpft die Insel mit wachsender Armut. Was die Corona-Krise angerichtet hat…

Die Corona-Pandemie hat die Urlaubsinsel Mallorca hart getroffen. Die Fallzahlen steigen und der Tourismus ist derzeit tot. Gerade weil viele Bewohner der Baleareninsel vom Tourismus abhängig sind, hat dieser Einbruch nun katastrophale Auswirkungen. Das Leiden auf Mallorca nimmt zu und es gibt nun immer mehr Menschen dort, die Not leiden.

Ansteckung verhindern: Das können die neuen Corona-Medikamente
Ansteckung verhindern: Das können die neuen Corona-Medikamente

So heftig muss Mallorca wegen Corona leiden

Die Zahl der Hilfsbedürftigen auf der beliebten Ferieninsel hat drastisch zugenommen, wie ntv berichtete. An Weihnachten stellten sich zahlreiche Menschen an einer Schlange an, die zu einer kostenlosen Essensausgabe führte. Viele holen sich nicht nur Essen, sondern schlafen auf der Straße oder übernachten im Auto. Die Regionalzeitung Diario de Mallorca gab bekannt, dass vor Ort noch nie eine so große Hilfsleistungsnachfrage bestanden hätte wie jetzt. Während im Jahr 2019 nur insgesamt 11.000 Hilfspakete des Rotes Kreuzes für die Balearen vergeben wurden, sollen es schon 52.000 Stück in den ersten zehn Monaten des letzten Jahre gewesen sein.

Forscher der Universität der Balearen (UIB) fanden mithilfe einer Studie, die sich mit den Auswirkungen der Corona-Krise beschäftigt, heraus, dass sich die Zahl der auf den Balearen befindlichen Personen, die in extremer Armut leben, verdoppelt hat. Nun spricht man von 34.000 Betroffenen.

Zu den Hilfsbedürftigen zählen nun nicht mehr nur Obdachlose oder Bürger aus Problemgebieten. Unter ihnen sind beispielsweise Hotel- oder Restaurantbesitzer, die aufgrund der fehlenden Touristen keine Einnahmen mehr haben. Die "neuen Armen", in der dortigen Landessprache "nuevos pobres" genannt, schämen sich wegen ihrer neuen Situation.

Mehr Kriminalität macht Angst

Nun treibt die Menschen die Sorge um, dass ein längerer Lockdown den totalen Ruin bedeuten könnte. Aktuell sehen die Corona-Beschränkungen auf Mallorca bis Februar so aus, dass seit dem 29. Dezember Bars und Restaurants um 18 Uhr und Läden um 20 Uhr schließen müssen, statt wie bei erstem vier Stunden und bei letzterem Fall 2 Stunden später. Doch traurigerweise gesellt sich zu der Existenzangst auch noch ein weiteres Dilemma. Kleinere Überfälle und Einbrüche sollen laut Medien zugenommen haben.

Mehr Informationen zum Coronavirus und der Pandemielage in Deutschland finden Sie auf unserer umfangreichen Themenseite. Unter anderem lesen Sie dort, dass der Lockdown verschärft wird.

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen
Eine Marke der FUNKE Mediengruppe