Aktualisiert: 04.01.2021 - 20:11

Die gesunden Alten von Okinawa Die Insel der 100-Jährigen: Das ist das Geheimnis der Japaner

Von

Auf der japanischen Insel Okinawa gibt es besonders viele Hundertjährige. Doch warum erreichen die Menschen hier so ein hohes Alter? Könnte es mit dem konfuzianischen Essensprinzip "Hara hachi bu" zu tun haben?

Foto: Getty Images / Ippei Naoi

Auf der japanischen Insel Okinawa gibt es besonders viele Hundertjährige. Doch warum erreichen die Menschen hier so ein hohes Alter? Könnte es mit dem konfuzianischen Essensprinzip "Hara hachi bu" zu tun haben?

Die japanische Insel Okinawa wird auch die Insel der 100-Jährigen genannt. Ihre Bewohner werden nicht nur besonders alt, sie sind auch außergewöhnlich gesund. Dieses Prinzip könnte dahinter stecken…

Die japanische Insel Okinawa gilt als eine der Regionen mit der höchsten Lebenserwartung weltweit. Auf die Einwohnerzahl gerechnet ist die Anzahl der 100-Jährigen hier besonders hoch. Auch die Lebenserwartung ist überdurchschnittlich – selbst für Japan, das in dieser Hinsicht ohnehin Spitzenwerte erzielt. Doch damit nicht genug: Die Bewohner Okinawas werden nicht nur besonders alt, es geht ihnen für ihr hohes Alter auch noch außergewöhnlich gut! Könnte das Essensprinzip "Hara hachi bu" dafür verantwortlich sein, dass die Bewohner Okinawas so alt werden und dabei so gesund bleiben?

"Hara hachi bu" – Warum die Menschen auf Okinawa so alt werden

Um das Geheimnis eines langen Lebens zu lüften, besuchte der amerikanische Autor Dan Buettner die sogenannten blauen Zonen. Das sind die Regionen auf der Welt, in denen die Menschen besonders alt werden – wie eben die Insel Okinawa. Über seine Erfahrungen berichtete er unter anderem in einem Beitrag für den US-amerikanischen Sender CNBC.

In seinem Artikel führt Dan Buettner das lange Lebensalter der Bewohner Okinawas vor allem auf ihre Ernährungsweise zurück: "Hara hachi bu" nennt sich die "japanische 80-Prozent-Diät-Regel", die er während seines Aufenthalts in Okinawa beobachten konnte.

Bewusster essen: Das Geheimnis eines langen Lebens?

Die konfuzianisch geprägte Phase "Hara hachi bu" bezeichnet das Leitprinzip, nur so viel zu essen, bis der Magen zu 80 Prozent gefüllt ist. Hintergrund ist, dass wir es nicht sofort bemerken, wenn wir satt sind – stattdessen dauert es 15 bis 20 Minuten, bis der Magen diese Information an das Gehirn weitergeleitet hat. Wer also isst, bis er – gefühlt – satt ist, hat in Wahrheit nicht ausreichend, sondern zu viel gegessen. Wer hingegen aufhört zu essen, wenn er gefühlt zu 80 Prozent satt ist, ist in Wahrheit zu 100 Prozent satt, die Botschaft ist nur noch nicht in seinem Gehirn angekommen.

Und wie hängt ein zu 80 Prozent gefüllter Magen jetzt mit Gesundheit und Langlebigkeit zusammen? Ganz einfach: Wer bei jeder Mahlzeit 20 Prozent mehr isst, als er eigentlich müsste, erzielt einen stetigen Kalorienüberschuss. Dieser führt auf lange Sicht zu Übergewicht – und das wiederum ist ungesund.

Zum Thema Langlebigkeit ist auch dieser Artikel interessant: 10 Jahre länger leben mit diesen Top-Tipps.

Alles rund um Diäten und eine bewusste Ernährung finden Sie auf unserer Themenseite. Wussten Sie zum Beispiel, dass die richtige Ernährung eine Rolle bei Erektionsstörungen spielen kann? Ebenfalls interessant: Eine neue Studie zeigt: Abnehmen Ü60 geht nicht? Eben doch!

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen
Eine Marke der FUNKE Mediengruppe