04.01.2021 - 11:00

Schnee-Wahn zum Jahresbeginn Ganz Deutschland fährt ins Weiße – dem Lockdown zum Trotz

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In Winterberg stehen die Sessellifte im Moment still. Grund dafür ist der Corona-Lockdown. Viele Menschen ließen sich davon jedoch nicht in ihrer Schnee-Lust stören: Am Wochenende kam es zu einem Massenansturm auf die schneereichen deutschen Gebiete.

Foto: Getty Images / INA FASSBENDER

In Winterberg stehen die Sessellifte im Moment still. Grund dafür ist der Corona-Lockdown. Viele Menschen ließen sich davon jedoch nicht in ihrer Schnee-Lust stören: Am Wochenende kam es zu einem Massenansturm auf die schneereichen deutschen Gebiete.

Der Skibetrieb macht diese Saison Pause. Davon lassen sich viele Menschen jedoch nicht stören: Trotz Corona frönten sie am Wochenende ungebremst ihrer Lust auf Schnee.

Gerade haben wir uns noch über die Bilder aus Österreich aufgeregt: Dicht an dicht drängten sich die Menschen dort vor den Skiliften und Gondeln. Sicherheitsabstand? Fehlanzeige. Im Gegensatz zu Deutschland hat sich Österreich dazu entschlossen, die Skipisten und Lifte zu öffnen – eine Entscheidung, die in krassem Gegensatz zu dem auch dort geltenden strikten Lockdown steht. Doch obwohl in Deutschland der Skibetrieb derzeit still steht, tut das der Lust auf Schnee, die ein Großteil der Bevölkerung offenbar verspürt, keinen Abbruch: Massenweise strömten Menschen am Wochenende in die deutschen Schnee-Gebiete.

Trotz Warnungen: Zahlreiche Menschen zieht es in deutsche Schnee-Gebiete

Deutschland befindet sich im Lockdown. Das bedeutet: Daheim bleiben, Kontakte reduzieren, Abstand halten – eigentlich. Vielen Menschen scheinen dem Drang, nach draußen zu gehen, jedoch allmählich nicht mehr widerstehen zu können: Wie die Tagesschau berichtete, gab es am Wochenende einen Massen-Ansturm auf die deutschen Schneegebiete.

Unter anderem zog es die schneewütigen Ausflügler in den Harz, in die Umgebung der Stadt Winterberg im Sauerland, zum Großen Feldberg in Hessen und in die bayerischen Alpen. Da die Skilifte und Gondeln nicht in Betrieb sind, wichen die Menschen auf andere Wintersportaktivitäten aus: Neben Skitouren erfreute sich auch der gute alte Schlitten großer Beliebtheit.

Straßensperren und Corona-Verstöße

Die Polizei, die versuchte, dem Massenandrang Einhalt zu gebieten, konnte zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen feststellen. Insbesondere den Kontaktbeschränkungen und der Maskenpflicht maßen viele bei ihren Trips in die verschneite Natur nicht allzu viel Bedeutung bei. Weiterhin ging der Ansturm vielerorts mit Verkehrsbehinderungen einher: Es kam nicht nur zu Staus und chaotischem Wildparken, der Ansturm machte sogar Straßensperren erforderlich. Nachdem beispielsweise in Winterberg ein Betretungsverbot, das zuvor verhängt worden war, wirkungslos blieb, wurden die Zufahrtsstraßen zur Stadt abgeriegelt, um weitere Besucher abzuweisen.

Der Lockdown in Deutschland gilt vorläufig bis zum 10. Januar, eine Verlängerung ist jedoch so gut wie sicher. Ob die Menschen wieder vernünftiger werden, sobald die erste Schnee-Lust sich gelegt hat? Das bleibt abzuwarten. Klar, an der frischen Luft ist das Ansteckungsrisiko geringer – aber bei fehlendem Abstand (und insbesondere bei freudig lärmenden Menschen sowie dem derzeit hohen Infektionsgeschehen) eben nicht ausgemerzt. Die Massenausflüge in die Schnee-Gebiete zeigen: Zumindest jetzt ist im Gegensatz zu dem Lockdown im Frühjahr 2020 von dem Motto "Stay Home" nicht mehr viel zu spüren…

Mehr Neuigkeiten und Informationen über das Coronavirus finden sie auf unserer Themenseite. Lesen Sie hier zum Beispiel, wie die Corona-Impfung abläuft. Damit sich der Schutz vor dem Virus vollständig aufbaut, müssen zwei Impfdosen verabreicht werden. Die Knappheit des Impfstoffs stellt Behörden und Mediziner jedoch vor eine schwierige Entscheidung: Lieber eine Dosis des Corona-Impfstoffs für viele? Oder zwei Impfdosen für einige?

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