Aktualisiert: 04.01.2021 - 21:35

Vier wertvolle Tipps Wie Sie mit sprachlichen Kniffen ein entspanntes Leben haben

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Sprache kann erdrückend sein. Doch mit einigen Kniffen kann man sie auch wieder entschleunigen.

Foto: Getty Images/Oliver Rossi

Sprache kann erdrückend sein. Doch mit einigen Kniffen kann man sie auch wieder entschleunigen.

Der Alltag ist oft stressig und voller Druck. Doch mit einigen sprachlichen Kniffen kann man das Leben gleich viel entspannter gestalten.

Wörter sind von besonderer Bedeutung, denn Menschen verständigen sich über Sprache. Im ersten Schuljahr lernt man die ersten Wörter, später kann man komplexe Dialoge führen. Doch mitunter haben wir uns Kleinigkeiten beim Sprechen angewöhnt, die uns unter Druck setzen können.

Dabei kann man mit einigen sprachlichen Kniffen einiges verändern und das Leben sogar entspannter gestalten. Tatsächlich kann Sprache zu Entschleunigung führen. Glauben Sie nicht? Hier sind die besten Tipps.

Entspanntes Leben durch sprachliche Kniffe: So geht's

Tipp 1: Futur statt Präsens

Sprache kann unser Leben entspannen und Stress reduzieren – wenn man die richtige Grammatikform wählt. Im Alltag greifen die meisten Menschen auf das Präsens zurück, wenn sie etwas erledigen wollen, was in der Zukunft liegt. Zum Beispiel: "Ich muss heute Abend den Geschirrspüler ausräumen." Oder: "Ich muss später in eine wichtige Konferenz."

Durch diese Ausdrucksweise gerät man schnell in Stress und fühlt sich erdrückt. Deshalb sollte man eher auf das Futur zurückgreifen. Sie glauben nicht, dass es einen Effekt hat? Dann verinnerlichen Sie doch mal diesen alternativen Satz: "Ich werde heute Abend den Geschirrspüler ausräumen." Oder: "Ich werde später in eine wichtige Konferenz gehen."

Der Versuch, nur noch Aktuelles in der Gegenwart zu formulieren und alles Zukünftige mit dem Futur zu beschreiben, kann sehr entlastend sein – auch, weil dadurch der Eindruck des "Müssens" wegfällt – aber dazu gleich mehr. Probieren Sie es aus!

Welche Formulierungen Sie vermeiden sollten, um nicht doof zu wirken, lesen Sie übrigens hier.

Tipp 2: Floskeln vermeiden

Jeder kennt es, wenn es im Büro oder zuhause im Alltag mal schnell gehen muss. Dann sagt man gerne Sätze wie "Ich muss mal eben etwas erledigen" oder "Es wäre toll, wenn du das hier ganz schnell machen könntest". "Mal eben", "ganz schnell" oder "flink" ist leicht gesagt, erzeugt aber zeitlichen Druck.

Hier ist Achtsamkeit gefragt. Denn alles hat seine Zeit. Versuchen Sie sich von diesen Floskeln zu lösen und gelassener an Ziele und Aufgaben heranzugehen.

Diese Wörter schreiben viele Menschen falsch – Sie auch?

Tipp 3: Gar nichts "müssen"

Durch die beschriebenen Beispiele lässt sich ein weiteres sprachliches Problem ableiten, dass zu Anspannung im alltäglichen Leben führen kann: das Wort "Müssen". Viele Menschen versehen künftige Vorhaben mit diesem Hilfsverb, sodass Druck aufgebaut wird. Weitere Beispiele: Wollen, Mögen, Dürfen und Sollen.

Der Gebrauch dieser Wörter baut ein enges Korsett auf, indem man eingeengt ist. "Ich muss morgen nach Hamburg fahren" oder "Ich soll bis Montag dieses Projekt abschließen" können problemlos ersetzt werden durch bestimmte sprachliche Formulierungen. Versuchen Sie es doch mal mit "Ich werde morgen nach Hamburg fahren" oder "Bis Montag werde ich dieses Projekt abschließen".

Rechtschreib-Quiz: Kennen Sie die richtige Pluralform?

Tipp 4: Optimismus durch "Noch"

Sie sind geplagt von Selbstzweifeln oder unruhig, weil Sie gewisse Aufgaben noch nicht erledigt haben? Um schlechte Gefühle zu umgehen, gibt es ein Zauberwort: "Noch".

Oft sagen sich viele Menschen: "Ich kann das nicht" oder "Ich schaffe es nicht". Optimismus klingt anders. Deshalb kommt das Wort "Noch" vor allem im Yoga zum Einsatz und ist auch hilfreich, um durch Sprache das Leben entspannter zu gestalten. "Ich kann das noch nicht" oder "Ich schaffe das noch nicht" klingt doch gleich viel besser, oder?

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