Aktualisiert: 04.01.2021 - 21:59

Abschied nehmen Diese pflegeleichten Pflanzen eignen sich für die Grabgestaltung

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Es kann sehr belastend sein, wenn man regelmäßig den Friedhof besuchen muss, um Grab-Pflanzen zu gießen. Diese pflegeleichten Pflanzen verschaffen Abhilfe.

Foto: imago-images.de/Panthermedia

Es kann sehr belastend sein, wenn man regelmäßig den Friedhof besuchen muss, um Grab-Pflanzen zu gießen. Diese pflegeleichten Pflanzen verschaffen Abhilfe.

Grab-Pflanzen sehen im besten Fall schön aus, sind robust und brauchen wenig Wasser. Das ist ideal für all diejenigen, die keine Zeit oder Kraft für regelmäßige Friedhofbesuche haben.

Nicht jeder hat die Zeit und Kraft, regelmäßig das Grab einer geliebten Person zu besuchen und zu pflegen. Damit das Andenken der Verstorbenen in Ehren gehalten wird, sollte die Grabbepflanzung dennoch liebevoll gestaltet und blühend geschmückt sein. Die Pflanzen sollten idealerweise also sehr robust sein und mit nur wenig Wasser auskommen. Wir haben die schönsten und pflegeleichtesten Grab-Pflanzen für Sie zusammengestellt.

Pflegeleichte Grab-Pflanzen: Diese Sorten sind für den Friedhof geeignet

1. Kleines Immergrün (Vinca minor)

Das weiß, blau oder violett blühende kleine Immergrün ist mit seinem niederliegenden, kriechenden Wuchs die perfekte Grabpflanze. Die Wurzeln wachsen auch im Herbst gut an und mit fortschreitendem Alter ist die Pflanze sogar winterhart.

2. Lavendel (Lavandula)

Der rund 30 Zentimeter hoch wachsende Lavendel, ist vor allem für große Gräber geeignet. Die Pflanze schätzt einen sonnigen Standort und durchlässige Böden. Im Winter kommt sie ohne besonderen Winterschutz zurecht und im Sommer verträgt sie Trockenheit und sandige Böden. Zweimal im Jahr sollte der Strauch zurückgeschnitten werden.

3. Balkan-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum)

Der Balkon-Storchschnabel, oder auch Felsen-Storchschnabel, wächst im Halbschatten zwischen Felsen und Steinen, in Büschen und Wäldern. Sommerliche Trockenheit verträgt er meist besser als Staunässe. Einmal angewachsen brauchen die Pflanzen nur wenig Beachtung. Lediglich im Herbst sollten Sie die Triebe bis auf wenige Zentimeter zurückschneiden.

4. Japanische Stechpalme (Ilex crenata)

Wie der Name verrät stammt diese Pflanze ursprünglich aus den Bergen Japans und den feuchten Standorten im chinesischen und koreanischen Tiefland. Die Stechpalme wächst nur sehr langsam, ist dafür aber äußerst langlebig und winterhart. Die Blätter sind immergrün und beschmücken also auch im Winter das Grab. Im Sommer hat die Pflanze einen hohen Wasserbedarf, man muss sie dafür allerdings nicht unbedingt düngen.

5. Immergrüne Heckenkirsche (Lonicera nitida)

Zwischen den glänzend, dunkelgrünen Blättern fallen die etwa sechs Millimeter dicken Früchte auf. Die purpurvioletten Kugeln werden insbesondere von Vögeln als Nahrungsquelle genutzt. An einem sonnigen bis halbschattigen Standort mit mäßig trockenen bis feuchten Boden fühlt sich die immergrüne Heckenkirsche am Wohlsten. Starken Frösten hält sie problemlos stand und auch sonst braucht sie nicht viel Aufmerksamkeit.

6. Federgras (stipa)

Die Blätter des Federgrases sind sehr dünn und meist unbehaart. Die Blütenfarbe variiert je nach Art und Sorte zwischen weiß, silbrig und gelblich. Vor allem in den späten Abendstunden, wenn die untergehende Sonne durch die Pflanzen scheint, ist das Federgras ein echter Hingucker. Stipa ist sehr pflegeleicht und benötigt keine zusätzliche Wässerung oder Düngung. Lediglich im Winter sollte das Federgras vor Frost geschützt werden.

7. Gewöhnliche Katzenpfötchen (Antennaria dioica)

Das Katzenpfötchen bildet mit ihren kurzen Ausläufern schnell dichte silbergrüne Teppiche. Dabei wird sie 5 bis 20 Zentimeter hoch und 20 bis 30 Zentimeter breit. Die robuste Pflanze kommt mit einem Minimum an Nährstoffen aus und braucht keine besondere Pflege oder Düngung. Man muss lediglich den Wuchs ab und an eindämmen, damit schwächere Pflanzen nicht überwuchert werden.

8. Duftveilchen (Viola odorata)

Wie der Name bereits erahnen lässt, verbreitet das Duftveilchen einen betörenden Duft, welcher beruhigend und harmonisierend auf die Stimmung wirken soll. Eine durchlässige, humusreiche, leicht feuchte Gartenerde ist für die Pflanze ideal. An einem halbschattigen Standort kann sie sich in der Regel selbst überlassen werden. Lediglich nach dem Einpflanzen muss das Duftveilchen gründlich gegossen werden.

Darauf sollten Sie bei der Grabpflege achten

Wechselbepflanzungen, also blühende Saisonpflanzen, müssen häufiger gegossen werden und sind dementsprechend pflegeintensiver. Wenn Sie sich diese Arbeit ersparen wollen, achten Sie darauf immergrüne Pflanzen für die Gestaltung des Grabes zu wählen.

Niedrige, dichte Pflanzendecken eigenen sich hervorragend für Gräber, da sie lästiges Unkraut unterdrücken und das Auswaschen der Erde verhindern.

Sie können die pflegeleichten Pflanzen auch auf Grundlage ihrer Farbe auswählen, da diese jeweils eine unterschiedliche Bedeutung haben:

  • Blau: Treue, Beständigkeit
  • Grün: Hoffnung
  • Rot und Rosa: Liebe, Leidenschaft
  • Gelb und Orange: Heiterkeit, Wärme

Die Grabpflege kann beim Umgang mit Trauer und der Verarbeitung des Verlustes helfen und gut tun. Aber jeder geht mit dem Tod auf unterschiedliche Weisen um, stressen Sie sich also nicht zu sehr und setzen Sie sich nicht unter Druck!

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Immergrüne Pflanzen eignen sich nicht nur ideal für die Grabgestaltung: Auch im Garten sorgen Sie sogar im Winter für Farbe. Erfahren Sie hier mehr zu immergrünen Heckenpflanzen für das ganze Jahr.

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Auch der Komiker Karl Dall, welcher am 23. November 2020 an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben ist, wollte keine Beerdigung: Er wünschte sich eine Seebestattung.

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