Aktualisiert: 29.12.2020 - 18:17

Alltagsfragen beantwortet Kuchengabel-Mysterium: Wieso fehlt dem Besteck eine Ecke?

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Kaffee und Kuchen ist in vielen deutsche Familien zu einer echten Tradition geworden. Doch haben Sie sich beim Verspeisen des Gebäcks schon einmal gefragt, woher die Kuchengabel eigentlich ihre Form hat?

Foto: gettyimages.de/REDA&CO

Kaffee und Kuchen ist in vielen deutsche Familien zu einer echten Tradition geworden. Doch haben Sie sich beim Verspeisen des Gebäcks schon einmal gefragt, woher die Kuchengabel eigentlich ihre Form hat?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wieso die Kuchengabel nur drei Zacken hat und eine davon breiter ist? Oder wieso der Linken eine Ecke fehlt? Nein? Wir haben trotzdem die Antworten für Sie!

Beim Verspeisen der süßen Torten und Gebäcke, achtet man vermutlich eher weniger auf das Aussehen des Bestecks. Wenn Sie dennoch ein Auge fürs Detail haben, dann ist Ihnen bestimmt schon einmal aufgefallen, dass der linke Zanken der Kuchengabel breiter ist und ihm eine Ecke fehlt. Wieso ist das so? Wir haben uns des Kuchengabel-Mysteriums angenommen und es für Sie gelüftet!

Warum haben Kuchengabeln nur drei Zinken?

Während die große Tafelgabel über vier Zinken verfügt, hat die Kuchengabel nur drei. Das ist auf die Größe der Kuchengabel zurückzuführen: Wenn man die Tafelgabel einfach auf das Kuchengabel-Format verkleinert, so ist sie zu instabil und Teile hätten leichter abbrechen können.

Was hat es mit dem linken Zinken auf sich?

Der linke Zinken einer Kuchengabel ist in der Regel etwas breiter und hat eine kleine Einkerbung an der Spitze. Das lässt sich folgendermaßen erklären: Bis etwa 1930 wurde Kuchen noch mit Messer und Gabel gegessen. Weil das allerdings zu zeitaufwendig und umständlich war, hat man aus den zwei Besteckstücken eines gemacht: Man sollte also die Seite der Gabel anstelle des Messers nutzen und den Kuchen damit abschneiden.

Da das Besteck früher allerdings aus weichen Metallen, wie Kupfer, Messing oder Silber hergestellt wurde, hätte sich eine schmale Zinke beim Zerkleinern harter Mürbeteigböden verbogen oder wäre im schlimmsten Fall abgebrochen.

Um dem vorzubeugen, wurde die linke Zinke also verstärkt und ihr wurde eine kleine Ecke zum Zerschneiden hinzugefügt.

Seit den 50er Jahren wird Besteck typischerweise aus robustem Edelstahl hergestellt, die verstärkte Zinke ist also eigentlich unnötig geworden. Aus nostalgischem Wert bleibt die ursprüngliche Form der Kuchengabel jedoch bei vielen Modellen erhalten.

Im Übrigen: Gabeln für Linkshänder haben ihre eingekerbte Zinke auf der rechten Seite.

Kuchengabel-Knigge: So legt man das Besteck richtig auf den Kaffeetisch

Wenn Sie an besonderen Tagen für Kaffee und Kuchen eindecken, sollten Sie darauf achten das Geschirr richtig zu platzieren.

Damit alles perfekt geordnet ist, stellen Sie die Kuchenteller in die Gedeckmitte. Die Untertasse steht rechts oberhalb davon, die Tasse wird mit dem Henken nach rechts unten darauf gestellt. Den Kaffeelöffel platzieren Sie nun auf der Untertasse mit dem Griff nach rechts unten, oberhalb der Tasse.

Die Kuchengabel legen Sie dann rechts neben den Teller oder waagerecht über den Teller, mit dem Griff nach rechts zeigend.

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Wir begegnen im Alltag und vor allem auch in der Küche immer mal wieder Fragen, die uns beinahe um den Schlaf bringen. Wir haben bei verschiedensten Dingen einmal nachgehakt:

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Familie & Leben

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