23.12.2020 - 08:03

Aufruf der Bundesregierung Werbekampagne für Corona-Impfung steht in den Startlöchern

Der Eingang zu einem neuen Impfzentrum in der Messe Köln. Um möglichst viele Menschen dazu zu motivieren, sich impfen zu lassen, plant die Bundesregierung eine Werbekampagne für die Corona-Impfung.

Foto: imago images/Political-Moments

Der Eingang zu einem neuen Impfzentrum in der Messe Köln. Um möglichst viele Menschen dazu zu motivieren, sich impfen zu lassen, plant die Bundesregierung eine Werbekampagne für die Corona-Impfung.

Es ist geschafft: Die Impfung ist da! Die nächste Herausforderung: Möglichst viele müssen sich impfen lassen.

Alle, die auf einen schnellen Start der Corona-Impfungen gehofft hatten, bekommen dieses Jahr ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk: Schon am 27. Dezember sollen die Impfungen starten! Zwar werden vorerst nur Hochrisikogruppen und medizinisches Personal geimpft, aber der erste Schritt ist getan. Doch durch die Impfung allein wird sich die Corona-Problematik nicht in Luft auflösen: Es müssen auch genügend Menschen das Angebot in Anspruch nehmen – in Anbetracht von Impfgegnern und Verschwörungstheoretikern, die Stimmung gegen die Impfung machen, kommt hier vermutlich eine weitere Herausforderung auf uns zu. Laut Weltgesundheitsorganisation ist eine Impfrate von 60 bis 70 Prozent notwendig, um die Pandemie zu bekämpfen. Mit einer Werbekampagne für die Corona-Impfung möchte die Bundesregierung die Bevölkerung mobilisieren…

Mit dieser Werbekampagne wirbt die Bundesregierung für die Corona-Impfung

Wie der Spiegel berichtete, planen das Gesundheitsministerium, das Robert Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gemeinsam eine Werbekampagne, die die Impfbereitschaft in der Bevölkerung erhöhen soll. Das Motto der Kampagne lautet: "Deutschland krempelt die Ärmel" hoch. Die Werbemotive sollen laut dem Bericht Menschen zeigen, die einen Ärmel hochgeschoben haben und ein Pflaster über der Einstichstelle tragen.

Dieser Slogan hat eine doppelte Bedeutung. Einerseits ist er wörtlich zu nehmen, es geht um das Hochkrempeln des Ärmels, um den Arm für die Spritze freizulegen. Andererseits bedeutet die Redensart "die Ärmel hochkrempeln" auch, sich tatkräftig an die Arbeit zu machen – ein Verweis auf die letzte Anstrengung, die der Bevölkerung bevorsteht und gleichzeitig ein Hinweis darauf, dass die Menschen nicht zu Passivität verdammt sind, sondern durch die Impfung aktiv zur Bekämpfung des Virus beitragen können.

Werbekampagne umfasst zwei Phasen

Die Werbekampagne soll ab dem 28. Dezember digital, im Fernsehen und im Radio ausgespielt werden. Ab dem 9. Januar sollen Anzeigen in regionalen Tageszeitungen folgen.

Laut Gesundheitsministerium umfasst die Werbekampagne zwei Phasen: Die erste Phase steht unter dem Leitsatz: "Die Gefährdetsten müssen geschützt werden". Während dieser soll im Hinblick auf die Priorisierung bestimmter Gruppen bei den ersten Impfdosen an die Solidarität der Bevölkerung appelliert werden. In der zweiten Phase soll der Rest der Bevölkerung dazu motiviert werden, sich impfen zu lassen.

Mehr Informationen und Neuigkeiten über das Coronavirus finden Sie auf unserer Themenseite. Hier finden Sie alle Infos zum Corona-Impfbeginn in Deutschland. Außerdem halten wir Sie über die neue Corona-Mutation aus Großbritannien auf dem Laufenden: So schätzt Virologe Christian Drosten die Lage ein.

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