Aktualisiert: 15.12.2020 - 19:24

Änderungen beim Smartphone Darum könnte die SIM-Karte bald überflüssig werden

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Die klassische SIM-Karte gehört bald der Vergangenheit an.

Foto: Getty Images/Adam Gault

Die klassische SIM-Karte gehört bald der Vergangenheit an.

Ohne SIM-Karte kann man weder telefonieren noch SMS schreiben. Jetzt könnte sie bald verschwinden. Welche neue Funktion aufs Smartphone wartet.

Sie ist nur wenige Millimeter bis Zentimeter groß, doch ohne SIM-Karte geht gar nichts. Der kleine Plastik-Chip sorgt seit Jahrzehnten dafür, dass man mit dem Handy telefonieren und SMS schreiben kann und eine mobile Datenverbindung hat. Das liegt an dem goldenen Plättchen auf der Karte, dem sogenannten Mini-Prozessor.

Doch bald wird man das Plättchen gar nicht mehr ins Handy einsetzen müssen. Denn die Technik ist veraltet. So könnte es schon bald dazu kommen, dass die SIM-Karte fürs Smartphone überflüssig ist und ersetzt wird – durch eine eSIM.

SIM-Karte fürs Smartphone veraltet: Diese Vorteile hat die eSIM

Die Variante der SIM-Karte, mit der wohl jeder schon einmal in Berührung gekommen ist, ist die Mini-SIM. Sie ist 2,5 Zentimeter lang und 1,5 Zentimeter breit und konnte problemlos händisch ins Smartphone gesteckt werden.

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Mittlerweile ist dieses Modell veraltet, es gibt noch die etwas kleinere Micro-SIM (1,5 Zentimeter lang und 1,2 Zentimeter breit) und die Nano-SIM. Mit gerade einmal 1,23 Zentimeter Länge und 0,88 Zentimeter Breite ist sie die bisher kleinste SIM-Karte. Der Vorteil: Sie besteht fast nur noch aus dem Prozessor und hat durch einen winzigen Träger einen geringen Plastikanteil. Damit werden Tonnenweise Plastikmüll reduziert.

eSIM löst SIM-Karte ab

Trotzdem ist die SIM-Karte nicht mehr zukunftstauglich. Stattdessen setzt man künftig auf die eSIM. Das "e" leitet sich aus dem Englischen vom Wort "embedded" ab, was so viel bedeutet wie "integriert". Der Clou: Der Prozessor, der das mobile Netz zugänglich und das Handy damit überhaupt erst einsatzfähig macht, ist bereits im Gerät drin. Über einen Code kann der Smartphone-Nutzer das Gerät dann freischalten.

Bisher setzen vor allem die Anbieter Telekom und Vodafone auf die eSIM. Einige Geräte haben bereits die eSIM integriert, zum Beispiel die neuesten Generationen des iPhones und der Apple Watches. Auch Fitnesstracker und Tablets profitieren mittelfristig von der neuen Technik. Hier verraten wir Ihnen 10 Tricks fürs iPhone, die Sie unbedingt kennen sollten! Außerdem gibt es hier einen einfachen Trick, wie das iPhone wieder schneller läuft.

Vertragswechsel funktioniert bald einfacher

Und es gibt noch mehr Vorteile. Ein Vertragswechsel gestaltet sich mit der eSIM viel einfacher. Wenn Sie also mit Ihrem bisherigen Anbieter unzufrieden sind und zu einem anderen wechseln möchten, kann dieser die eSIM ganz einfach überschreiben. Früher musste man noch auf eine neue SIM-Karte warten, bevor es losgehen konnte. Das ist für viele Geräte bald Vergangenheit.

Noch wird es etwas dauern, bis die eSIM sich bei allen Geräten durchsetzt. Doch dann können sich Smartphone-Nutzer auf eine einfachere Handhabe beim nächsten Handyvertrag freuen!

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