Aktualisiert: 11.12.2020 - 10:22

Arbeiten, wo andere Urlaub machen "Workation": Neuer Homeoffice-Trend in Corona-Zeiten

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Haben auch Sie in Corona-Zeiten eine "Workation" dringend nötig? Den neuen Homeoffice-Trend können sich viele vorstellen.

Foto: getty images / Westend61

Haben auch Sie in Corona-Zeiten eine "Workation" dringend nötig? Den neuen Homeoffice-Trend können sich viele vorstellen.

Mit dem Laptop ins Urlaubsparadies und dort das Homeoffice aufschlagen? Eine Expedia-Studie zeigt: Arbeitnehmer sind für diese Möglichkeit offen.

Die Corona-Pandemie hält die Welt nach wie vor fest im Griff und verändert unser aller Leben. Davon betroffen ist auch der Arbeits-Alltag. Laut einer Umfrage sehnen sich viele, die während der Corona-Krise im Homeoffice arbeiten, nach einer sogenannten "Workation".

Zeit für eine "Workation"?

Mehr als 1.000 Wortneuschöpfungen hat die Corona-Pandemie laut des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache bereits hervorgebracht, unter ihnen ist die sogenannte "Workation". Der Kunstbegriff ist eine Mischung aus den englischen Wörtern "Work" (Arbeit) und "Vacation" (Urlaub). Gemeint ist damit, dass es in Homeoffice-Zeiten problemlos möglich ist, sich den Ort seines Arbeitsplatzes auszusuchen und dorthin zu verlegen, wo man sonst vielleicht Urlaub machen würde. Das Online-Reisebüro Expedia hat dazu eine Studie in Auftrag gegeben und herausgefunden: Rund die Hälfte derjenigen, die im Homeoffice arbeiten, sehnt sich nach einem Tapetenwechsel.

Gut für das Gemüt

Der Umfrage zufolge wünschen sich 49 Prozent der befragten Homeoffice-Arbeiter einen regelmäßigen Tapetenwechsel und würden "gerne ab und zu von einem anderen Ort aus arbeiten". Weil viele wegen des aktuellen Daueraufenthalts ihr Zuhause als Urlaubsort ausschließen, gab eine Mehrheit von 55 Prozent an, "lieber von einem Urlaubsort aus zu arbeiten als zu Hause Urlaub zu machen".

Rund ein Drittel der Befragten geht laut der Expedia-Studie deshalb davon aus, dass sich eine Workation positiv auf das eigene Wohlempfinden und die Resultate der eigenen Arbeit auswirken würde: 37 Prozent gaben an, von einem anderen Ort als ihrem Zuhause entspannter zu arbeiten, während 33 Prozent denken, dass sie glücklicher wären, wenn sie die Option dazu hätten. Außerdem sagten 31 Prozent aus, im Rahmen einer Workation produktiver zu arbeiten als in den eigenen vier Wänden.

Altes Konzept, neue Zielgruppe?

Gänzlich neu ist das Phänomen der Workation indes nicht. Sogenannte digitale Nomaden nutzen die Angebote globaler Co-Working-Spaces seit Jahren und arbeiten von ihrem Laptop aus, allerdings handelt es sich dabei um einen Lifestyle. Im Gegensatz dazu findet eine Workation wie sonst üblicherweise der Urlaub statt, also zeitlich begrenzt. Der positive Nebeneffekt: Weil man den Aufenthalt zur Arbeit nutzt, müssen Arbeitnehmer für ihre Workation keinen Urlaub nehmen.

Neu ist dagegen die große Masse derjenigen, die von zu Hause aus arbeitet und daher für eine Workation infrage kommt: Laut einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom arbeiten derzeit etwas weniger als 20 Millionen Menschen zumindest teilweise aus dem Homeoffice, etwa 10,5 Millionen von ihnen ausschließlich. Der Verband geht davon aus, dass dieser Anteil nach der Corona-Pandemie zwar wieder auf etwa acht Prozent schrumpfen wird, was allerdings fast eine Verdreifachung des Vor-Corona-Niveaus (drei Prozent) bedeutet.

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