Aktualisiert: 18.12.2020 - 21:44

Einkaufs-Check Organisiert oder chaotisch: Welcher Supermarkt-Typ sind Sie?

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Welcher Supermarkt-Typ sind Sie? Was verrät Ihr Einkaufsverhalten über Ihren Charakter?

Foto: Getty Images/Jeff Greenough

Welcher Supermarkt-Typ sind Sie? Was verrät Ihr Einkaufsverhalten über Ihren Charakter?

Mit leeren Taschen rein in den Laden, mit vollen wieder raus … Klar. Klingt nach langweiliger Routine, ist aber tatsächlich interessant. Die Berliner Psychologin Susanne Gastdorf erklärt, welche Signale Sie unterwegs senden und wie Sie Ihr (Einkaufs-)Leben optimieren können.

Rasen Sie förmlich durch den Supermarkt oder lassen Sie sich viel Zeit? Sind Sie stets organisiert und mit Einkaufszettel ausgestattet oder lassen Sie das Einkaufserlebnis einfach auf sich zukommen? Finden Sie jetzt heraus, welcher Supermarkt-Typ sind Sie?

Welcher Supermarkt-Typ sind Sie?

Schauen Sie einfach mal, welche Aussagen auf dieser Seite am besten zu Ihnen passen. Unter jedem Typ steht direkt die Auswertung. Sie machen überall "Ja, genau"-Kreuzchen? Dann sind Sie ein Misch-Typ, das ist gar nicht so selten.

Hinweis: Natürlich heißt es in Corona-Zeiten vor allem: lieber schnell alles erledigen und raus aus dem Laden. Drängeln sollten Sie insbesondere jetzt dennoch vermeiden. Denken Sie dran: Abstand rettet Leben.

Die Dränglerin – braucht Entschleunigung

"Ich suche immer die kürzeste Schlange und ärgere mich, wenn es dann an einer anderen Kasse zügiger geht."

"Ich nehme lieber einen Korb als einen Wagen. Damit kann ich in den schmalen Gängen besser überholen."

"Je schneller ich wieder aus dem Markt raus bin, desto besser."

Damit Sie den Spaß-Faktor beim Einkaufen (wieder) entdecken, ist tatsächlich etwas Psycho-Nachhilfe gefragt. Vereinbaren Sie eine Therapiestunde mit sich selbst. 60 Minuten, in denen Sie nur eine einzige Aufgabe haben: Ruhe bewahren. Suchen Sie einen Supermarkt, in dem Sie noch nie waren. Schlendern Sie durch die Gänge und lassen Sie sich auf die Verlockungen ein. Erledigen Sie Ihren Einkauf und entscheiden Sie sich zusätzlich für ein schönes Verwöhn-Extra. Legen Sie es in Ihren Wagen. Dann gehen Sie ganz langsam zur Kasse und wählen bewusst die längste Schlange. Sie haben ja Zeit und können durchatmen. Lächeln statt drängeln! Fühlt sich gut an, versprochen. Dieses Gefühl dann einfach speichern und auch für den nächsten Normaleinkauf die doppelte Zeit einplanen.

Die Genießerin – müsste mal Kompromisse machen

"Ein Supermarkt ohne Frischetheken? Kommt für mich nicht infrage!"

"Ich gebe meistens mehr Geld aus, als ich mir vorgenommen habe."

"Ich nehme mir immer viel Zeit. Schließlich gehören Essen und Trinken zu den schönsten Dingen im Leben."

Wie oft haben Sie sich beim Gang in den Supermarkt schon geschworen: "Heute kaufe ich vernünftig ein"? Und dann sieht der cremige Käse an der Theke doch so viel leckerer aus als der Magerquark im Kühlregal. Die neue Fenchelsalami verlockender als der gekochte Schinken. Die zarten Pralinen besser als die zähen Gummibärchen … So wandern immer mehr gute Sachen in Ihren Einkaufswagen. An der Kasse bekommen Sie dann bewundernde bis neidvolle Blicke: "Sie gönnt sich was!"

Bei Ihnen ist eigentlich alles im Einkaufslot. Wenn da nur nicht das Haushaltsbudget und die Badezimmerwaage wären. Beides macht Ihnen oft ein schlechtes Gewissen und genau das wäre auch der Grund, etwas zu ändern. Machen Sie pro Einkauf mindestens einen Kompromiss. Verhandeln Sie mit sich selbst: "Ich nehme die Salami, dafür bleiben die Pralinen hier." Oder: "Ich nehme den Quark und spare mir den Käse fürs Wochenende auf." Was Sie schnell spüren werden: Auch ein kleiner Verzicht wird manchmal zum großen Genuss: "Super, ich bin stark geblieben!"

Die Organisierte – darf sich Ablenkung gönnen

"Bevor ich losgehe, checke ich immer meine Vorräte und schreibe einen Einkaufszettel."

"Zu Hause angekommen und etwas vergessen? Das kommt bei mir nicht vor."

"Ich bleibe meinen Lieblings-Produkten treu und weiß genau, wo ich die Ende."

Kopf eher nach unten, Augen nach vorn, Einkaufsliste in der Hand – so steuern Sie zielstrebig durch Ihren Supermarkt. Aktionstische oder Probierstände sind für Sie eher unangenehme Hindernisse ("Nein, danke"). Andere Kunden? Bemerken Sie gar nicht. Kann schon passieren, dass Sie auch an guten Bekannten einfach mal grußlos vorbeilaufen. Ihre Botschaft: "Bin hoch konzentriert, muss meine Aufgabe korrekt erledigen, lasse mich nicht ablenken!"

Manchmal haben Sie selbst das Gefühl, dass Ihr Alltag etwas eintönig ist, stimmt’s? Dass ein bisschen Ablenkung ganz gut täte. Damit können Sie schon bei Ihrem nächsten Trip in den Supermarkt beginnen. Schreiben Sie wie immer Ihren Routinezettel, aber fügen Sie ganz unten eine neue Idee hinzu. Zum Beispiel: "Ich suche ein Gemüse, das ich noch nie probiert habe", "ich checke bei den Back-Mischungen, was es alles gibt." Sie müssen nichts davon kaufen. Es geht eher darum, Anregungen zu sammeln. Der zweite Schritt kommt dann von ganz allein. Sehr wahrscheinlich, dass Sie bald mal etwas mit diesen interessanten Auberginen kochen, zum Sonntagskaffee eine kleine Überraschung backen …

Die Unterhalterin – kann ruhig mutiger sein

"Manchmal mache ich mich auf den Weg zum Einkauf, obwohl ich gar nichts dringend brauche."

"Ich habe im Supermarkt schon viele nette Leute getroffen und kenne auch die Namen der Kassiererinnen."

"Volle Läden stören mich überhaupt nicht."

In den Supermarkt, wenn es besonders leer ist? Das macht für Sie keinen Sinn. Sie gehen los, wenn die Wahrscheinlichkeit groß ist, andere zu treffen. In der Mittagspause, wenn die Kollegen unterwegs sind. Nach Feierabend, wenn die Nachbarn nach Hause kommen. Samstagvormittag, wenn alle auf den (Einkaufs-)Beinen sind. Wichtiger als die Besorgungen sind Ihnen die Begegnungen. Und das zeigen Sie mit Ihrem freundlichen Lächeln und Ihrem fröhlichen "Hallo!" auch allen: "Sprich mich ruhig an. Lass uns ein bisschen quatschen."

Überlassen Sie es nicht dem Zufall (oder Supermarkt), ob Sie jemanden treffen oder nicht. Gehen Sie lieber einkaufen, wenn Sie wirklich etwas brauchen, und verabreden Sie sich ansonsten ganz gezielt. Oder machen Sie beim nächsten Supermarkt-Talk mutig den ersten Schritt. Wenn Sie eine inzwischen gute Bekannte treffen, zeigen Sie zum Beispiel auf einen der Bistro-Tische und fragen: "Auch Lust auf ein Käffchen? Wir unterhalten uns immer nur im Stehen, im Sitzen ist es doch gemütlicher!" Dann planen Sie vielleicht schon ganz entspannt das nächste Treffen an einem anderen Ort – selbstverständlich in der Zeit nach der Corona-Krise.

Die Chaotin – sollte mehr planen

"Ich stand schon häufiger vor verschlossener Ladentür. Ich kann mir die Öffnungszeiten einfach nicht merken."

"In meinen Schränken lagern Dinge, von denen ich gar nicht mehr weiß, dass ich sie habe."

"Eine Liste? Brauche ich nicht. Mir fällt schon was ein, wenn ich im Laden stehe."

Sie lassen sich im Leben ganz gern einfach mal treiben und genauso wandern Sie im Supermarkt umher. Mehr im Zickzack als geradeaus. Manchmal wundern Sie sich selbst, warum Sie jetzt schon wieder bei der Pasta angekommen sind. Auch anderen geben Sie Rätsel auf, besonders der Blick in Ihren Korb: Kartoffeln und Spaghetti-Soße? Chili-Dip und Salzstangen? Tofu und Knackwürste? Was soll das wohl werden? Manchmal wissen Sie das zu Hause auch nicht mehr.

Supermarkt-Prospekte wandern bei Ihnen sofort in den Papierkorb. Werbung vom Pizzaboten hat dagegen eine gute Chance an Ihrer Pinnwand zu landen. Machen Sie es mal umgekehrt! Nutzen Sie das Studium der Lebensmittel-Angebote für eine Einkaufsplanung. Notieren Sie, worauf Sie Lust haben und gehen Sie dann mit einer Liste los. Die spart Zeit, Nerven und Geld!

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Gerade in Zeiten von Corona ist es sinnvoll, dann einkaufen zu gehen, wenn die Läden noch recht leer sind. Zu DIESEN Zeiten ist die Corona-Ansteckungsgefahr i mSupermarkt geringer!

Und wenn Sie beim nächsten Einkauf ein paar Euro sparen wollen: Diese Markenprodukte verbergen sich hinter NoName-Lebensmitteln.

Tipps rund ums Thema Einkauf und Haushalt erhalten Sie auf unserer Themenseite Haushaltstipps.

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