Aktualisiert: 19.12.2020 - 22:02

Die Moderatorin im Interview Barbara Schöneberger: Allein sein ist nichts für mich

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Barbara Schöneberger bei der Aufzeichnung der NDR-Talk-Show. Im Interview mit BILD der FRAU plaudert sie u.a. über das Alleinsein und ihre neuen Mitbewohner...

Foto: imago images/Future Image

Barbara Schöneberger bei der Aufzeichnung der NDR-Talk-Show. Im Interview mit BILD der FRAU plaudert sie u.a. über das Alleinsein und ihre neuen Mitbewohner...

Eine Gala ohne Publikum – schräg für eine Moderatorin, die den Kontakt so liebt wie Barbara Schöneberger. Ein großer Erfolg war der Online-Charity-"dreamday" zugunsten der DKMS LIFE trotzdem: 425.000 Euro kamen für Krebspatientinnen zusammen!

Barbara Schöneberger ist ein waschechtes Münchener Kindl – sie wurde am 5. März 1974 in der bayrischen Hauptstadt geboren. 1998 startete ihre TV-Karriere als Assistentin in "Bube, Dame, Hörig" (Sat1). Es folgten die Talkshow "Blondes Gift" (2001-2005), "Die 2 - Gottschalk & Jauch gegen alle" (2013-2017). Seit 2018 ist sie bei "Denn sie wissen nicht, was passiert" auf RTL dabei. Seit 2008 moderiert sie außerdem mit Hubertus Meyer-Burckhardt die "NDR Talk Show". 2018 erschien ihre zweite CD "Eine Frau gibt Auskunft". Seit 2009 ist sie mit Maximilian von Schierstädt (IT-Unternehmer) verheiratet, ihr Sohn ist 10, ihre Tochter 7 Jahre alt.

Im Interview mit BILD der FRAU verrät Barbara Schöneberger mehr über die diesmal digital stattfindende Gala "DKMS LIFE dreamday", über ihre letzte gute Tat und ihre Konzertpläne.

Barbara Schöneberger im Interview über "DKMS LIFE dreamday"

BILD der FRAU: Liebe Frau Schöneberger, es ist später Abend, die Krebs-Gala gerade vorbei – Sie moderieren den "dreamball" ja schon seit Jahren. Welche Botschaft ist für Sie die wichtigste?

Barbara Schöneberger: Dass Krebs jeden treffen kann. Aber unsere Veranstaltung, die in diesem Jahr als digitaler "DKMS LIFE dreamday" stattgefunden hat, vermittelt Mut. Wir erzählen viele Schicksale, aber wir erzählen auch die Geschichte von Stärke, von Familie und Zusammenhalt.

"Träume machen Mut" lautet das Motto der Gala. Haben Sie noch welche?

Träume im Sinne von "Oh, das möchte ich noch mal machen", die habe ich eigentlich nicht. Mein Leben verläuft schon relativ traumhaft.

Und wenn's doch mal schwieriger wird, was macht Ihnen dann Mut?

Ich fühle mich sehr sicher verankert in meiner Familie, in meinem Familienleben als Mutter und Hausfrau, da rüttelt nichts dran.

"Wenn Frauen zusammensitzen, ist es tausendmal lustiger"

Unterstützen wir Frauen uns ausreichend gegenseitig?

Ich empfinde das so, ich bin ausgewiesener Frauenfan, arbeite sehr viel mit Frauen zusammen. Ich finde auch, wenn Frauen zusammensitzen, ist es immer tausendmal lustiger als mit Männern.

Was war Ihre letzte gute Tat?

Ich spende Geld an Organisationen, deren Arbeit ich wichtig finde. Selbst gut situiert zu sein macht überhaupt keinen Spaß, wenn du siehst, dass es um dich herum brennt. Und letztens, da habe ich auf dem Markt einer Dame fünfzig Euro geliehen. Sie hat sich so gefreut! Nachmittags kam sie mit dem Rad rum, um das Geld zurückzugeben.

Und wer hat Ihnen zuletzt Gutes getan?

Ich finde ja am allertollsten, wenn man morgens Kaffee ans Bett kriegt. Das ist in der letzten Woche passiert!

"Ich habe die richtigen Leute und den richtigen Partner um mich herum"

Sie sind beruflich mehr als ausgelastet: Passen Sie eigentlich gut auf sich auf – oder tut das wer anders?

Ich passe sehr gut auf mich auf. Ich habe ein feines Gespür für mich, weil ich ein Wahnsinns-Urvertrauen von meinen Eltern mitgekriegt habe. Ich weiß genau, was gut für mich ist, habe die richtigen Leute und den richtigen Partner um mich herum.

Können Sie auch gut allein sein? Was tun Sie dann?

Theoretisch finde ich das immer wahnsinnig toll: nach Hause kommen und keiner ist da... Dann die Stille genießen, laut singen oder ein Buch lesen. Aber wenn es dann so ist, denke ich nach einer halben Stunde: Wann kommen denn alle?! Ich möchte immer mit vielen Leuten um den Tisch sitzen, möchte, dass gelacht wird, gegessen, dass alle Generationen zusammen sind. Ich bin wirklich nicht der Mensch für nachdenkliche Einsamkeit.

"Noch ein Jahr singe ich unter der Dusche"

Singen Sie eigentlich unter der Dusche?

Muss ich ja jetzt, wo auch meine Konzerte ausfallen. Noch ein Jahr singe ich also unter der Dusche – aber das wird den Konzerten, die dann im Herbst 2021 stattfinden, sehr guttun. Dann hab ich viel geübt. (Lacht)

Eine Frage noch: Wir haben gehört, Sie bauen an einem schalldichten Hühnerhaus, weil Ihr Hahn zu laut kräht. Ist das bald fertig?

Ist es schon und ganz wunderbar geworden. Wir haben auch wieder zwei neue Hühner – die sind groß wie Kälber und gackern bestimmt auch sehr laut, wenn sie ausgewachsen sind. (Lacht).

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Auf unserer Themenseite Interviews gibt es allerhand über die Welt der Promis zu erfahren. Schauspielerin Janine Kunze gibt Einblicke darüber, wie es ist, mit zwei "Pubertieren" unter einem Dach zu leben und auch Multitalent Matthias Schweighöfer lässt im Interview tief blicken und gesteht: "Ich renne nicht mehr vor mir weg".

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