07.12.2020 - 08:43

Maßnahmen reichen nicht aus Karl Lauterbach wünscht sich "harten Shutdown", um "25.000 Tote" zu verhindern

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sprach sich für einen "harten Shutdown" aus, um 25.000 zusätzliche Tote zu verhindern. Der Wellenbrecher-Lockdown genüge nicht.

Foto: Getty Images / Mathis Wienand

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sprach sich für einen "harten Shutdown" aus, um 25.000 zusätzliche Tote zu verhindern. Der Wellenbrecher-Lockdown genüge nicht.

Seit November befindet sich Deutschland im "Lockdown Light" oder "Wellenbrecher-Lockdown". Doch offenbar reicht das nicht aus…

Weihnachten steht vor der Tür – und die meisten freuen sich darüber, dass über die Feiertage die Corona-Regeln gelockert werden und ein Fest mit Freunden und der Familie möglich sein wird. Doch auch an Weihnachten hält das Coronavirus keinen Winterschlaf: Während wir uns einerseits auf die Zusammenkunft mit unseren Liebsten freuen, ist andererseits die Angst unser ständiger Begleiter: Welche Folgen wird das gemeinsame Fest haben? Wie viele Menschen werden sich dabei mit dem Virus infizieren? Welche Maßnahmen werden nach den Feiertagen nötig sein, um das ausgelassene Beisammensein wieder auszugleichen? SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert einen "harten Shutdown", um die Corona-Pandemie einzudämmen.

Karl Lauterbach: Harter Shutdown statt Wellenbrecher-Lockdown

Erst gestern hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder für Bayern den Katastrophenfall ausgerufen. Bis Januar sollen im Freistaat verschärfte Corona-Regeln gelten. Karl Lauterbach plädiert dafür, sich ein Beispiel an dem Bundesland zu nehmen. Gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte er, dass die strengen Maßnahmen auf ganz Deutschland ausgeweitet werden sollten: "Der Wellenbrecher-Shutdown reicht bei weitem nicht mehr aus. Es ist nicht akzeptabel, dass wir jeden Tag bis zu 500 Tote haben."

"Ende Januar zusätzliche 25.000 Tote"

Mit verschiedenen Sofortmaßnahmen will Karl Lauterbach der Pandemie entgegenwirken: "Sonst haben wir Ende Januar noch einmal zusätzliche 25.000 Tote." Nicht nur warnte der Politiker vor den Lockerungen der Corona-Regeln an Weihnachten und Silvester, er sprach sich auch für die Teilung von Schulklassen aus. Für noch besser erachtet er es, die Weihnachtsferien um eine Woche vorzuziehen und um eine Woche zu verlängern. Außerdem ist er dafür, die Geschäfte des Einzelhandels nach Weihnachten mindestens bis Ende Januar zu schließen.

Gegenüber der Welt am Sonntag forderte der Politiker weiterhin, die IT-Abteilung des Robert-Koch-Instituts mit mehr Personal aufzustocken. Der Haushaltsausschuss des Bundestags habe dem Institut für den IT-Bereich nur 4 von 68 beantragten Stellen bewilligt. Ohne mehr Personal könne das Institut aber seinen Aufgaben nicht nachkommen.

Mehr Neuigkeiten und Informationen über das Coronavirus finden Sie auf unserer Themenseite. Ende November hatte die Bundesregierung neue Corona-Regeln erlassen. An diesem Wochenende hatte Markus Söder bekanntgegeben, dass die Corona-Regeln in Bayern noch einmal verschärft werden.

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