06.12.2020 - 08:42

Der Anfang ist besonders kritisch Spahns schlimme Befürchtung: Streit bei der Corona-Impfstoffvergabe

Gesundheitsminister Jens Spahn blickt mit Bedenken auf die Corona-Impfungen, weil er glaubt, dass hier Konflikte entstehen könnten.

Foto: imago images / Ralph Sondermann

Gesundheitsminister Jens Spahn blickt mit Bedenken auf die Corona-Impfungen, weil er glaubt, dass hier Konflikte entstehen könnten.

Bald starten die langersehnten Corona-Impfungen. In Bezug auf diese hat Gesundheitsminister Spahn jedoch Bedenken. Er fürchtet insbesondere zum Impfbeginn emotionale Streitigkeiten.

Jetzt dauert es nicht mehr lang, bis die Bevölkerung mit dem Corona-Impfstoff versorgt werden kann. Jedoch taucht jetzt schon das nächste Problem auf, das schon seit Längerem bekannt ist. Nicht alle Menschen können sofort die Impfung erhalten. Und genau das führt zu schlimmen Befürchtungen beim Gesundheitsminister Jens Spahn. Ihm graut vor Streitigkeiten der Impfwilligen, wenn die Corona-Impfungen beginnen.

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Jens Spahn befürchtet Streitigkeiten zum Beginn der Corona-Impfstoffvergabe

Ist der Impfstoff gegen das Coronavirus da, stehen wir vor neuen Schwierigkeiten, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn glaubt. Seine Befürchtungen äußerte er gestern in Berlin bei einer Online-Diskussion, wie die Bild berichtete. Dass bei der Aushändigung des Corona-Impfstoffes priorisiert werden muss – die Älteren der Bevölkerung und die Risikogruppen zuerst, wie wohl der Plan sein wird – dürften wohl nicht jedem passen. Daher besteht die Angst Spahns darin, dass es emotional aufgeladene Dispute geben könnte.

Spahn fürchtet, dass es Menschen geben wird, die sagen werden "Ich will jetzt aber", obwohl sie noch nicht zu der Gruppe gehören, für die aktuell eine Impfung vorgesehen ist. Daraus könnten sich ernsthafte Konflikte bilden. "Es wird ja nicht umsonst an Konzepten gearbeitet, bis hin zu polizeilichem Schutz der Impfzentren", untermauerte der Gesundheitsminister seine Befürchtungen konkreter.

Streits um den Impfstoff könnten mehrere Monate lang anhalten

Und dieses Problem könnte uns eine ganze Weile lang beschäftigen. Denn gerade am Anfang, wenn mit der Impfstoffvergabe begonnen wird, muss eine Priorisierung der Menschen, die den Impfstoff dringender benötigen als andere, stattfinden. Solche Diskussionen wie Spahn befürchtet, könnten also über einige Monate zum Problem werden. Mit ausreichend vorhandenen Impfstoff und der Eindämmung der Pandemie rechnet Spahn nämlich erst gegen Herbst nächsten Jahres.

Mehr zum Coronavirus erfahren Sie auf unserer Themenseite. Dort lesen Sie auch, dass Pfizer nur die Hälfte des Corona-Impfstoffes liefert und warum das aber nichts Neues ist.

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