Aktualisiert: 01.12.2020 - 18:29

Lebensmittel-Kennzeichnung Zusatzstoffe in Fertiggerichten: Finger weg von diesen E-Nummern!

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Was sind das für Zahlen? Zusatzstoffe werden Lebensmitteln u.a. zur Färbung oder Haltbarmachung beigesetzt. Das bedeuten die E-Nummern und so schädlich können sie sein.

Foto: imago images / Dirk Sattler

Was sind das für Zahlen? Zusatzstoffe werden Lebensmitteln u.a. zur Färbung oder Haltbarmachung beigesetzt. Das bedeuten die E-Nummern und so schädlich können sie sein.

Sie färben die Bonbons in traumhaftes Blau oder Rosa, sie sorgen dafür dass Soßen eine cremige Konsistenz haben oder machen Lebensmittel einfach haltbar. Zusatzstoffe zum Färben oder Verdicken von Speisen tragen eine E-Kennzeichnung. Was steckt dahinter?

Wir alle haben sie sicher irgendwann schon mal gegessen: Ob Tütensuppen oder Mischgetränke wie Radler, ob Grillsoßen oder Gummibärchen, viele Fertiggerichte haben eins gemeinsam. Sehen Sie sich mal die Zutatenliste genau an. Haben Sie eine E-Nummer entdeckt? Das bedeuten die einzelnen Bezeichnungen, und diese E-Nummern sind sogar gesundheitsschädlich.

Lebensmittel-Kennzeichnung: Finger weg von diesen E-Nummern!

Sie klingen ja per se schon nicht besonders vertrauenserweckend, Stoffe, die einen Buchstaben und eine Ziffer im Namen tragen verbindet man eher mit einem chemischen Element oder einer Motorenöl-Kategorie als mit gesunden Lebensmitteln. In Fertiggerichten erfüllen sie bestimmt Funktionen: Sie färben alles so schön bunt, sie sorgen dafür, dass bestimmte Speisen ihre Konsistenz behalten oder nicht so schnell verderben.

Alle unten genannten Zusatzstoffe sind bereits vor drei Jahrzehnten europaweit zugelassen worden und galten damals als nicht bedenklich. Das hat sich inzwischen aber geändert. Verbraucherschützer warnen inzwischen eindringlich vor bestimmten mit E gekennzeichneten Zusatzstoffen in Lebensmitteln. Und das sind Folgende!

Azofarbstoffe: E-Nummern mit einer eins

E-Nummern mit einer eins vorne stehen für die so genannten Azofarbstoffen. Hier steht vor allem das Chinolingelb (E104) in der Kritik und unter Krebsverdacht. In den USA ist der gelbe Farbstoff deshalb verboten. Verdächtig ist Chinolingelb auch, da es Allergien auslösen kann und zur Aktivitätsbeeinträchtigung und Aufmerksamkeitsdefiziten von Kindern beitragen kann.

Die Verbraucherzentrale rät von diesen Farbstoffen ab: E102, E104, E110, E122, E123, E124a, E127, E129, E142 und E155.

Konservierungsstoffe: E-Nummern mit einer zwei

Hinter Zusatzstoffen, die mir einer E-Nummer mit der zwei vorne gekennzeichnet sind, stecken Konservierungsstoffe. Hier raten Verbraucherschützer von den Zusatzstoffen E284 (Borsäure) und E285 (Natriumtetraborat, Borsäure) ab.

Antioxidationsmittel: E-Nummern mit einer drei

E-Nummern, die eine drei als erste Ziffer tragen, beinhalten Antioxidations- und Säuerungsmittel. Besonders schlechte Noten gibt es hier von Experten nur bei einem Zusatzstoff, der E385. Die Begründung: Dieser Zusatzstoff würde Mineralstoffe binden, also auch das für unseren Körper sehr wichtige Kalzium und Magnesium, die dann nicht mehr zum Einsatz kommen könnten.

Verdickungsmittel: E-Nummern mit einer vier

Kommen wir zu den E-Nummern mit einer vier am Anfang. Diese implizieren Verdickungs- und Feuchthaltemittel. Besonders kritisch sieht die Verbraucherzentrale hier die Ziffer E425 (Konjak). Diese steht im Verdacht, die Aufnahme von essentiellen Nährstoffen zu verhindern.

Säuerungsmittel: E-Nummern mit einer fünf

Für die Verbraucherschützer ist unter den Säuerungsmitteln, die mit einer E-Nummer mit einer fünf vorne versehen sind, die E512 ein NoGo. Der Grund: Konzentriert kann es zu metallischem Geschmack führen und sogar Übelkeit und Erbrechen hervorrufen.

Süßstoffe, Schaummittel und Lösemittel: E-Nummern mit neun und zehn

Süßstoffe sind mit einer neuner E-Nummern gekennzeichnet. Lassen Sie die Finger von Lebensmitteln, die eine solche Kennzeichnung tragen, denn die E999, ein Schaummittel aus der Rinde des Quillaja-Baumes, ist der Gesundheit nicht förderlich. Das gilt laut Verbraucherzentrale auch für den Zusatzstoff E1520, ein Lösemittel und Konservierungsstoff.

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TIPP: Auf der Website zusatzstoffe-online.de können sich unsichere Verbraucher informieren, welche Zusatzstoffe problematisch und welche unkritisch sind. Hier gibt eine Suchmaske Auskunft über die einzelnen Nummern. Auch das Buch "Was bedeuten die E-Nummern?", das Interessierte bei der Verbraucherzentrale bekommen können, liefert mehr Informationen.

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