Aktualisiert: 01.12.2020 - 17:51

Tempolimit ja oder nein? So schnell dürfen Sie beim Überholen fahren

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Beim Überholen sollte man das Tempolimit nicht aus den Augen verlieren.

Foto: iStock.com/Celli07

Beim Überholen sollte man das Tempolimit nicht aus den Augen verlieren.

Beim Überholen kann man fahren, so schnell es geht, oder? Wir sagen, ob man auf ein Tempolimit achten muss und was bei diesem Manöver wichtig ist.

Gerade, wenn man es eilig auf der Straße hat, überholt man gerne mal Fahrzeuge vor einem, die langsamer unterwegs sind. Einfach kurz beschleunigen, links vorbeiziehen und schnurstracks wieder auf die Fahrbahn gleiten. Ein gängiges Manöver.

Aber haben Sie sich schon mal gefragt, ob Sie auch mit der richtigen Geschwindigkeit überholt haben? Muss man sich beim Überholen an ein Tempolimit halten? Wir sagen, wie schnell man beim Überholmanöver wirklich sein darf.

Tempolimit beim Überholen? So schnell dürfen Sie unterwegs sein

Fakt ist: Die Straßenverkehrsordnung (StVO) schreibt vor, dass der Überholende deutlich schneller fahren muss als der Überholte, um überhaupt überholen zu dürfen. Doch das bedeutet keineswegs, dass man so schnell fahren darf, wie man möchte – im Gegenteil.

Auch beim Überholen muss man sich an die Höchstgeschwindigkeit halten. Wird diese überschritten und man wird erwischt, muss man je nach Vergehen mit einer Geldstrafe oder Fahrverbot rechnen.

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Das bedeutet, es gibt einen engen Korridor, in dem man regelkonform überholen kann. Zu schnell ist nicht erlaubt, zu langsam aber gefährlich. Denn der Fahrer muss mit Gegenverkehr rechnen, auf Landstraßen kann dieser mit bis zu 100 km/h unterwegs sein.

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Überholen kann bis zu 20 Sekunden dauern

Deshalb sollte man beim Überholen einiges bedenken. Die Wegstrecke, die man für das Manöver benötigt, sollte ausreichend lang sein – am besten die doppelte Distanz der Strecke, die man dabei zurücklegt. Diese Sicherheit ist wichtig, schließlich kann der Überholvorgang bis zu 20 Sekunden dauern. In dieser Zeit muss die Straße frei sein.

Generell gilt: Den Überholvorgang mit dem linken Blinker ankündigen, im zulässigen Tempobereich beschleunigen, vorbeiziehen, rechten Blinker setzen und sich wieder einordnen. Wichtig ist, über den ganzen Vorgang hinweg genügend Sicherheitsabstand zum Überholten zu lassen und ihn auf keinen Fall zu behindern.

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Auch der Überholte muss richtig handeln

Richtiges Überholen will also gelernt sein. Denn besonders auf Landstraßen kommt es durch dieses Manöver immer wieder zu schwerwiegenden Verkehrsunfällen. Und auch der Überholte trägt dabei eine Verantwortung.

Er sollte beim Vorgang die Geschwindigkeit nicht erhöhen, um zu versuchen, den Überholenden von seinem Vorhaben abzuhalten. Denn auch hier kann das Überholen in die Länge gezogen werden und die Gefahr, dass Autos zusammenstoßen oder der Gegenverkehr dazukommt, wird erhöht.

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Beim Überholen ist also Vorsicht geboten. Achten Sie permanent auf das Tempolimit, den Gegenverkehr und den Überholten. Nur unter diesen Umständen sollten Sie dieses riskante Manöver ausführen.

Weitere spannende Artikel rund um den Straßenverkehr und seine Tücken finden Sie auf unserer Themenseite Ratgeber Recht.

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