Aktualisiert: 02.12.2020 - 20:58

Ein echtes Vorratswunder Konservendosen: Diese Fehler sollten Sie vermeiden!

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Konservendosen sind perfekt für die schnelle und unkomplizierte Alltagsküche. Darauf sollten Sie jedoch bei der Lagerung achten.

Foto: iStockphoto.com/Olesia Shadrina

Konservendosen sind perfekt für die schnelle und unkomplizierte Alltagsküche. Darauf sollten Sie jedoch bei der Lagerung achten.

Von Obst und Gemüse bis hin zu Suppen und Ravioli: Konserven sind aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Doch was macht man mit den Resten einer angebrochenen Dose? Erfahren Sie hier, worauf Sie achten sollten...

Wussten Sie, dass wir die Konservendosen dem ehemaligen Kaiser Napoleon Bonaparte verdanken? 1795 setzte er ein Preisgeld für eine Konservierungsmöglichkeit von Lebensmitteln aus, damit seine Soldaten im Krieg nicht mehr plündern mussten. Die Blechdose erfand dann schließlich 1810 der Brite Peter Durand. Ab 1813 ging sie in Produktion.

Und heute ist sie aus unsere Alltag kaum mehr wegzudenken. Egal ob Obst, Gemüse, Suppen, Ravioli oder Fleisch: Man kann beinahe alles konserviert in Dosen kaufen. Diese Fehler sollten Sie beim Lagern der Konserven jedoch vermeiden.

Was tun mit angebrochenen Dosen?

Früher wurden Konservendosen mit Blei zugelötet – das giftige Schwermetall verunreinigte mit der Zeit auch die Lebensmittel in der Dose, sodass Bleivergiftungen keine Seltenheit waren.

Doch auch heute sind Konservendosen nicht ganz ungefährlich: Die Innenbeschichtung, die die Dosen gegen Korrosion schützt, enthält oft den Schadstoff Bisphenol A, der wie weibliches Östrogen wirkt. Wenn man den Konsum von Essen aus Dosen jedoch in Maßen hält, ist die davon ausgehende Gefahr sehr theoretischer Natur.

Die Verbraucherzentrale Bayern warnt davor, angebrochene Konservendosen einfach so in den Kühlschrank zu stellen. Es wird empfohlen den restlichen Inhalt in eine verschließbare Vorratsdose aus Glas oder Kunststoff umzufüllen.

Grund dafür ist, dass viele Konservendosen im Inneren mit einem Schutzlack beschichtet sind, welcher beim Öffnen mit einem Dosenöffner oder durch eine Gabel beschädigt werden kann. Wenn dann auch noch Sauerstoff ins Innere der Dose gelangt, kann sich Zinn aus dem Dosenmaterial lösen und auf die Lebensmittel übergehen.

Das Gesundheitsrisiko durch Konservendosen ist zwar gering, doch eine größere Menge an Zinn kann die Nieren belasten.

Im Kühlschrank gelagert sollten die Reste innerhalb von zwei bis drei Tagen aufgebraucht werden.

So lange sind Dosen haltbar

Das Mindesthaltbarkeitsdatum garantiert, dass der Inhalt bis zu diesem Datum einwandfrei schmeckt und gesundheitlich unbedenklich ist. In der Regel sind das 18 Monate nach der Herstellung.

Doch auch lange nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums ist der Inhalt von Konservendosen noch genießbar. Bei mehreren Untersuchungen waren Konservendosen noch zehn Jahre nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums genießbar.

Bei Fleisch- und Fischkonserven ist dennoch extra Vorsicht geboten. Obst und Gemüse sind unbedenklich: Lediglich Vitamingehalt und Geschmack können durch die Lagerung beeinflusst werden.

Daran erkennen Sie verunreinigte Dosen

Die Haltbarkeit des Inhalts ist vor allem vom Zustand der Dose abhängig: Ist sie stark verbeult oder hat Risse, sollten Inhalt und Schutzschicht auf Mängel kontrolliert werden.

Wenn sich Dosendeckel oder -boden nach oben wölben oder die Dose generell aufgebläht aussieht, sollte der Inhalt auf keinen Fall gegessen werden! Diese Bombage tritt auf, wenn der Doseninhalt durch Verunreinigungen verdirbt und sich Gase in der Dose entwickeln.

Während in Deutschland der Inhalt von aufgeblähten Dosen weggeschmissen wird, gilt er in Schweden als Delikatesse: Surströmming ist Hering, der in der Dose gärt – Neben dem Gestank sollte man sich außerdem vor dem Explosionsrisiko der unter Druck stehenden Dosen in Acht nehmen. Der Transport von Surströmming-Dosen ist bei den Fluglinien British Airways und Air France übrigens strengstens untersagt.

Dosen öffnen leicht gemacht

Bis zur Erfindung des Dosenöffners 1855, war die Kreativität gefragt: Soldaten im Feld benutzten die Bajonette an ihren Gewehren, um die Konserven aufzuhebeln. Zivilisten hingegen behalfen sich mit Messern, Äxten oder auch Hammer und Meißel.

Heutzutage braucht man häufig nicht einmal mehr einen Dosenöffner zur Hand zu nehmen: Einige Hersteller montieren eine spezielle Lasche auf dem Deckel der Konserve. Wenn an dieser waagerecht (!) gezogen wird, kann der Deckel ganz einfach geöffnet werden.

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Nicht immer hat man die Möglichkeit, an frisches Obst zu gelangen. Aber deshalb auf einen fruchtigen Kuchen verzichten? Papperlapapp! Backen Sie doch mal unseren gedeckten Pfirsichkuchen – mit Dosenobst!

Zu Beginn der Corona-Pandemie haben viele Leute Konserven jeglicher Art gehamstert. Essen wir deshalb im Lockdown zwangsläufig auch mehr Dosensuppe und Ravioli? So haben die Corona-Zeiten unser Essverhalten verändern.

Die richtige Lagerung von Lebensmitteln ist für uns selbst, unsere Umwelt und unsere Gesundheit ein wirklicher Gewinn. Diese Fehler sollte man bei der Lebensmittel-Lagerung vermeiden.

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